Die Geschäftsidee
Fast alle Existenzgründer sind gut ausgebildete Fachkräfte. Sie beherrschen ihr Handwerk. Der Friseur weiß, wie er Haare schneidet, der Immobilienmakler weiß wie er Immobilien vermittelt, der Journalist weiß wie er Artikel schreibt. Was ist Ihr Handwerk? Aus dem Handwerk entsteht häufig die Geschäftsidee. Es gibt drei klassische Wege:
- Sie möchten Ihr Handwerk anbieten – nur als eigener Chef und nicht mehr unter der „Knute“ von irgendjemand anderem.
- Sie haben innerhalb Ihres Jobs eine „Geschäftslücke“ entdeckt. Etwas, was noch niemand anbietet, oder etwas, wonach die Kunden fragen.
- Sie möchten einen Neustart. Ein neues Handwerk, ein neues Geschäft. Dafür möchten sie eine neue Geschäftsidee finden.
Was entscheidet eine einfache Idee von einer Geschäftsidee?
Eine einfache Idee begeistert Sie persönlich. Sie stellen sich Fragen wie
- „Man könnte doch einfach...“
- „Warum macht eigentlich keiner....“ oder
- „Ich hätte Lust, einmal...“
Halten Sie die Augen offen und schlagen Sie zu, wenn Sie merken, dass Sie ein Bereich nicht mehr loslässt. Ihre Idee wächst Stück für Stück. Es kribbelt in Ihnen. Sie wollen es endlich wissen, ob Ihre Idee nicht umsetzbar ist. Dieses Kribbeln ist eine gute Sache! Behalten Sie sich Ihre Leidenschaft! Es ist die Quelle für Ihre Motivation als Existenzgründer. Aber es reicht noch nicht aus, eine bloße Idee zu haben. Sie brauchen eine Geschäftsidee.
Eine Geschäftsidee begeistert nicht nur Sie, sondern auch völlig fremde Menschen. Stellen Sie sich die belebte Fußgängerzone in Ihrer Stadt vor: Wer könnte sich dafür interessieren? Welcher Mensch würde für Ihre Dienstleistung, für Ihr Produkt Geld ausgeben? Schon befinden Sie sich mitten in der Marktanalyse. Sie suchen nach einer Zielgruppe.
Schrecken Sie vor diesen Fragen nicht zurück! Sehen Sie es als Spiel. Es ist der Beginn einer nachhaltigen Prüfung Ihrer Geschäftsidee – und letztlich die Basis dafür, dass Sie auch Erfolg haben werden. Aber verkrampfen Sie auch nicht: Eine grobe Vorstellung reicht zu Beginn. Und auch, wenn man sich über einiges noch nicht im Klaren ist: Man weiß zumindest, dass es noch Fragen zu beantworten gibt. Außerdem kann man sich Hilfe holen – zum Beispiel vom einem Gründerberater. Über unseren Gründerberater-Service können Sie kostenlos und unverbindlich zu einem Gründerberater Kontakt aufnehmen.
Was ist eine gute Geschäftsidee?
Was eine gute Geschäftsidee und was nicht? Diese Frage stellen sich zwar viele, sie lässt sich aber nicht pauschal beantworten. Aber fest steht: Manchmal reicht auch ein kleiner Unterschied. Eine gute Idee muss nicht komplett neu sein, sie kann auch ein punktuell vorhandenes Bedürfnis befriedigen: Gibt es in Ihrer Stadt etwas noch nicht, was woanders gut läuft wie zum Beispiel ein Luxusfriseur bei dem es Champagner zur Begrüßung gibt, eine Tierpension mit speziellen Urlaubsangeboten, oder ein Elterncafé mit einer richtig guten Spielecke?
Schauen Sie sich erfolgreiche Geschäftsideen in Ihrer Branche an. Warum läuft es dort gut? Erstellen Sie eine Liste und schreiben Sie die Gründe auf. Das kann zum Beispiel sein:
- Ein sehr guter Kundenservice
- Ein preislich sehr gutes Angebot
- Ein hochqualitatives Premium-Angebot
- Ein spezielles Angebot, das es nicht häufig gibt
Je mehr Sie sich mit Ihrer Idee beschäftigen, desto höher die Chance, dass es eine gute Geschäftsidee wird. Schauen Sie sich auch bei Ihrer direkten Konkurrenz um. Erfolgreiche Mitbewerber sind nicht Ihre Feinde! Sie lernen von Ihnen und machen dadurch Ihr eigenes Geschäft besser.
Anforderungen an eine gute Geschäftsidee
Die ersten Etappen haben Sie schon erkannt: Fragen Sie nach Ihren Gründungsmotiven und entwickeln Sie Ihre Geschäftsidee. Jetzt geht es in die nächste Runde: Sie fragen sich: Gibt es dafür einen Markt? An welchem Standort sollte ich mein Geschäft gründen? Wie sieht die Wettbewerbssituation aus? Fragen, die wir im nächsten Kapitel Markt- und Wettbewerbsanalyse beantworten.
Behalten Sie immer im Auge: Ihre Geschäftsidee muss sich langfristig für Sie lohnen. Es reicht nicht, wenn Sie mit Ihrer Idee viele Menschen erreichen, diese aber nicht dafür zahlen (können, wollen, müssen). Die Rentabilität Ihres Vorhabens ist extrem wichtig. Diese können Sie im Vorfeld nur über einen ausführlichen Businessplan bzw. Geschäftsplan während der Gründungsphase rausarbeiten. Dort stellen Sie die Kosten Ihrer Existenzgründung den geplanten Einnahmen entgegen. Nur so können Sie sich davor bewahren, früh vor dem finanziellen Aus zu stehen.
Alle diese Dinge können Sie auch während einer Existenzgründungsberatung mit einem erfahrenen Unternehmensberater besprechen.
Je nach Geschäftsidee sollten Sie sich gleich zu Beginn informieren, welche Versicherungen Sie abschließen sollten. Viele Gründer beachten das Thema Absicherung nicht - schließlich hat man große Pläne. Behalten Sie sich Ihre Begeisterung, aber sichern Sie sich auch für den Notfall ab. Mehr zum Thema lesen Sie im Kapitel Versicherungen für Existenzgründer.
