Der Businessplan für Existenzgründer

Für einen Zuschuss, eine Förderung oder einen Kredit wird in der Regel ein vollständiger Businessplan verlangt. Das bedeutet: Wer sich selbstständig machen will, braucht einen Businessplan.

Hier erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt Ihren Businessplan schreiben können, um einfach und schnell ein erfolgreicher Existenzgründer zu werden.

Frau haut schon einen Businessplan und ist darüber glücklich.
Schnell und einfach zum Businessplan

Schritt eins: Gute Vorlage besorgen

Wer mit dem Businessplan beginnt, sitzt vor einem weißen Blatt Papier - oder vor einer leeren Datei am Rechner. Da hilft es manchmal, wenn man vorab eine klare Struktur hat, an der man sich Stück für Stück "entlanghangeln" kann. Also ein Muster, an das man sich als Existenzgründer halten kann. 

Der Businessplan ist extrem wichtig für alle Gespräche mit der Bank, mit der Arbeitsagentur und anderen Fördermittelgebern. Dort wird genau geschaut, ob Ihr Businessplan alle Kriterien erfüllt. Ohne den Businessplan kommen sie also nicht weiter. Die Vorlage ist für sie der nächste Schritt.

Sie suchen nach einer einfachen und guten Businessplan-Vorlage? Dann hilft Ihnen das „Businessplan Vorlagen System. Die Vorlage besteht aus drei Teilen:

  1. Businessplan-Vorlage (Word): In der Vorlage finden Sie eine Struktur. Die wichtigen Kapitel mit den entscheidenden Fragen, die Sie beantworten müssen. Zusätzlich Satzbausteine, die Ihnen das Formulieren erleichtern.

  2. Finanzplan-Vorlage (Excel): In diesem Dokument finden Sie vorgefertigte Listen, mit denen Sie Ihre Finanzplanung durchführen können. Die Listen sind in Excel angelegt und bereits vor-formatiert.

  3. Businessplan-Ratgeber (PDF): In einem kompakten und verständlichen Ratgeber (22 Seiten) erklären wir für jedes Kapitel kurz, warum es wichtig ist, worauf Sie achten sollten. Außerdem nennen wir unsere Geheimtipps.

Mit unserem Vorlagen-System kommen Sie einfacher und schneller ans Ziel. Sie können sich an der Vorlage orientieren. Sie machen sich auf den Weg ein erfolgreicher Existenzgründer zu werden.

Die Businessplan Vorlage kostet Sie nur 14,99 EUR inkl. MwSt. Nutzen Sie die Vorlage und testen Sie es ohne Risiko. Sie haben ein 30-tägiges Rückgaberecht. 

 

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Schritt zwei: Businessplan schreiben

Beginnen Sie damit, Ihre Ideen zu strukturieren. Anhand der vorgeschlagenen Kapitel in unserer Vorlage bekommen Sie eine erste Struktur. Entwerfen Sie zu jedem Kapitel eine eigene „Mindmap“. Also eine Skizze mit einem zentralen Punkt in der Mitte und den einzelnen Gedanken, die davon abgehen.

„Kleinere“ Gedanken, also Details, schreiben Sie im weiteren Verlauf an die kleinen Stränge, so dass ihre Mindmap am Ende wie eine Baumstruktur aussieht.

Formulieren Sie zuerst einmal nur Stichpunkte. Die Ausformulierung kommt am Ende. Es geht zuerst einmal darum, dass Sie alle Gedanken – auch die kritischen Fragen und Zweifel – herunterschreiben und vorsortieren.

Halten Sie sich dabei an die vorgeschlagenen Kapitel. Hier finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Unterpunkten:

1. Die Geschäftsidee

Beschreiben Sie hier Ihre Geschäftsidee: Wem wollen Sie mit Ihrer Gründung welchen Nutzen bringen? Haben Sie einen bestimmten Bedarf festgestellt? An welche Zielgruppe wollen Sie ich richten? Die genaue Beschreibung Ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung sowie eine konkrete Zielgruppendefinition enthält das Gründungskonzept.

Zur Geschäftsidee der Existenzgründung

Die Gründerperson

2. Die Gründerperson

Ein gerne unterschätztes Kapitel der Existenzgründung. Stellen Sie sich die Frage, ob sie überhaupt ein Unternehmer sind oder werden möchten! Sie übernehmen Verantwort für sich und andere, es gibt niemanden mehr über Ihnen. Fragen Sie sich auch, ob und wie Ihr persönliches Umfeld Sie unterstützt. Entdecken Sie Ihre Stärken und Schwächen.

Zum Kapitel Gründerpersönlichkeit

Die Marktanalyse

3. Die Marktanalyse

Ohne einen ausreichend großen Markt können Sie nichts verkaufen. Daher ist es ungemein wichtig, dass im Vorfeld der Gründung eine Markt- und Wettbewerbsanalyse gemacht wird. Welche Zielgruppe haben Sie? Wie wollen Sie sich von der Konkurrenz unterscheiden? Lesen Sie hier, wie Sie den Markt für sich gegen den Wettbewerb gewinnen können.

Zur Markt- und Wettbewerbsanalyse für Existenzgründer

Die Standortanalyse

4. Die Standort-Analyse

Fast alle Existenzgründer müssen eine professionelle Standort-Analyse durchführen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Der Standort ist entscheidend, zum Beispiel wenn man im Einzelhandel, in der Gastronomie oder im Dienstleistungssektor arbeitet. Mit unserem Standort-Tool können Sie eine erste Konkurrenz-Analyse durchführen.

Zur Standort-Analyse und zum Standort-Tool

Die Finanzplanung

5. Die Finanzplanung

Die vierte Säule Ihres Businessplans für Existenzgründer ist die Finanzplanung, das Zahlen-Werk. Hier ermitteln Sie Ihren kurz-, mittel- und langfristigen Kapitalbedarf. Mit einem guten Finanzplan können Sie Engpässe im Vorfeld erkennen und beheben sowie Investitionen planen, finanzieren und umsetzen. Ein guter Finanzplan mit soliden Zahlen ist zudem sowohl Grundlage als auch Vorrausetzung für einen Existenzgründerkredit.

Zum Finanzplan für Existenzgründer


Schritt drei: Profi drüberschauen lassen

Sie können einen Businessplan alleine entwickeln, oder sich professionelle Unterstützung holen. Sogenannte Gründerberater oder Gründercoaches bieten Seminare und Coachings an. In fast jeder Stadt oder Region gibt es erfahrene Berater, die Existenzgründer beim Businessplan unterstützen.

Der Vorteil: Die Gründerberater kennen die Fallstricke bei Banken und Fördereinrichtungen. Sie haben Erfahrung mit Geschäftsideen, haben den Wettbewerb im Blick und viele konkrete Ideen.

Allerdings ist auch klar: Ein Coaching ist eine individuelle Angelegenheit. Das heißt, es entstehen Kosten. Allerdings gibt es auch Fördermittel für ein Gründercoaching. Die Fördermitteltöpfe unterscheiden sich je nach Bundesland. Hier hilft Ihnen der Gründerberater weiter.

Ein erstes Telefongespräch mit einem Gründercoach kostet in der Regel kein Geld. Ein richtiges, professionelles Gründercoaching, das mehrere Stunden dauert, ist allerdings nicht kostenlos. Beachten Sie dabei aber: Die Kosten für eine gescheiterte Existenzgründung sind deutlich höher! Entscheidend ist, ob Sie einen Gründerberater finden, mit dem Sie auf einer Wellenlänge sind.

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Wobei kann Ihnen ein erfahrener Gründerberater helfen?*
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  Kredit / Finanzierung
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  Förderung und Zuschüsse
  Sonstiges


Drei Beispiele für eine Gründerberatung

Aber auch ein Gründercoach macht Ihnen nicht den Businessplan fertig! Ein solcher Coach gibt Ihnen konkrete Tipps und Anleitungen. Aber am Ende sind Sie es persönlich, der alle Fakten und Hintergründe für den Businessplan recherchiert und alles aufschreibt.

Wir haben drei Gründer und Ihre Gründerberater befragt. Lesen Sie folgende Interviews:

Gründerin Davids

„Mein Geschäft wächst Stück für Stück. Mir persönlich tat es gut, etwas Eigenes zu machen und vorab beraten zu werden.“


Christina Davids
hat vor ihrer Existenzgründung in einer ganz anderen Branche gearbeitet. Zum Interview.

Gründer Jülke

„Es ist gut, wenn man jemanden an der Seite hat, der zwischen den ganzen Zahlen immer den Durchblick hat und sagt, wo man aufpassen muss.“


Steffen Jülke
plant bereits jetzt, sein Unternehmen zu vergrößern. Zum Interview.

Gründer Proske

„Viele Gründer sagen, dass sie keinen Gründerberater brauchen. Ich verstehe das nicht. Im Gegenteil – ich frage mich: Wie will man es eigentlich ohne einen Berater schaffen?“


Matthias Proske
freut sich jeden Tag, wie gut sein Geschäft läuft. Zum Interview.


Die häufigsten Fragen zum Businessplan

Was kostet ein Businessplan?

Ein Businessplan kann unter 50 Euro kosten, wenn man sich eine Businessplan Vorlage kauft. Der Vorteil bei einer Vorlage: Man hat eine grobe Struktur, an der man sich entlanghangeln kann. Eine Businessplan Vorlage hilft dabei, die Gedanken zu strukturieren. 

Ein Businessplan kann aber auch deutlich mehr kosten, wenn man an einem Gründerseminar teilnimmt oder sich von einem erfahrenen Gründerberater Unterstützung holt. Die eigentlichen Kosten entstehen aber an anderer Stelle: Nämlich wenn Sie sich selbstständig gemacht haben – und scheitern, weil Sie sich nicht genug Gedanken gemacht haben. Oder weil Ihr Kredit abgelehnt wurde. Dann haben Sie Geld verbrannt anstatt reich zu sein.

Für die Gründerberatung gibt es entsprechende Fördermittel. Das bekannteste Förderprogramm ist das Gründercoaching Deutschland. Wie man das Gründercoaching beantragt, welche Themen gefördert werden können Sie dort nachlesen. Außerdem finden Sie dort eine Checkliste und ein Interview mit einer Unternehmensberaterin, die über ihre Erfahrungen mit dem Gründercoaching spricht.

Wie schreibe ich den Businessplan?

Ein Businessplan sollte sauber strukturiert und schlüssig formuliert sein. Beschreiben Sie in kurzen, klaren Sätzen Ihre Idee. Lassen Sie den Businessplan auch noch einmal von einer anderen Person gegenlesen. Das kann ein Verwandter oder Freund sein oder ein professioneller Gründercoach.

Rechtschreibfehler oder unlogische Sätze wirken auf Bankberater und andere Fördermittelgeber nicht gut. Also sollte an der Form nichts auszusetzen sein. Aber am Ende geht es natürlich um den Inhalt: Wie gut ist Ihre Geschäftsidee? Das ist der Kern des gesamten Businessplans.

Es macht Sinn, wenn Sie zunächst mit einer klassischen Büro-Software wie „Word“ oder „Open Office“ Ihren Businessplan schreiben. Zum Schluss passen Sie die Vorlage auf sich persönlich an, also mit einem eigenen Briefkopf – wie bei einem Geschäftsbrief. Zuletzt wandeln Sie die Datei in eine PDF-Datei um, damit diese nicht mehr verändert werden kann.  

Eine PPP (Power Point Präsentation) reicht für einen Businessplan nicht aus, wenn Sie Fördermittel beantragen wollen. Es kann aber Sinn machen, trotzdem eine Power Point Präsentation zu erstellen und mehreren Freunden und Bekannten die Idee vorzustellen. Denn in einer Präsentation merkt man schnell, an welchen Punkten es noch hakt.

Bonus: Im Video-Podcast gibt Gründercoach Marco Zill praktische Tipps zur Erstellung des Businessplans:

  • Wer hilft mir beim Erstellen meines Businessplans?
  • Sprachstil: Welche Form überzeugt die Geldgeber mehr?
  • Wann ist mein Businessplan fertig?

"Der Businessplan, ist keine Hochzeitstorte, die man bestellen und irgendwann abholen kann. Aber man kann sich dabei unterstützen lassen." (Gründercoach Marco Zill)

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Welche Businessplan-Varianten gibt es?

Bevor Sie beginnen, sollten Sie entscheiden, wie Sie anfangen wollen. Es gibt drei Varianten, einen Businessplan zu erstellen.

  1. Erste Variante: Sie schreiben Ihren Businessplan „frei weg“ ohne eine vorgegebene Struktur. Das hat den Vorteil, dass Sie sich selbst fragen müssen, was die wesentlichen Punkte sind. Im Netz gibt es auch teilweise Anleitungen, die Ihnen dabei helfen.

  2. Die zweite Variante besteht darin, dass Sie sich ein Businessplan Muster oder eine Vorlage kaufen, mit der Sie arbeiten. Das hat den Vorteil, dass dort bereits viele wesentliche Fragen aufgelistet sind. Trotzdem sind Sie auch bei einer Vorlage nicht davon befreit, selbst zu recherchieren. Denn die Antworten auf die Fragen müssen Sie sich selbst erarbeiten.

  3. Die dritte Variante besteht darin, dass Sie Ihren Businessplan mit einem persönlichen Gründercoach erarbeiten. Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmensberater für kleine Betriebe hat viele Vorteile. Die Gründercoaches kennen die Fördermittel-Landschaft speziell für Existenzgründer. Sie haben häufig gute Kontakte zu den Banken vor Ort. Und sie kennen die klassischen Fehler, die viele Existenzgründer machen.

Häufig ergibt sich auch eine Kombination aus den verschiedenen Möglichkeiten: Als Gründer arbeiten Sie zum Beispiel zuerst mit einer Businessplan Vorlage. Nachdem Sie mehrere Stunden oder auch Tage mit der Vorlage gearbeitet haben, merken Sie an welchen Punkten Sie nicht weiterkommen.

Anschließend wenden Sie sich an einen Gründercoach, der Ihnen persönlich weiterhelfen kann. Sie haben den Vorteil, dass Sie jetzt exakt formulieren können, an welchen Stellen Sie nicht weiterwissen. Der Berater kann Ihnen dann punktgenau helfen.

Sie müssen sich nicht jetzt entscheiden. Wichtig ist, dass Sie anfangen, Ihren Plan zu entwickeln.

Wie lang muss der Businessplan sein?

Viele Gründer fragen sich, wie lang ein Businessplan sein muss. Dies unterscheidet sich natürlich stark von der jeweiligen Branche. Allerdings sollte Ihnen klar sein: Mit einem drei- bis fünfseitigem Dokument werden Sie kaum einen Bankberater überzeugen. Aber es gibt auch keine klare Grenze nach oben, wie lang ein Businessplan sein muss.

Sie sollten sich also genügend Zeit für Ihren Businessplan einräumen und ausführlich und vor allem schlüssig darstellen, warum Sie mit Ihrer Geschäftsidee erfolgreich sein werden. Das Muster, das wir Ihnen anbieten, gibt Ihnen dafür eine erste Orientierung. 

Wichtig sind vor allem die Argumente, nicht die Länge! Man kann 100 Seiten Unsinn schreiben – oder 10 Seiten exakt erklären, was man vorhat. Ein Businessplan ist auch nie „fertig“, sondern wird regelmäßig weiterentwickelt. Bevor man mit seinem Businessplan zur Bank geht, sollte man einen erfahrenen Unternehmer oder einen anderen Experten draufgucken lassen. Denn meistens sieht man eigene Fehler nicht mehr, wenn man schon zu lange am Konzept gearbeitet hat.

Warum muss ich einen Businessplan schreiben?

Banken, Arbeitsagenturen und andere Fördermittelgeber verlangen einen Businessplan. Auch wenn der Betrieb schon besteht und übernommen wird, ist ein Businessplan notwendig. Das ist der zentrale Grund, warum Existenzgründer einen Businessplan schreiben. Leider. Denn ein Businessplan ist mehr als das: Es ist das Herzstück Ihrer Existenzgründung. Es ist der Plan, an dem man sich orientiert, wenn es schlecht läuft. „Einfach mal so“ selbstständig machen – das funktioniert fast nie. 

Bei einer Unternehmensnachfolge geht es früher oder später immer um den Preis. Denn der Senior-Unternehmer will seine Firma verkaufen und dafür einen guten Preis erzielen. Der Gründer wiederum muss aufpassen, dass er nicht zu viel zahlt.


Bilder:

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