Interview mit einem Franchise-Geber: „Es muss passen“

Geschäftsführer Peter Mauel in einer seiner Bäckereien. / Foto: Mauel 1883

Franchising ist für viele Gründer ein Thema. Wie haben mit Peter Mauel gesprochen. Er ist der Geschäftsführer von Mauel 1883 und Franchisegeber. Insgesamt hat das Unternehmen 25 Filialen.

 

Worauf achten Sie bei der Auswahl Ihrer Franchise-Nehmer?

Es gibt vor der ersten Entscheidung immer zunächst einmal einige Probetage. Dort wird ganz genau geschaut, ob man überhaupt zusammenarbeiten kann. Und es wird geschaut, ob es passt oder nicht. Denn das Verhältnis muss stimmen. Gerade im Cafébereich haben die Partner die Möglichkeit, vieles sehr individuell zu machen. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Bäckerei immer gut und deutlich wahrzunehmen ist. Und damit müssen unsere Franchise-Nehmer einverstanden sein.

 

Wie schätzen Sie denn das Risiko als Franchise-Geber ein?

Für uns war das Risiko eher gering, da viele unserer Franchise-Nehmer aus unseren eigenen Reihen kamen. Zum Beispiel aus dem Verkauf. Zu einem Risiko könnte es nur kommen, wenn etwa unser Name leiden würde. Wenn zum Beispiel von den Franchise-Nehmern alte Backwaren als frische Ware verkauft würden. Das würde natürlich gar nicht gehen. Und da müsste man dann auch Konsequenzen ziehen.

 

Wie sind Sie auf das Franchise-Modell gekommen?

Für uns ist es immer schwieriger geworden, so viele Mitarbeiter zu führen. Außerdem können unsere Franchise-Nehmer immer sehr viel flexibler handeln als wir es aus der Zentrale heraus könnten. Denn sie sind vor Ort und können spontan entscheiden, ob vielleicht gerade Zeit dafür ist, Bürokram zu erledigen. Darum haben wir uns für das Franchise-Modell entschieden. Es ist uns aber dennoch wichtig, dass das in einem überschaubaren Rahmen bleibt. Wir möchten nicht von 25 Franchise-Filialen plötzlich auf 50 springen.

Vielen Dank für das Interview!