Existenzgründung als Student

Viele Studenten spielen schon während ihres Studiums mit dem Gedanken der Existenzgründung. Und eine ganze Reihe setzt ihre Pläne auch um: Jeder dritte Gründer in Deutschland hat laut KfW-Bank einen Hochschulabschluss in der Tasche! Gehörst Du auch dazu?

Viele Studenten arbeiten bereits nebenher freiberuflich oder sie gründen während oder nach ihrem Studium ihre eigene Firma. Selbstständigkeit ist eine spannende Alternative zum Leben als Festangestellter! Man hat deutlich mehr Freiheit - privat und beruflich. Man ist sein eigener Chef und baut sich seinen Traumjob selbst auf. Aber man sollte es richtig anpacken, damit die Freiheit nicht zum Problem wird.

Studentin und Gründerin
Als Studentin gründen

Jeder Mensch kann ein erfolgreiches Unternehmen gründen - egal, wie alt man ist. Das sagen Profis, die sich seit Jahren mit dem Thema Existenzgründung beschäftigen. Mehr dazu auch in unserem Existenzgründer Blog.

Es gibt viele Vorteile, sich als Student selbstständig zu machen. Ein paar Argumente zur Auswahl:

  • Kompetenzen steigern: Wer sich selbstständig macht, der sammelt viel Berufserfahrung und berufliche Kompetenzen. Als Existenzgründer übernimmt man außerdem viel mehr Verantwortung als wenn man nur eine angestellte Hilfskraft ist. Das prägt fürs ganze Leben.
  • Referenzen sammeln: Ein eigenes Gründungsprojekt neben dem Studium ist eine sehr gute Referenz auf dem Lebenslauf. Ob das Projekt nun Geld abgeworfen hat oder nicht: Man beweist, dass man Eigeninitiative zeigt und Dinge selbstständig entwickeln kann. Genau danach suchen viele Arbeitgeber.
  • Geschäftsidee testen: Als Student kann man an seiner Kreativität freien Lauf lassen, ein eigenes Projekt testen, daran feilen und es verbessern ohne dass man auf den Erfolg angewiesen ist. Viele Produkte sind richtig gut, weil eben schon mehrere Jahre Entwicklungsarbeit in ihnen steckt.
  • Kein finanzieller Druck: Als Student muss man noch keine Familie versorgen und braucht wenig Geld. Viele sind außerdem finanziell abgesichert durch ihre Eltern. So wird die eigene Selbstständigkeit nicht geprägt von Geldsorgen, sondern von der Leidenschaft, ein neues Unternehmen aufzubauen.
  • Berufliche Alternative entwickeln: Und wenn die eigene Geschäftsidee zündet? Dann geht es nach dem Studium direkt los und man wird sein eigener Chef! Statt irgendwo als Junior Manager zu starten, hat man sofort alle Fäden in der Hand.


Finanzielle Unterstützung finden Studenten unter anderem bei einer Bank für Existenzgründer. Die KfW-Bank beispielsweise hat bestimmte Sonderprogramme und Konditionen, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für eine Existenzgründung in der EU interessant sind. Auch die Angebote anderer Geldinstitute sollten im Beratungsgespräch eingeholt und dann verglichen werden.


Businessplan für Studenten

Wer sich erfolgreich selbstständig machen will, der braucht einen klaren Plan. Und dieser Plan sollte schriftlich niedergelegt werden! Denn das geschriebene Wort zählt mehr als bloß ein Gedanke. Wir raten dazu: Einfach anfangen ohne große Struktur. Warum will ich mich selbstständig machen? (Mehr zu den Motiven gibt es hier). Was will ich anbieten? Wie sieht der Markt aus? Was kann ich und was kann ich nicht?

Profis erstellen einen eigenen Businessplan für Ihre Existenzgründung. Dort wird alles deutlich strukturierter zusammengefasst. Zielgruppen werden definiert, die Marktanalyse ist umfangreicher. Außerdem erstellt man einen klaren Plan, wie viel Geld man benötigt.

Auch Studenten, die als Freiberufler arbeiten, sollten sich mit einem Businessplan auseinandersetzen. Sie brauchen zwar nicht unbedingt einen kompletten Businessplan, aber letztlich müssen sie sich den gleichen Fragen stellen, wenn sie von ihrer Arbeit später hauptberuflich leben wollen.

Starten Sie am besten mit einer Mustervorlage für einen Businessplan. So haben Sie eine klare Struktur, an der Sie sich "abarbeiten" können. Die Vorlage hilft Ihnen, offene Fragen zu sammeln und dann Stück für Stück zu bearbeiten. Das kann schnell mehrere Wochen oder auch Monate dauern! 


10 Tipps für Existenzgründer

Ein Lesetipp von uns: Wir haben 10 Tipps für Existenzgründer zusammengestellt. Von der Planung übers Marketing bis zur Steuer - wir haben dort noch einmal einiges auf den Punkt gebracht.

Auch das Thema Marketing sollte von Existenzgründern nicht unterschätzt werden. Um ein neues Unternehmen am Markt zu platzieren, um Kunden zu gewinnen und um Aufträge zu erhalten, muss die Firma bekannt werden. Marketing ist für Existenzgründer also eine absolute Notwendigkeit. Die angemessenen Kosten dafür müssen natürlich in Relation zum erwarteten Nutzen stehen. Nur eine sorgfältige Marktanalyse, Informationsaustausch und das Vergleichen verschiedener Angebote kann beim Einschätzen des erforderlichen Werbebudgets helfen. Marketing muss strategisch angegangen werden, sonst verzettelt man sich zu leicht und überschreitet schnell den Finanzrahmen. Vielleicht gibt es hilfreiche Kommilitonen, die sich genau damit auskennen? Andernfalls helfen, neben der Lektüre von Ratgebern, Informationsveranstaltungen z.B. der IHK oder des Arbeitsamts.

Wer sich einmal selbstständig gemacht hat, der muss sich auch mit den "unangenehmen" Dingen beschäftigen. Ein eigenes Geschäftskonto ist da noch das leichteste. Aber bei Versicherungen für Existenzgründer wird es deutlich schwerer. Was brauche ich und was brauche ich nicht? Solche Fragen bespricht man am besten mit einem Finanz-Experten. Aber Vorsicht: Nicht sofort alles unterschreiben, sondern vergleichen, abwägen - und dann entscheiden!


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