Veröffentlicht in: Finanzen Blog
15.05.2012

Die richtige Honorarkalkulation

Viele Existenzgründer sind darauf angewiesen, für den beruflichen Start einen Kredit aufzunehmen. Ob es sich dabei nun um einen Kredit von der Bank oder um einen Förderkredit handelt, spielt insofern keine Rolle: Zurückgezahlt werden müssen alle Darlehen. Vor allem Freiberufler können sich anfangs hier schwer tun, denn sie verdienen meist recht wenig zu Beginn ihrer Karriere.

Die Honorarberechnung 

Wichtig ist, von Anfang an das Honorar richtig zu berechnen. Am besten hilft hier eine genaue Aufstellung der Arbeitstage pro Jahr, der geplanten Urlaubstage und der eventuellen Kranktage. Auch solche müssen mit einkalkuliert werden. Wichtig ist, dass die Wochenenden auch als solche eingerechnet werden, denn es wird noch oft genug vorkommen, dass sie als Arbeitstage herhalten müssen. Aus allen möglichen Tagen ergibt sich eine Stundenzahl, die pro Jahr geleistet wird. Durch die Aufrechnung der Ausgaben, die beruflich und privat entstehen, ergibt sich mit Hilfe der berechneten Stunden ein Betrag, der mindestens eingenommen werden muss.

Damit ist aber lediglich die Kostendeckung erreicht. Ein Gewinn soll erwirtschaftet werden, also muss auch dieser zu einem gewissen Prozentsatz eingeplant werden. Bei der Stundenberechnung wird übrigens in produktive und unproduktive Stunden unterschieden. In den produktiven Stunden wird eine Leistung erbracht, die einem Kunden in Rechnung gestellt werden kann. Die unproduktiven Stunden werden den Kunden im Prinzip anteilig ebenfalls in Rechnung gestellt, sie werden aber für Organisation und Verwaltung in Anspruch genommen.

Hilfe bei der Honorarberechnung

Wer als Existenzgründer mit der Honorarberechnung überfordert ist, findet natürlich Hilfe. Zum einen sind hier die Orientierungen für Honorare der Berufsverbände zu nennen. Sie geben eine Richtlinie vor und ermöglichen einen Vergleich. Auch ein Blick auf die Konkurrenz ist ratsam, damit das eigene Honorar sich weder deutlich darüber noch weit darunter ansiedelt. Natürlich müssen die persönlichen Verhältnisse berücksichtigt werden, aber auch Kunden werden den Vergleich vornehmen und sich fragen, warum die Unterschiede bestehen.

Sehr hilfreich ist überdies der Honorar-Rechner. Er verwertet die oben genannten Daten und errechnet daraus das Honorar, das theoretisch eingenommen werden muss, um Ausgaben zu decken und den Gewinn zu erwirtschaften. Damit lässt sich das Honorar schnell und einfach berechnen.

Wichtig: Alle Angaben sind ohne Gewähr! (Stand: April 2012)


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