Die Kfw und Existenzgründung

Die vormalige Kreditanstalt für Wiederaufbau, heute Bankengruppe Kfw, bietet nicht nur Informationen und individuelle Beratung, sondern auch für Existenzgründer Darlehen an. Diese sind auf die speziellen Anforderungen beim Schritt in die Existenzgründung Selbständigkeit zugeschnitten. Benötigt ein Gründer z.B. für die Existenzgründung 30000 Euro, hat er verschiedene Anlaufstellen zur Auswahl, um Zuschüsse für Existenzgründer zu beantragen. Eine davon ist die Kfw Existenzgründung, die mehrere Programme und Initiativen für unterschiedliche Zielgruppen hat. Eine andere Möglichkeit ist die finanzielle Förderung durch das Arbeitsamt.Die Kfw Existenzgründung vergibt unter anderem das so genannte „Kfw-StartGeld“, das für Existenzgründer, Freiberufler und kleine Unternehmen gedacht ist, die weniger als drei Jahre am Markt tätig sind. Eine andere Förderung der Kfw Existenzgründung sind der „Kfw-Unternehmerkredit“ (für Existenzgründer, mittelständische Unternehmen und freiberuflich Tätige, die in Deutschland investieren.) sowie das „Kfw-Sonderprogramm“ (für Freiberufler und gewerbliche Unternehmen, die Finanzierungsbedarf für Vorhaben in Deutschland haben).

Auch für die Nachfolgefinanzierung, wenn das eigene Unternehmen bereits läuft, die ersten Hürden überwunden sind, aber dennoch eine Finanzspritze für Investitionen oder besondere Vorhaben nötig ist, hat die Kfw Existenzgründung passende Programme. Dazu zählen unter anderem das „ERP-Kapital für Gründung“ (für Existenzgründer und junge Unternehmer bis drei Jahre nach Geschäftsbeginn), das „Kfw-Kapital für Arbeit und Investitionen“ (für etablierte Unternehmen, die seit mehr als drei Jahren am Markt tätig sind) und – für Innovationsfreudige auf der Suche nach dem richtigen Geldgeber - das „ERP-Innovationsprogramm“ (für Forschung- und Entwicklung bzw. Markteinführung von Produkten innovativer Unternehmen, die seit mehr als zwei Jahren am Markt tätig sind).

Neben der Notwendigkeit finanzieller Unterstützung ist aber auch das Hintergrundwissen ein entscheidender Faktor für das unternehmerische Gelingen. Verschiedene Institutionen (z.B. das Arbeitsamt und die IHK) bieten Kurse für die fachliche Weiterbildung an. Sinnvoll ist beispielsweise eine Schulung in Betriebswirtschaftslehre für Existenzgründeroder auch das Ergänzen von Fähigkeiten am Computer. Schließlich muss ein Gründer einen meist für sie/ihn neuartigen Organisations- und Verwaltungsaufwand betreiben. Nur ein Beispiel dafür ist der korrekte Umgang mit Existenzgründer Steuern. Dazu kommen noch andere Bereiche wie Versicherung, das Einstellen von Mitarbeitern, Finanzkalkulation, das Initiieren von Werbemaßnahmen usw.

Hilfreich kann dafür ein Coaching Existenzgründung sein. Dies wird allerdings meist von Beratungsfirmen angeboten, die sich ihre Dienstleistung natürlich bezahlen lassen. Nicht jeder kann und will sich das leisten, obwohl der Lerneffekt in einer eins zu eins-Schulungssituation immens ist. Die Kosten sollten vorab kritisch gegen den zu erwartenden Nutzen abgewogen werden. Meist lohnt sich der finanzielle Aufwand nur, wenn man richtig groß ins Geschäft einsteigen will, anspruchsvolle Kunden und hohe Geldbeträge erwartet.

Checkliste: Was sind meine nächsten Schritte?

Was können Sie jetzt als nächstes tun? Nach der 72-Stunden-Regel müssen Sie mit Ihrem Vorhaben innerhalb der nächsten 3 Tage aktiv werden, um eine 99%-Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen. Mit jedem der folgenden Schritte erfüllen Sie die 72-Stunden-Regel:

  • Kontaktieren Sie einen Experten für Existenzgründung in Ihrer Nähe. Dieser kann Ihnen bei allen Fragen Ihres Gründungsvorhabens weiterhelfen. Auch bei der Wahl der Förderungen, der Kreditbeschaffung oder beim Businessplan kann dieser Ihnen helfen.
  • Sofern Sie Ihre privaten Kosten abdecken möchten, ist eventuell der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt für Sie interessant.