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Veröffentlicht in: Gründung
28.03.2011

Der Darboven IDEE-Förderpreis 2011

Ausschreibung: 75.000 Euro für die Gewinnerin

Hamburg, im Februar 2011. Der Darboven IDEE-Förderpreis feiert dieses Jahr ein besonderes Jubiläum: Zum 10. Mal wird die renommierte Auszeichnung verliehen. Sie richtet sich an Frauen, die ihre innovativen und zukunfts-orientierten Geschäftsideen mit Tatkraft und Ausdauer verwirklichen wollen, um sich dauerhaft eine Existenz als Unternehmerin aufzubauen.

„Hoch motivierte Existenzgründerinnen mit einer Erfolg versprechenden Geschäfts-idee sind ein wichtiger Stützpfeiler, um dieWettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten“, so Albert Darboven, Inhaber und Geschäftsführer des Hamburger Traditionsunternehmens J.J. Darboven. Dies hat den Kaffeeröster und Stifter bewogen, den Förderpreis zu gründen. Der Darboven IDEE-Förderpreis unterstützt die Geschäftsideen der Preisträgerinnen mit 75.000 Euro. Damit werden nicht nur die herausragenden Konzepte prämiert. Richtig eingesetzt, verschafft es den Existenzgründerinnen eine finanzielle Grundlage, um ihre kreativen Ideen für neue Produkte und innovative Geschäftskonzepte fit für die Vermarktung zu machen und ihr neu gegründetes Unternehmen erfolgreich und langfristig am Markt zu positionieren.

Die Jury

Ausgewählt wird die Preisträgerin durch eine hochkarätige Jury. Sie besteht aus Prof. Dr. Sonja Bischoff, Dr. Willi Hausmann, Norbert Leopoldseder, Dr. Anita Plantikow, Prof. Dr. Dr. Volker Schaub, Dr. Henning Voscherau, Prof. Dr. Karin von Welck und Dr. Frauke Petry. Die entscheidenden Kriterien sind dabei der Neuigkeitsgrad der Geschäftsidee, der bereits erzielte bzw. zu erwartende unternehmerische Erfolg, das persönliches Engagement der Gründerin und die  Anzahl der geschaffenen bzw. zu erwartenden neuen Arbeitsplätze. Seit 1997 wird der Darboven IDEE-Förderpreis inzwischen alle zwei Jahre an Frauen vergeben. Teilnahmeberechtigt sind Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen, die nicht länger als drei Jahre selbstständig sind.

Preisträgerin 2009

Die Auszeichnung des Darboven IDEE-Förderpreises erhielt zuletzt Frau Dr. Frauke Petry. Die promovierte Chemikerin überzeugte die Jury mit einer herausragenden Produktidee: einen neuartigen, ökologischen Polyurethan-Kunststoff auf Wasser-basis. Der Name: HydroPUR. Er wird in Reifen gefüllt, um ihre Lebensdauer deutlich zu verlängern. Besonders großes Interesse an dem biologisch abbaubaren Kunststoff besteht in der Industrie. Denn HydroPUR wird vor allem dort eingesetzt, wo die Pannenhäufigkeit bei Reifen am größten ist: bei Baumaschinen, Logistik-, Müll- oder Sicherheitsfahrzeugen. Doch auch im privaten Bereich findet der elastische Kunststoff Absatzmöglichkeiten. So kommt er bei Rollstühlen und Rasenmähern zum Einsatz. Darüber hinaus hat Frau Dr. Petry weitere Anwendungs-felder im Blick. So soll HydroPUR unter anderem auch als Dämmstoff in der Bauwirtschaft verwendet werden. 

Engagement, Durchsetzungskraft und der Wille zur Selbstständigkeit zeichnen die 35-jährige Geschäftsfrau als Gewinnerin des Darboven IDEE-Förderpreises 2009 aus. Die gebürtige Dresdnerin ist eine Unternehmerpersönlichkeit, die ihr Ziel nie aus dem Auge verloren hat.  Mit unternehmerischem Geschick und Feingefühl entwickelte sie ein tragfähiges Firmenkonzept und gründete im März 2007 die PURinvent GmbH. Heute ist das Unternehmen weltweit der einzige Hersteller dieses neuartigen Kunststoffs als Schutz gegen Reifenpannen.

Die Bewerbungsunterlagen können ab sofort unter www.darboven.com down-geloaded oder unter der folgenden Anschrift angefordert werden:

segmenta pr

Ute Lund

Feldbrunnenstraße 52

20148 Hamburg

Telefon 040/44 11 30-24

Telefax 040/45 97 22

E-Mail ifp@segmenta.de

 

Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011; die Preisverleihung findet am 10. November 2011 in Hamburg statt.

Veröffentlicht in: Beratung und Coaching
14.09.2010

Entrepreneurship Summit 2010

Auf Anfrage möchten wir auf eine Veranstaltung hinweisen. Veranstalter ist u.a. Prof. Günter Faltin, dessen Buch "Kopf schlägt Kapital" wir vor einiger Zeit rezensiert hatten. Hier alles Weitere:

Entrepreneurship Summit 2010, „Entrepreneurial Design“


Entrepreneurship bietet die Chance, mit unkonventionellen Ideen und Sichtweisen zu arbeiten und gerade damit erfolgreich am Wirtschaftsleben teilzuhaben. Eine solche «Kultur des Unternehmerischen» bezieht bewusst gesellschaftlich engagierte Menschen ein, die bisher in der Welt der Wirtschaft weder für sich Handlungschancen sahen, noch als Anreger oder Akteure ernst genommen wurden. Sie legen den Finger auf Zustände, die verbesserungswürdig sind. Bei ihnen spürt man die Energie, auch wirklich etwas verändern zu wollen - und nicht mehr darauf zu warten bis Großorganisationen wie Parteien oder Verbände aktiv werden. Entrepreneurship als Weg, Vorstellungen schneller und präziser umzusetzen und sich dabei sogar eine ökonomische Lebensperspektive zu eröffnen.

Wir konnten Prof. Julian Nida-Rümelin, ehem. Staatssekretär für Kultur und Medien für eine der Keynotes gewinnen. Jens Mittelsten Scheid, Mitglied der traditionsreichen Unternehmerfamilie Vorwerk und diesjähriger Preisträger des Deutschen Stifterpreises ist für seinen Beitrag zu ‚Eigeninitiative in der Zivilgesellschaft‘ bekannt. Mit fast 30 Impulsgruppen bieten wir eine Vielzahl von hochkarätigen Angeboten. Dadurch finden zahlreiche Veranstaltungen parallel statt. Wir werden versuchen, möglichst viele Impulsgruppen aufzuzeichnen und den Teilnehmern des Summit zugänglich machen.

Unsere Gesellschaft braucht mehr unternehmerische Initiativen, die nicht neue Bedürfnisse herauskitzeln, sondern auf vorhandene Probleme mit ökonomischer, sozialer, aber auch künstlerischer Phantasie antworten. Wir freuen uns, dass als prominentes Beispiel hierfür Nena zu uns kommt. Die bekannte Popsängerin gründete die „Neue Schule Hamburg“ – ein Engagement für Social und Educational Entrepreneurship.

Stärker als in den Vorjahren werden wir Angebote zur Vernetzung der Teilnehmer untereinander machen. Detailliertes Programm und Anmeldung: www.entrepreneurship-summit.de

Datum:            Samstag, 6. November 2010
Leitung:             Prof. Faltin
Kooperationspartner:      Freie Universität Berlin; BMW Stiftung Herbert Quandt
Medienpartner:        „enorm- Magazin – Wirtschaft für alle“, FORUM Nachhaltig Wirtschaften
Ort:                 Henry-Ford-Bau, Freie Universität Berlin, Garystraße 35, 14195 Berlin
Zeit:                ca. 8-20 Uhr
Kostenbeitrag:        35 Euro/25 Euro

Veröffentlicht in: Geschäftsidee
21.01.2010

Buchrezension: Günter Faltin, Kopf schlägt Kapital

Über die Weihnachtstage habe ich habe ich die Zeit hauptsächlich mit Lesen und Weiterbildung verbracht. Ein Buch, welches mir ein Freund empfohlen hatte, ist dabei besonders hervorgestochen. Deshalb möchte ich es hier vorstellen.
Der Titel des Buches ist "Kopf schlägt Kapital, Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneu zu sein." Es ist in sechster Auflage beim Hanser Verlag erschienen. Der Autor Günter Faltin ist Professor für Unternehmensgründung an der Freien Universität Berlin. Auf der verlinkten Wikipedia-Seite sind eigentlich alle wichtigen Daten und Links zur Person zu finden, weshalb ich mir hier eine ausführliche Beschreibung spare und direkt mit dem Buch anfange.

Die Kernthese

Das Buch rückt die Gründungsidee in den Mittelpunkt der Betrachtung. Es stellt die Behauptung auf, dass deren Qualität maßgeblich über Erfolg und Misserfolg eines jungen Unternehmens entscheidet. Wobei "Qualität" nicht unbedingt neuartig und innovativ meint, sondern eher das Konzept und dessen Ausarbeitung beschreibt. Faltin rückt in seinem Buch stark vom althergebrachten Mythos der Patentgründung ab, in dem Absolventen mit Hilfe von finanzstarken Partnern ihre Patente oder universitären Entwicklungen an den Markt bringen. Für ihn ist die funktionelle Komponente jedweder Idee wichtig, also deren Nutzen, deren Einfachheit, deren Vorteile und Verbesserungen. Ob es sich dabei dann um eine neue Maschine, eine neues Medikament oder einen Kiosk handelt, ist eher nebensächlich.

Die vorgestellte Art von konzept-kreativer Gründung räumt mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf, und das ist meines Erachtens eine Stärke des Buches: Den Fokus auf Business Administration. Die Mär, jeder Gründer müsse in erster Linie Experte für Finanzfragen und Geschäftsbedingungen sein, ist weit verbreitet. Dass man aber ohne gute Idee, ohne tragfähiges, einleuchtendes Geschäftskonzept langfristig keinen Erfolg haben wird, den es zu verwalten gibt, fällt oft unter den Tisch.

Im konzeptionellen Teil des Buches wird beschrieben, wie aus einer Idee ein Konzept wird. Beispielsweise können bereits vorhandene Komponenten zu einem effektiveren Workflow neu kombiniert werden. Durch Konzentration können Skaleneffekte preislich an den Kunden weiteregegeben werden. Nicht zuletzt der Hinweis, möglichst viele Aufgaben - nicht zuletzt auch die Business Administration - an externe Experten abzugeben, um sich möglichst ausschließlich auf den Kern der Gründungsidee konzentrieren zu können.

Tipps zur Ideenfindung

Am angewandtesten wird das Buches mit den die Hinweisen zur Ideenfindung. Die wichtigsten sind dabei:

  • Neue Ideen nicht direkt beurteilen oder bewerten. Nicht direkt die Umsetzung und mögliche Schwierigkeiten "erdenken", sondern allen Ideen eine Chance geben, sich im Konzept zu bewähren.
  • Funktionen statt Konventionen: Radikal alles bestehende in Frage stellen: geht es besser, schneller, billiger, mit moderneren Mitteln? Nicht nur einzelne Bereiche, den kompletten Prozess neu denken.
  • Kann Vorhandenes neu kombiniert werden?
  • Kann Vorhandenes mehr als nur eine Funktion erfüllen? Gibt es einen Mehrfachnutzen, fällt irgendwo etwas an oder ab, was ich kostenlos mitnutzen kann?
  • Kann Arbeit in Spaß verwandelt werden? Gibt es mitmach-Möglichkeiten, Events, um Kunden einzubinden?

Diese z.T sehr abstrakten Hinweise ergeben sich meistens aus den Beispielen heraus, die im Buch genannt werden. So werden sie anschaulich und verständlich.

Fazit

Ich muss sagen, das Buch macht Mut und Lust auf mehr! Es bestärkt alle als Spinner und Lebenskünstler verschriehenen Menschen, Ihre Ideen und Visionen Ernst zu nehmen und zu entwickeln. Es fordert auf, sich über die Ideenfeindlichkeit vieler Mitmenschen hinwegzusetzen und (s)einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Verbesserung zu leisten.

Was ich beim Lesen vermisst habe, ist die konkrete Anwendung. Als Professor schreibt Günter Faltin ein wenig an der Wirklichkeit vorbei, auch wenn er einige Beispiele erfolgreicher Gründungen (auch seine eigenen) nennt. Diese wiederholen sich aber im Laufe des Buches, genau wie sich viele Aussagen oft wiederholen. Was mit fehlt, ist ein Beispiel aus der täglich Arbeit als Entrepreneur-Coach. Es blitzte kurz durch, als Faltin ein fitkives Gespräch mit einem Restaurantgründer beschreibt und mögliche Fragen auflistet, mit denen er das konkrete Projekt bewertet. Solch eine Fragen-Liste aus dem Alltag, mit der man seine konkrete Idee bewerten kann, wäre schön gewesen.

Ansonsten: Prädikat lesenswert.

Veröffentlicht in: Beratung und Coaching
29.10.2009

Existenzgründer Philosophie - mit der richtigen Einstellung zum Erfolg

Wie oft hört man die immer gleichen Sprüche: Als Selbstständiger sind die Zeiten geregelter Arbeitszeit vorüber. 60-Stunden und mehr sind keine Seltenheit. Man hat niemanden mehr über sich, aber auch keinen mehr neben sich. - Stimmt alles! Aber jetzt mal ernsthaft: Wer arbeitet denn heutzutage noch sein 38,5 Stunden? Viele Arbeitnehmer sind heute schon Überstundenweltmeister. Und die Verantwortung wird auch nicht geringer - im Gegenteil: Je unsicher die Beschäftigungsverhältnisse werden, die Ansprüche seitens des Arbeitgebers steigen trotzdem stetig. Von den Beamten einmal abgesehen: Die Selbstständigkeit ist heutzutage genauso sicher oder unsicher wie jedes normale Beschäftigungsverhältnis auch. Nur mit dem großen Vorteil, dass Ihre persönliche Zukunft nicht mehr vom Geschick oder Ungeschick Ihrer Vorgesetzten abhängt. Sie haben sie selbst in der Hand!

Die Philosophie für Existenzgründer besteht aus drei Teilen: Selbstverwirklichung, Geld und Zeit. Man gründet, weil man von seinen Ideen überzeugt ist und etwas auf dieser Welt anstoßen und verändern will. Man ist ein Problemlöser, der in einem Bereich Lösungen anbietet, die es noch nicht gibt, aber dringend benötigt werden. Der Existenzgründer verwirklicht sich selbst, nicht fremdbestimmt, und erntet den Erfolg seiner Arbeit für sich. Denn der zweite Teil der Philosophie ist Geld. Nur die Selbstständigkeit gibt einem die Chance, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Geld ist wichtig, und wer das bestreitet, ist aller Vorraussicht nach pleite. Der dritte Faktor ist Zeit - das Einzige, was man nicht vermehren kann. Es ist hundertprozentig legitim, wenn Sie sich selbstständig machen mit dem Ziel, mehr Zeit für sich, Ihre Hobbys, Ihre Familie oder andere Dinge neben der Arbeit zu haben. Denn auch hier führt nur die Selbstständigkeit zum Erfolg. Denken Sie an den Spruch: "Ein gutes Unternehmen erkennt man daran, dass es auch ohne den Chef läuft".

Veröffentlicht in: Gründung
27.10.2009

Die 72 Stunden Regel

Wie oft kommt es vor: Man wacht nachts auf oder steht unter der Dusche, und plötzlich schießt einem eine neue Idee durch den Kopf. Oder die Lösung für ein brennendes Problem in der Firma. Oder ein neuer Geschäftsbereich. Oder eine Optimierungsmaßnahme. Oder, oder, oder. Die meisten dieser Ideen versanden im Nichts. Nicht weil sie nicht gut sind, sondern weil sie vergessen oder abgetan werden. Vergessen, weil man sie sich nicht aufschreibt. Abgetan, weil sie im Moment vielleicht nicht umsetzbar sein, zu teuer, zu aufwendig, oder weil Sie einfach keine Lust haben (soll ja auch manchmal vorkommen :-).

Ich behandele jede solcher Ideen schon seit Jahren nach der 72 Stunden Regel. Die besagt, dann man für jede neue Idee, jedes Vorhaben innerhalb der ersten 72 Stunden den ersten Schritt tun muss, sonst sinkt die Chance auf Erfolg auf unter 1%. Keine Ahnung, ob das jemand mal statistisch erhoben hat, ich glaubs ja nicht. Aber aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Als Unternehmer kannt man das ja: "Die beste Zeit zum Anfangen ist jetzt."

Ich glaube, das Problem der meisten Leute mit der 72 Stunden Regel ist, dass sie viel zu überambitioniert an diesen ersten Schritt herangehen. Sie müssen dafür ja nicht gleich den Maschinenpark bestellen oder die Projektgruppe einrichten! Meine Erfüllung der 72-Stunden-Regel ist, dass ich über meine Idee 5 Minuten Brainstorming mache, bis absolut nichts mehr kommt, und die Ergebnisse in ein Mindmap schreibe. Das Mindmap kommt dann in den Ideen-Ordner (als Ausdruck abheften oder digital auf dem Fileserver). Das ist der erste Schritt - 72 Stunden Regel erfüllt! Die Idee oder das vorhaben ist nicht weg, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, ein gutes Konzept wegzuschmeißen. Alles ist aufgeschrieben, Sie haben den Kopf frei. Wenn die Zeit reif, die Lust oder das Geld da ist, holen Sie das Mindmap hervor und sind direkt wieder im 72-Stunden-Status. Dann kanns losgehen.