Finanzierungsmodelle für Existenzgründer
Die wichtigsten Voraussetzungen Existenzgründung sind finanzieller Natur. Schließlich möchte jeder von seiner Arbeit leben können. Die in ein Unternehmen hineingesteckte Energie und der betriebene Aufwand sollen sich lohnen, und das sieht man am besten in schwarzen Zahlen. Eventuell ist die eigene Firma sogar das einzige finanzielle Standbein einer Familie – in diesem Fall hängt eine enorme Verantwortung an dem Gründer.Glücklicherweise gibt es verschiedene Hilfestellungen für Existenzgründer. Es ist sinnvoll, diese Existenzgründung Beratung in Anspruch zu nehmen. Neben dem Arbeitsamt, das unter anderem für die Starthilfe Existenzgründer in Form von Darlehen zuständig ist, werden von der Ihk Existenzgründung Kurse abgehalten, die das erste Rüstzeug vermitteln. Gerade bei der Existenzgründung Gastronomie wird leicht übersehen, wie viel Know-how betriebswirtschaftlicher Art hinter den Kulissen eines gut gehenden Restaurants oder einer beliebten Kneipe stecken.
So vorteilhaft diese Angebote sind, ersetzen sie doch nicht das eigene Nachdenken und Planen. Stellt man beispielsweise fest, dass für die Existenzgründung 30000 Euro benötigt werden, ist der nächste Schritt ein Gespräch mit der Bank des Vertrauens. Bevor ein entsprechend hoher Kredit für die Existenzgründung 30000 Euro gewährt wird, muss ein detaillierter Businessplan vorgelegt werden. Auch eine Aufschlüsselung, welche Posten (Raummiete, Materialkosten, Löhne und Gehälter) in diesem Betrag enthalten sein sollen, ist gefordert. Außerdem sollte ein finanzielles Polster eingeplant werden, für den wahrscheinlichen Fall, dass das Geschäft nicht auf Anhieb brummt. Deshalb ist es sinnvoll, ein Darlehen einzuholen, um die so veranschlagten Existenzgründung 30000 Euro zur Verfügung zu haben.
Setzt man nur auf eigenes Kapital, ist dies eventuell zu schnell verbraucht, um einen sicheren Unternehmensstart zu gewährleisten. Ist man sonst zu früh um Aufgeben gezwungen, gesellt sich zum finanziellen Schaden die Verbitterung, dass das Privatvermögen unwiederbringlich verschwunden ist. Wer also für die Existenzgründung 30000 Euro einkalkuliert, sollte nach eingehender Information und Beratung den Betrag lieber erhöhen. Sollten keine entsprechenden Kredite gewährt werden, ist es sinnvoller, Abstriche in der Zielsetzung des Unternehmens zu machen.
Vielleicht kann das Angebotsspektrum verschlankt werden? Gibt es Alternativen zu teuren Mietobjekten? Sind die Gehälter (auch das eingeplante eigene!) für ein junges Unternehmen wirklich realistisch? Zum Thema Finanzen zählen auch die Steuerregelungen, die in Deutschland sehr komplex sind und außerdem Änderungen unterliegen. Ständige aktuelle Informationen sind also von Nöten. Zum Beispiel wurde die Ansparabschreibung für Existenzgründer im Zuge der Unternehmenssteuerreform von 2008 durch den Investitionsabzugsbetrag ersetzt. Die jeweils zutreffenden Regeln hängen von der Unternehmensform ab, so gelten für eine Existenzgründung AG beispielsweise andere Voraussetzungen als für eine GmbH.
Checkliste: Was sind meine nächsten Schritte?
Was können Sie jetzt als nächstes tun? Nach der 72-Stunden-Regel müssen Sie mit Ihrem Vorhaben innerhalb der nächsten 3 Tage aktiv werden, um eine 99%-Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen. Mit jedem der folgenden Schritte erfüllen Sie die 72-Stunden-Regel:
- Kontaktieren Sie einen Experten für Existenzgründung in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen bei allen Fragen Ihres Gründungsvorhabens weiterhelfen. Auch bei der Wahl der Förderungen, der Kreditbeschaffung oder beim Businessplan kann dieser Ihnen helfen.
- Sofern Sie Ihre privaten Kosten abdecken möchten, ist eventuell der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt für Sie interessant.
