Die Handwerkskammer und Existenzgründung

Bei der Gründung eines eigenen Unternehmens treten zahlreiche Fragen auf. Zuerst gehört dazu natürlich die intensive Beschäftigung mit der Geschäftsidee selbst und ihrer konkreten Umsetzung: Der Markt und die Konkurrenz muss analysiert werden. Eine Liste potenzieller Kunden und ihre Erreichbarkeit sollte angelegt werden. Werbemaßnahmen müssen beschlossen und eventuell Räume angemietet werden. Darüber hinaus sollte man als Existenzgründer über Grundlagenwissen in Betriebswirtschaft verfügen, um dem Berg von Zahlen, Belegen und Vorschriften gewachsen zu sein. Zum Teil erhält man gute Antworten durch Recherche im Internet oder durch Nachlesen in entsprechender Ratgeberliteratur. Sinnvoll ist es jedoch, zusätzlich an einem Existenzgründung Kurs teil zu nehmen. Angebote gibt es beispielsweise bei der Handwerkskammer Existenzgründung.

Die Vorteile liegen nicht nur in der Information, sondern auch in der Möglichkeit, andere Menschen in der gleichen Situation kennen zu lernen. Daraus kann sich ein fruchtbarer Austausch entwickeln, der vielleicht in einen hilfreichen Kontakt über die Dauer des Kurses hinaus mündet. So kann jeder Gründer von den Erfahrungen der anderen profitieren, stößt im Gespräch auf unbekannte Problemfelder, interessante Lösungen oder kann selbst zu verschiedenen Themen Hilfe anbieten.Die Handwerkskammer Existenzgründung berät aber auch – genauso wie die Ihk Existenzgründung - zu verschiedenen wichtigen Themengebieten für den Schritt in die Selbständigkeit. Für den Gründer stellt sich z.B. die Frage nach dem Standort seines Unternehmens. Hier können Informationen zur Existenzgründung EU und ihren spezifischen Regelungen sinnvoll sein.

Auch die Vor- und Nachteile der geplanten Rechtsform des Unternehmens, beispielsweise eine Existenzgründung AG, sollten vorab mit professionellen Beratern besprochen werden.Einen weiteren wichtigen Punkt für die Inanspruchnahme von Hilfestellung bei der Handwerkskammer Existenzgründung stellt der finanzielle Aspekt auf dem Weg zum eigenen Chef dar. Ein detaillierter und realistischer Geschäftsplan hilft, sich und andere vor unliebsamen Überraschungen zu schützen. Am Besten ist es, selbst einen Plan zu entwickeln und diesen dann im Beratungsgespräch zu korrigieren. So ist der eigene Lern- und Erfahrungseffekt am größten. Schließlich muss man als Selbständiger künftig auch zahlreiche Entscheidungen alleine fällen. Benötigt man beispielsweise als Existenzgründer 39000 Euro, muss diese Summe über Bankkredite oder Existenzgründer Darlehen aufgebracht werden. Für diese Darlehen gibt es spezielle Anlaufstellen und Richtlinien. Der geschulte Berater bei der Handwerkskammer Existenzgründung kann bei der Antragsstellung behilflich sein. Außerdem kann er auf eventuell unrealistische oder unsichere Kalkulation aufmerksam machen. Bei der Finanzplanung sind nämlich besonders in Deutschland zahlreiche steuerliche Regelungen zu beachten, z.B. der Investitionsabzugsbetrag Existenzgründer. Schon mancher wurde von Forderungen nach Steuerrückzahlungen überrascht, die nicht einkalkuliert worden waren. Es ist darum nötig, auch in dieser Hinsicht ständig aktuell informiert zu sein.

Checkliste: Was sind meine nächsten Schritte?

Was können Sie jetzt als nächstes tun? Nach der 72-Stunden-Regel müssen Sie mit Ihrem Vorhaben innerhalb der nächsten 3 Tage aktiv werden, um eine 99%-Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen. Mit jedem der folgenden Schritte erfüllen Sie die 72-Stunden-Regel:

  • Kontaktieren Sie einen Experten für Existenzgründung in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen bei allen Fragen Ihres Gründungsvorhabens weiterhelfen. Auch bei der Wahl der Förderungen, der Kreditbeschaffung oder beim Businessplan kann dieser Ihnen helfen.
  • Melden Sie sich für unser Forum an und diskutieren Sie Ihre Fragen mit anderen Gründern.
  • Sofern Sie Ihre privaten Kosten abdecken möchten, ist eventuell der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt für Sie interessant.