Die erfolgreiche Existenzgründung

Erfolgreiche Existenzgründung verlangt nicht nur ausgeklügelte Konzepte und Willensstärke, sondern eben auch gut durchdachte Planung. Finanzen spielen dabei immer eine außerordentlich wichtige Rolle. Es gibt attraktive und zinsgünstige Darlehensprogramme für Unternehmensgründer. Die Summen belaufen sich derzeit auf 5.000 bis 50.000 Euro. Einen Anspruch auf diese Gründerdarlehen haben Sie allerdings nur dann, wenn Ihre Existenzgründung noch nicht vollzogen wurde. Deshalb ist das entsprechende Bankgespräch unbedingt vor der Unternehmensgründung zu führen.

Beispielsweise benötigen Sie für eine erfolgreiche Existenzgründung als Existenzgründer 39000 Euro. Dieser Betrag befindet sich im Normalfall natürlich nicht einfach so auf Ihrem Konto. Demzufolge müssen Sie entweder Ihre Hausbank oder direkt die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KFW, kontaktieren. Die Banken verlangen in fast allen Fällen einen Finanzplan Existenzgründung. Dieser sollte sich in etwa auf die genannte Beispielsumme von 39.000 Euro belaufen. Kalkulieren Sie dabei realistisch und vergessen Sie nicht, dass oftmals auch nichtplanbare Kosten entstehen können. Denken Sie immer daran, dass der geplante Umsatz nicht gleich Gewinn bedeutet. Diesen ermitteln Sie vereinfacht, indem Sie Ihre gesamten Kosten vom Umsatz abziehen. Folgende Punkte sollten unbedingt in Ihrem Finanzplan enthalten sein:

  • Private Ausgaben (Kranken- und Rentenversicherung, Energie u.s.w.)
  • Erstausstattung, also zunächst einmalige Ausgaben (Büroräume, Fahrzeuge, Maschinen, Homepage,Bearbeitungsgebühren)
  • Laufende Betriebskosten (Pacht oder Miete, Zins- und Kredittilgung, Werbemittel, Software, Fahr- und Telefonkosten)
  • Aufwendungen für die Warenbeschaffung (speziell im Bereich Handel)
  • Sonstiges (Reparaturen)

Zu einer erfolgreichen Existenzgründung gehört die richtige Wahl der Rechtsform. Die Existenzgründung Gmbh, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, gehört zu den beliebtesten Rechtsformen der Kapitalgesellschaften. Die GmbH wird ins Handelsregister eingetragen und notariell beglaubigt. Bislang galt eine Mindesteinlage und somit auch eine Haftungsbeschränkung von 25 000 Euro. Durch die Reformierung, namentlich das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen, kurz MoMiG, gibt es nun auch vereinfachte Varianten, wie die Unternehmergesellschaft, abgekürzt durch UG. Hierbei liegt die Mindesteinlage bei 1 Euro. Was zunächst attraktiv klingt, sollte aber durchaus genau durchleuchtet werden, denn die Gefahr einer Unternehmenspleite ist bei der UG außerordentlich hoch. Erste Erfahrungen mit der neuen Variante können Sie im Existenzgründung Forum nachlesen.

Eine informative Broschüre Existenzgründung, die unter anderem auch die verschiedenen Rechtsformen und deren Besonderheiten erklärt, finden Sie auf den Webseiten der Agentur für Arbeit oder den entsprechenden Kammern. Enthalten ist u.a. ein Leitfaden Existenzgründung, der Ihnen den Weg in die Selbstständigkeit ebnet. Eine erfolgreiche Existenzgründung ist auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten planbar, wenn man sich an gewisse Regeln hält und sich vorab gründlich informiert.

Checkliste: Was sind meine nächsten Schritte?

Was können Sie jetzt als nächstes tun? Nach der 72-Stunden-Regel müssen Sie mit Ihrem Vorhaben innerhalb der nächsten 3 Tage aktiv werden, um eine 99%-Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen. Mit jedem der folgenden Schritte erfüllen Sie die 72-Stunden-Regel:

  • Kontaktieren Sie einen Experten für Existenzgründung in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen bei allen Fragen Ihres Gründungsvorhabens weiterhelfen. Auch bei der Wahl der Förderungen, der Kreditbeschaffung oder beim Businessplan kann dieser Ihnen helfen.
  • Sofern Sie Ihre privaten Kosten abdecken möchten, ist eventuell der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt für Sie interessant.