Liquiditätsengpass im Unternehmen – was tun?

So überbrücken Sie die finanzielle Krise!

Unternehmer braucht Liquidität
Wie löse ich meinen Liquiditätsengpass?

Sie sind Unternehmer und stehen vor einem Liquiditätsengpass? So wie Ihnen geht es vielen Firmeninhabern. In der Regel kommen mehrere Gründe gleichzeitig zusammen – und auf einmal rutscht man in einen Liquiditätsengpass. Die Checkliste aus der Krise:   

 

  1. Gehen Sie das Thema sofort an. Jetzt geht es darum, die Ärmel hochzukrempeln! Jeder Tag zählt. Packen Sie es an. Ein Liquiditätsengpass kann dazu führen, dass Ihre Firma insolvent geht. Das müssen Sie unbedingt verhindern. Alle anderen Themen rutschen erst einmal nach hinten. Schaffen Sie sich Freiräume.
  2. Suchen Sie sich professionelle Unterstützung. Sie brauchen einen klaren Überblick über Ihre Finanzen und benötigen einen Rettungsplan. Hier helfen Unternehmensberater, die auf mittelständische Unternehmen spezialisiert sind. Mit einem erfahrenen Berater an der Seite kommen Sie Schritt für Schritt aus der Liquiditätskrise.
  3.  Erarbeiten Sie Lösungswege. Gemeinsam mit einem KMU-Berater erarbeiten Sie Lösungswege. Hierzu kann zum Beispiel ein Überbrückungskredit gehören. Das Bankgespräch hierfür muss professionell vorbereitet werden. Sie müssen die Bank überzeugen, dass Ihre Firma es wert ist, erhalten zu bleiben – und dass Sie den Kredit zurückzahlen können.

Ein Firmenbeispiel aus der Praxis

Eine Anfrage, die einen unserer Unternehmensberater erreicht hat: Ein erfolgreicher Maler und Inhaber einer GmbH mit zehn Angestellten hat einen Liquiditätsengpass. Er hat bereits Aufträge satt für das ganze Jahr. Das Problem: Es ist Februar und kurzfristig muss er Rechnungen begleichen und seine Mitarbeiter bezahlen. Er steckt in einer typischen finanziellen Klemme. Eigentlich geht es dem Unternehmen gut. Und doch hat es einen Liquiditätsengpass, der überbrückt werden muss.

Liquiditätsengpass lösen: Professionelle Beratung

Nutzen Sie die Möglichkeit, Kontakt zu einem Unternehmensberater aus Ihrer Region aufzunehmen. Für eine Beratung gibt es oftmals Fördermittel. Dadurch zahlen Sie für die Beratung deutlich weniger. Mit einem Berater an der Seite ist die Chance deutlich größer, dass Sie Ihren Engpass beseitigen.

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Wie entsteht ein Liquiditätsengpass? 10 Gründe

Es kommt aus ganz unterschiedlichen Gründen zu Zahlungsschwierigkeiten kommen. Kurzfristig wollen zum Beispiel das Finanzamt, die Bank oder die Sozialkassen Geld haben. Das ist der Anlass. Doch die Ursachen liegen tiefer. Das Unternehmen hat eine Schwäche. Und die sorgt dafür, dass man zu wenig Geld auf dem Konto hat.

Wenn Sie einen Überbrückungskredit benötigen, müssen Sie der Bank beweisen, dass Sie diese Schwächen erkannt haben – und dass Sie sich darum kümmern werden.

Es gibt also in der Regel einen kurzfristigen Anlass und grundsätzliche Ursachen. Zu den Ursachen für Liquiditätsengpässe gehören:

Vorleistungen

Oft gehen Unternehmen in Vorleistung. Die Arbeit wird erst später finanziell beglichen. Wenn es dann aber im Verlauf des Auftrags zu Komplikationen oder Diskussionen kommt, wird die Zahlung gerne zurückgehalten. Bei großen Aufträgen kann dies zu einem existenziellen Risiko führen.

Winter

Im Handwerk und in der Gastronomie kommt es im Winter oft zu Umsatzeinbrüchen. Das hat einen simplen saisonalen Grund. In der kalten Jahreszeit können einfach weniger Aufträge erledigt werden. Gleichzeitig laufen aber die Kosten für Mitarbeiter weiter.

Defizitärer Standort

Manche Unternehmen laufen zwar generell gut. Aber es gibt eine Art „schwarzes Schaf“. Ein defizitärer Standort zieht die ganze Firma herunter. In guten Zeiten lässt sich noch großzügig darüber hinweggucken. Wenn aber andere Faktoren dafür sorgen, dass die Einnahmen einbrechen, reißt der defizitäre Standort das Unternehmen schnell ganz in den Abgrund.

Aufgeblähte Personalstruktur

Manche Jungunternehmer übernehmen einen bestehenden Betrieb. Bei einer solchen Unternehmensnachfolge übernehmen sie damit auch das Personal. Das Problem: Oft sind einfach zu viele Mitarbeiter an Bord – im Vergleich zu den Einnahmen. Das schmälert dauerhaft den Gewinn. Kommt es dann zu einer Krise, rutscht das Unternehmen schnell in einen Liquiditätsengpass.

Niedrige Margen

Manche Unternehmen fahren einen großen Umsatz. Doch der Gewinn, der am Ende übrigbleibt, ist zu gering. Die niedrigen Margen führen dazu, dass die Firma die ganze Zeit am Abgrund schwebt. Auch hier kann es dazu kommen, dass Ihnen die Liquidität ausgeht.

Verzögerte Zahlungseingänge

Die Zahlungsmoral vieler Kunden lässt zu wünschen übrig. Für Unternehmen ohne organisiertes Zahlungsmanagement kann das zu einer existenziellen Krise führen. Es kommt häufig vor, dass nicht „ständig hinterher“ sind, ob die Zahlungen auch pünktlich ankommen. Wenn dann viele Kunden nicht überweisen und auf einmal kurzfristig Geld benötigt wird, kommt es zum Liquiditätsengpass.

Unrentable Betriebszweige

Manche Unternehmen sind sehr erfolgreich am Markt. Doch gleichzeitig bieten sie ganz unterschiedliche Leistungen und Produkte an. Ähnlich wie bei einem defizitären Standort sind die unrentablen Betriebszweige eine Ursache für die fehlende Liquidität.  

Zu hohe Privatentnahmen

Während in einer GmbH der Inhaber festangestellt ist, wird zum Beispiel in einer GbR über Privatentnahmen gearbeitet. Hier kann es vorkommen, dass Firmeninhaber oder Selbstständige zu hohe Privatentnahmen tätigen. Plötzlich kommt es dann zu Nachzahlungen oder einen Kundenauftrag bricht weg. Auch hier fehlt dann schnell Geld auf dem Konto.

Steuernachzahlungen

Forderungen von den Finanzämtern führen regelmäßig zu Liquiditätsengpässen. Ein häufiger Grund: Das Unternehmen muss eine Steuernachzahlung tätigen – und gleichzeitig werden die Vorauszahlungen angepasst. So kommt es zu einer doppelten Belastung. Eigentlich müsste hier der Steuerberater frühzeitig Alarm schlagen. Das ist aber leider nicht immer der Fall.

Halbfertige Arbeiten

Ein Auftrag nach dem nächsten kommt rein. Eigentlich eine gute Sache. Das Problem: Kleinere Unternehmen mit wenig Angestellten verzetteln sich schnell. Sie haben viele verschiedene Projekte und führen diese nicht zu Ende. So kommt es dazu, dass man ständig arbeitet, aber keine Rechnungen schreiben kann. Auch das führt zu Liquiditätsproblemen.  


Liquiditätsengpasse überbrücken: Der Weg zur Bank

Viele Unternehmer versuchen den Liquiditätsengpass zu überbrücken, in dem Sie zu ihrer Bank gehen. Grundsätzlich eine verständliche Idee. Allerdings sollten Sie das Bankgespräch professionell vorbereiten.

 

Brauchen Sie ein Sanierungsgutachten?

Manche Banken fordern, dass das Unternehmen in der Krise ein Sanierungsgutachten erstellt. Auch hier unterstützen Sie Unternehmensberater, die diese Sanierungsgutachten nach einem bestimmten Standard erstellen, der von den Banken gefordert wird.

Sie brauchen völlige Klarheit über Ihre Zahlen. Sie müssen der Bank beweisen, dass Sie die Ursachen für die fehlende Liquidität erkannt haben und einen Plan vorlegen, wie Sie dies beseitigen wollen. Hier hilft ein Unternehmensberater, mit tiefen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Oft haben die Berater auch gute Kontakte zu den Banken. Und Sie haben Erfahrung aus vielen Branchen.

 

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Wie kann ich Liquiditätsengpässe in Zukunft vermeiden? 

Sie brauchen Liquidität. Es ist wie Benzin im Tank. Dem entsprechend sollten Sie mit dem Unternehmensberater eine Liquiditätsplanung und Liquiditätssteuerung für die Zukunft entwickeln. Der Liquiditätsplan ist ein zentrales Instrument zur Steuerung Ihres Unternehmens. Machen Sie es zu Ihrer Routine, jeden Tag oder mindestens einmal die Woche den Liquiditätsplan zu überprüfen und zu aktualisieren.


Einen Liquiditätsplan erstellen

Grundsätzlich gesprochen sind in einem Liquiditätsplan die Einnahmen und Ausgaben aufgelistet. Zu den Einzahlungen oder Forderungseingängen gehören die bezahlten Rechnungen. Zu den Auszahlungen gehören unter anderem Personalkosten (Löhne, Gehälter, Sozialabgaben), Wareneinkäufe, Raumkosten, Bürokosten, Versicherungen, Werbung, Kredittilgung, Privatentnahmen und Beratung. Schreiben Sie in weiteren Spalten zum Beispiel auf, wie Sie mögliche Unterdeckungen ausgleichen wollen. Etwa durch Privateinlagen, Kontokorrent oder Darlehen.

Unternehmer schreibt einen Liquiditätsplan
Einen Liquiditätsplan erstellen

Gibt es Vorlagen für einen Liquiditätsplan?

Viele Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern bieten entsprechende Vorlagen für einen Liquiditätsplan an. In der Regel ist es eine Excel-Tabelle. Diese Excel-Vorlage müssen Sie auf Ihr individuelles Unternehmen anpassen. Die Vorlage sollte so einfach aufgebaut sein, dass Sie damit jeden Tag arbeiten können und wollen. Es bringt nichts, eine komplexe Tabelle irgendwo abzuspeichern und dann nicht mehr reinzuschauen.

Versuchen Sie sich einen Liquiditätsplan aus Ihrer Branche zu besorgen. So können Sie anhand eines Beispiels Ihren Plan erstellen und haben realistische Zahlen. Alternativ sollten Sie mit einem Unternehmensberater den Liquiditätsplan erstellen.

Es gibt auch verschiedene Online-Tools für einen Liquiditätsplan. Aber um ehrlich zu sein reicht auch eine einfache Excel-Tabelle. Zumal Sie die Tabelle auch offline abspeichern können oder einem Berater zusenden können.


Definition Liquiditätsengpass im Unternehmen: Was ist das?

Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seine fälligen Verbindlichkeiten jederzeit begleichen zu können. Die Schuldner können Banken sein, aber auch das Finanzamt, Sozialkassen oder Lieferanten. Auch Personalkosten sind ein wichtiger Faktor. Ein Engpass bedeutet, dass Sie – aus welchen Gründen auch immer – in Zahlungsschwierigkeiten sind. Das führt Firmen schnell in existenzielle Krisen, die bis in die Insolvenz führen können.

Dabei geht es nicht darum, ob Sie als Firmeninhaber oder GmbH-Inhaber „unfähig“ sind. Verzichten Sie darauf, sich selbst fertigzumachen, Verzichten Sie aber auch darauf, die Schuld bei anderen zu suchen. Letztlich tragen Sie die Verantwortung. Daran lässt sich nichts ändern. Gehen Sie das Problem an und lösen es.

 

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