Informationen für Existenzgründer

Der Weg zum eigenen Unternehmen will gut überlegt sein. Wer für seinen beruflichen Wunschtraum außerdem auf ein sicheres Einkommen verzichtet, sollte Enttäuschungen in der Selbständigkeit möglichst vorbeugen. Dazu gehören umfassende Informationen für Existenzgründer. Zu den Themen und Gedanken vor einer Firmengründung gehören unter anderem die Analyse der eigenen Motivationsfähigkeit und Einsatzbereitschaft (als Selbständiger wird die mit Arbeit verbrachte Zeit eher mehr als weniger), fundiertes Wissen über die Branche – eventuell können Fortbildungen weiterhelfen – und natürlich personelle, räumliche und finanzielle Fragen. Ist ein Partner oder eine Familie vorhanden, sollten diese Personen in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. Gerade in der schwierigen Anfangszeit ist es hilfreich, von Nahestehenden immer wieder den Rücken gestärkt zu bekommen.

In Deutschland bieten verschiedene Institutionen aber auch gewerbliche, d.h. kostenpflichtige Berater Informationen für Existenzgründer an. Besonders bei einem gewählten Standort außerhalb von Deutschland, beispielsweise in der EU oder als Existenzgründung USA, müssen zahlreiche rechtliche und steuerliche Regelungen berücksichtigt werden, das fängt bei den Einreisebestimmungen an und hört bei der Arbeitserlaubnis noch nicht auf. Aber auch das deutsche Steuersystem bietet zahlreiche Fallstricke, die es zu umgehen gilt. Ein Beispiel ist die Ansparabschreibung für Existenzgründer. Seit der Unternehmenssteuerreform von 2008 wird diese als Investitionsabzugsbetrag behandelt. Damit können Firmen finanzielle Rücklagen bilden, weil Abschreibungen vorverlagert werden können. Es handelt sich also um einen Liquiditätsvorteil - der Existenzgründer muss aber von dieser Möglichkeit wissen! Hat man keinen Steuerberater, ist es wichtig, sich selbst ständig auf dem Laufenden zu halten.

Informationen für Existenzgründer liefern außerdem Bücher, das Internet oder eine Existenzgründer Messe. Hier können sinnvolle Kontakte geknüpft werden, die im weiteren Berufsleben als eigener Chef wichtig sind. Wie in Internetforen auch ist der Austausch mit Menschen in der gleichen Lebenssituation ein großer Vorteil. Auf einer entsprechenden Fachmesse erhält man außerdem Auskünfte über mögliche finanzielle Förderung seitens des Staats oder andere Hilfsangebote.Stellt man anhand eines Businessplans beispielsweise fest, dass man als Existenzgründer 39000 Euro benötigt, sollte dieser Geschäftsplan einer Bank im Gespräch über einen entsprechenden Kredit vorgelegt wird.

Die vorherigen Informationen für Existenzgründer und ein detaillierte Vorbereitung sind dabei wichtige Voraussetzungen, um den Ansprechpartner zu überzeugen und den Kredit zu erhalten. Das Gleiche gilt auch für Beratungsgespräche beim Arbeitsamt, das für die Vergabe von speziellen Darlehen zu bestimmten Bedingungen die richtige Anlaufstelle ist. Eine Möglichkeit, gut vorbereitet zu sein besteht in einer Checkliste Existenzgründung. Es gibt dafür zahlreiche Vordrucke im Internet oder in der Ratgeberliteratur. Selbst verfasste Listen sollten unbedingt mit bereits existierenden abgeglichen werden, damit kein wichtiger Punkt in Vergessenheit gerät.

Checkliste: Was sind meine nächsten Schritte?

Was können Sie jetzt als nächstes tun? Nach der 72-Stunden-Regel müssen Sie mit Ihrem Vorhaben innerhalb der nächsten 3 Tage aktiv werden, um eine 99%-Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen. Mit jedem der folgenden Schritte erfüllen Sie die 72-Stunden-Regel:

  • Kontaktieren Sie einen Experten für Existenzgründung in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen bei allen Fragen Ihres Gründungsvorhabens weiterhelfen. Auch bei der Wahl der Förderungen, der Kreditbeschaffung oder beim Businessplan kann dieser Ihnen helfen.
  • Sofern Sie Ihre privaten Kosten abdecken möchten, ist eventuell der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt für Sie interessant.