Jungunternehmer und Selbstständige

Während Existenzgründer noch ganz am Anfang ihrer Selbstständigkeit stehen, sind Jungunternehmer schon mehrere Jahre im Geschäft. Sie haben den ersten Schritt gemacht und stehen mitten im „Business“.

Trotzdem stehen auch Jungunternehmer vor großen Herausforderungen. Sie haben gemerkt: Man muss immer wieder an der eigenen Firma arbeiten, damit „der Laden läuft“.

Manche Unternehmer sind völlig überarbeitet und laufen Gefahr, auszubrennen. Andere hsuchen nach einer neuen Herausforderung – innerhalb ihrer Selbstständigkeit. Wieder andere Unternehmer wollen ihren Umsatz steigern. Manche Firmeninhaber stehen sogar kurz vor dem Bankrott – und versuchen das Ruder herumzureißen. Falls Sie als Jungunternehmer daran interessiert sind, eine Firma zu kaufen, finden Sie dazu hier entsprechende Infos

 

Von neuen Geschäftsideen, inneren Wegweisern, finanziellen Krisen bis zur Büroorganisation: In dieser Rubrik werden die Probleme, Fragen und Herausforderungen der Jungunternehmer beschrieben.

Erfolgreicher Jungunternehmer
Erfolgreich selbstständig sein und bleiben.

Einfach Fördermittel beantragen und für die Zukunft vorsorgen.

Gerade mittelständische Unternehmen scheuen sich davor, Fördermittel zu beantragen. Ihre Sorgen: Zu viel Bürokratie für zu wenig Nutzen. Ein Fehler, erklärt Unternehmensberaterin Jadranka Lux erklärt. Die Firmen lassen das Geld auf der Straße liegen. Selbst für ungewöhnliche Dinge gibt es finanzielle Hilfen - und Beratung, die ebenfalls bezuschusst wird. 

 

Zu den Fördermitteln

Wie komme ich raus aus den Miesen? Finanzielle Krisen meistern.

Selbstständigkeit ist immer ein Risiko. Manchmal läuft es anders als man denkt. Die Ausgaben sind höher oder die Einnahmen zu niedrig. Die Firma gerät in die Schieflage, weil nicht genug finanzielle Reserven vorliegen. Was machen? Die Selbstständigkeit aufgeben? „Moment“, sagt Unternehmensberaterin Bettina Schwarz. Vielleicht gibt es ja noch Chancen, das Ruder herumzureißen.

 

Zum Thema "Sanierung"


"Schmeiß Kunden raus und geh spazieren" - Merksätze für Unternehmer

Viele Unternehmer bauen sich ihr eigenes Hamsterrad. Sie arbeiten zu viel, zu hart und denken zu wenig an sich selbst. Dadurch gefährden sie sich selbst als Person und ihren wirtschaftlichen Erfolg. Zeit für eine andere Perspektive! Folgende Merksätze, um sich selbst zu hinterfragen und einen gesunden und erfolgreichen Weg einzuschlagen.

 

Zu den Merksätzen.

Professionell beraten lassen und die Firma wieder in Schwung kriegen.

Auch für Jungunternehmer und langjährige Unternehmer gibt es öffentliche Fördermittel für eine gezielte Unterstützung. Dadurch wird ein Coaching nicht so teuer. Professionelle Unternehmensberater helfen dabei, die Firma wieder in Schwung zu kriegen.

 

Drei Gründe für einen Unternehmensberater

Jeder Unternehmer muss regelmäßig in seinen Betrieb investieren. Einfacher gesagt als getan. Denn es gibt immer wieder Berichte, dass sich Banken quer stellen. Selbst für relativ kleine Summen verlangen sie umfassende Unterlagen und einen hohen Zins. Hier wird eine Alternative beschrieben, wie man trotzdem an Geld kommt. 

Privatkredit für Jungunternehmer

Liquiditätsengpass: So überbrücken Sie Ihr finanzielles Tief

Vielen Unternehmen geht es grundsätzlich gut - und doch sind sie in der Krise. Manchmal kommt es kurzfristig zu Liquididätsengpässen. Hier müssen Sie schnell und verantwortungsvoll reagieren, um Ihre Firma zu retten. Erfahren Sie mehr über die Ursachen und Lösungsmöglichkeiten für Unternehmen. 

Liquiditätsengpässe lösen

Networking für Unternehmer

Angestellte haben ihre Mittagspause, um gemeinsam zu klönen und ihre alltäglichen beruflichen Probleme zu besprechen. Selbstständige dagegen stehen oft alleine da. Deutschland ist eben kein Unternehmerland. Viele Freunde und Bekannte verstehen die Probleme von Selbstständigen nicht. Heißt: Man muss aktiv auf Suche gehen und sich vernetzen.

Versicherungen für Jungunternehmer

Wer sich als Jungunternehmer im Markt etabliert, versucht nach und nach sich besser abzusichern. Schließlich ist jetzt auch das nötige Geld dafür vorhanden. Von der Berufsunfähigkeitsversicherung, über Berufshaftpflicht bis zur Altersvorsorge – Stück für Stück kann man sich besser absichern. Hier gibt es den Überblick

Versicherungen für Unternehmer – der Überblick


Interview: "Führen Sie keine Verkaufsgespräche"

Manche Jungunternehmer rutschen nach einigen Jahren in die Krise. Zwar läuft das Geschäft halbwegs in Ordnung. Aber es ist eben auch nicht der richtige Erfolg. Wie kommt man wieder aus dem Loch heraus? Wie entwickelt man ein neues Angebot, das wirklich zündet?

Darüber hat Benjamin O'Daniel mit Steffen Adler gesprochen. Adler ist Unternehmensberater, Buchautor und Experte für Dienstleistungsstrategien. Im Interview nennt er Erfolgsbeispiele – vom Fußbodenverleger über Mutter-Kind-Tanzen bis zur professionellen Graffiti-Sprüherin. Und er erklärt, warum man auf klassische Verkaufsgespräche gut verzichten kann.

Steffen Adler, Berater für Jungunternehmer
Steffen Adler, ©S. Adler

Manche Unternehmerinnen und Unternehmer klingen nach einigen Jahren gar nicht mehr glücklich. Der richtige Erfolg bleibt aus und man hängt in der immer gleichen Mühle - trotz Businessplan, den man zu Beginn geschrieben hat. Was kann man da machen?  

Steffen Adler: Ja, dieses Phänomen beobachte ich auch immer wieder. Nach einigen Jahren ist oft der Lack ab. Die Gründungseuphorie ist verschwunden und die Unternehmer merken: Es ist eben doch nicht so einfach, reich zu werden. Der Geschäftsalltag hat einen fest im Griff. Da bleiben auch viele Freiheiten auf der Strecke, die man sich vielleicht erhofft hat. Der Grund dafür liegt meistens in einem austauschbaren Angebot, das man seinen Kunden macht.

 

Warum?

Adler: Viele Unternehmer bauen sich über die Jahre automatisch einen Bauchladen auf. Sie glauben, sie bräuchten riesige Zielgruppen und entsprechend riesige Leistungspakete, die sie anbieten. Aber Mischmasch-Angebote funktionieren nicht gut. Außerdem geht schnell die persönliche Leidenschaft verloren. Weil man alles Mögliche macht, nur nicht das, wofür man wirklich brennt. Und was ist die Folge? Man zieht Kunden an, die man eigentlich gar nicht haben will.

 

Was ist denn die Alternative? Der Kunde ist schließlich König, wie man so gerne sagt.

Adler: Ja, der Kunde ist König – aber nur wenn es mein Wunschkunde ist! Aber am Ende ist es doch so: Als Einzelunternehmer kann ich nur eine sehr begrenzte Zahl von Kunden überhaupt bedienen. Ich muss gar nicht alles für alle anbieten. Ich plädiere stattdessen dafür, sich auf eine kleine Zielgruppe zu beschränken und dort auf ein zentrales Problem, für das ich dann die beste Lösung anbiete. Damit ist es viel einfacher, sich ein klares Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten und eine Lösung zu finden, für die man brennt und von der man persönlich überzeugt ist.

 

Probleme lösen – das ist sehr abstrakt. Können Sie dafür ein Beispiel nennen – zum Beispiel aus der Handwerksbranche?

Adler: Aus dem Handwerk fällt mir spontan die Firma Dobotec ein, die - vereinfacht gesagt – Fußböden in Firmengebäuden verlegt. Eine Firma, die für ihre Räume einen neuen Bodenbelag brauchen, steht vor vielen Problemen bei der Entscheidung: Wie viel kostet der neue Fußboden, welches Material sollen wir nehmen – und so weiter.  Aber am Ende gibt es ein zentrales Problem, das alle anderen überlagert: Wer in seiner Firma den Bodenbelag austauscht, der ist massiv im Arbeitsablauf eingeschränkt. Und das kostet richtig Geld und Nerven.

Die Lösung von Dobotec: Sie wechseln über Nacht den Bodenbelag aus. Am nächsten Morgen stehen alle Möbel und Einrichtungsgegenstände wieder dort, wo sie vorher standen. Der Kunde hat keinen Zeitausfall. Ein perfekter Service!

 

Ein schönes Beispiel. Wie sollte ich als Jungunternehmer vorgehen, wenn ich mich nach einigen Jahren spezialisieren will?

Adler: Wenn Sie schon einige Jahre im Geschäft sind, kennen Sie sich in der Regel aus mit den Problemen Ihrer Kundschaft. Das sind gute Voraussetzungen, um sich jetzt zu spezialisieren. Laden Sie einmal zehn Lieblingskunden ein und schauen Sie, worüber sich alle unterhalten. Es dauert keine fünf Minuten und sie kommen auf die Probleme, die ihre Kunden ständig haben. Führen Sie im Geschäftsalltag gezielt Gespräche und sammeln Sie alle Probleme. Sie sollten mindestens 30 bis 50 Probleme formulieren und dann nach und nach verdichten und zusammenführen.

 

Haben Sie hierfür ein weiteres Beispiel?

Adler: Eine mir bekannte Unternehmerin bietet spezielle Mutter-Kind-Tanzkurse an. Damit ist sie Marktführerin in ihrer Region geworden. Die Unternehmerin ist selbst Mutter und hat eine Leidenschaft fürs Tanzen. Sie kannte die Probleme ihrer Zielgruppe sehr gut: Viele Mütter wollen nach der Schwangerschaft wieder fit werden. Sie möchten aber auch Zeit mit ihren Kindern verbringen. Und sie möchten ihre Kinder nicht betreuen lassen, nur damit sie Sport machen können. In den Kursen können sie etwas mit ihren Kindern machen und gleichzeitig sich selbst etwas Gutes tun. Es gab sogar ein Franchise-System, auf das man aufsetzen konnte.

 

Und wie führe ich ein neues Angebot ein, wenn ich schon ein bestehendes Geschäft laufen habe?

Adler: Wichtig ist, dass man ein neues Angebot schnell testet und sich Feedback einholt. Denn einzig und allein die Kunden entscheiden, ob ein Angebot „perfekt“ ist. Erstellen Sie einen Prototyp und führen Sie mit Wunschkunden ein Gespräch darüber. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein Informationsgespräch. Sprechen Sie darüber, warum Sie überzeugt sind, dass Ihr Angebot ein bestimmtes Problem löst. Oft ergibt sich daraus dann der erste Kunde. Aber auch klare Ablehnung hilft Ihnen weiter, denn Sie können ihr Angebot gezielt verbessern. Sie gewinnen also, egal wie es läuft.

Ein weiteres Beispiel: Ich habe kürzlich mit einer professionellen Graffiti-Sprüherin gesprochen, die diese Tätigkeit beruflich ausübt. Gleichzeitig ist sie passionierte Konzertbesucherin. Sie kam auf die Idee, dass sie die Lautsprecherboxen von Bands künstlerisch gestaltet. So etwas lässt sich einfach testen. Sie kann die Bands vor Ort ansprechen, testen wie lange sie braucht und wie viel sie dafür nehmen kann. Wenn sie einige Boxen erfolgreich besprüht hat, hat sie ihre Leistung im Markt bewiesen. Mit den Referenzen kann sie dann gezielt weitere Kunden suchen. Man sieht also: Ein konkretes Angebot für eine kleine Zielgruppe ist viel einfacher zu vermarkten als ein Bauchladen.

 

Auf so eine Idee muss man aber auch erst einmal kommen...

Adler: Das Interessante ist, dass es zahlreiche solcher Geschichten in Deutschland gibt. Alle reden immer nur vom Scheitern. Aber in jeder Stadt und in jeder Branche gibt es Unternehmer, die erfolgreich sind, weil sie sich über die Probleme ihrer Wunschkunden Gedanken gemacht haben. Und oft lassen sich auch Konzepte von einer Branche auf die nächste übertragen. Also lassen Sie sich von Erfolgsbeispielen inspirieren und hören Sie weniger auf die Misserfolgs-Nachrichten.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

Wer sich als Unternehmer gezielt spezialisieren möchte, kann dafür auch mit professionellen Unternehmensberatern zusammenarbeiten. Die Berater haben häufig langjährige Erfahrung quer durch alle Branchen. Für eine persönliche Beratung gibt es meistens staatliche Fördermittel. 

Außerdem unser Lesetipp: Viele weitere Erfolgsgeschichten finden Sie in Steffen Adlers Buch “WUNSCH.KUNDEN.BUSINESS“. Mehr Informationen dazu auf seiner Website.

 

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