„Sich als 
Jungunternehmer durchzubeißen, ist nichts für Weicheier“

Arno Balzer ist Herausgeber des Wirtschaftsmagazins BILANZ. Das Magazin organisiert einen eigenen Gründungswettbewerb „Start me Up!„. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 31. März 2017. 100.000 Euro stehen für den Gewinner bereit. Der Wettbewerb findet sich auch in unserem Tool zu über 100 Gründungswettbewerben in Deutschland.

Herr Balzer, wie wichtig sind Gründer und Jungunternehmer für Deutschland?

Balzer: Man kann die Bedeutung von Gründern 
und Jungunternehmern für Deutschland nicht groß
 genug einschätzen. Wir brauchen sie, um im 
Zeitalter von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz viele zukunftsträchtige Arbeitsplätze aufzubauen, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, mit denen die deutsche Wirtschaft auch im 21. Jahrhundert ihre international führende Position halten kann. Wir brauchen sie aber auch, um wichtige gesellschaftliche Herausforderungen bewältigen zu können – von der demografischen Entwicklung, also der wirtschaftlichen Absicherung vieler künftiger Rentner, bis hin zur Bewältigung der Schuldenkrise. Wachstumsstarke und innovative Unternehmen sind dafür von entscheidender Bedeutung.

Was finden Sie persönlich spannend an der Start- up-Kultur?

Balzer: In der Gründerszene sind viele innovativ denkenden, blitzgescheite junge Frauen und Männer unterwegs. Die Gespräche mit Ihnen sind eine Bereicherung und bringen viel Spaß.

Deutschland ist sehr föderal organisiert. In vielen Städten entstehen regionale Gründer-Hubs. Ist das aus Ihrer Sicht eine Stärke oder eine Schwäche?

Balzer: Wenn Deutschland nur einen Gründer-
Hub hätte, wäre das eher ein Nachteil. Wir 
brauchen Wettbewerb, auch in diesem Bereich. Allerdings sollten die einzelnen Hubs nicht zu klein sein. Echte Dynamik können sie nur entfachen, wenn auch eine kritische Masse an Gründern da ist.

Warum bietet Ihr Magazin jetzt einen eigenen Gründungswettbewerb an?

Balzer: Es kann gar nicht genug
 Gründerwettbewerbe geben, damit eine echte 
Bewegung entsteht. Unser Wettbewerb „Start me 
up!“ weist allerdings zwei Einzigartigkeiten auf: Es ist der höchstdotierte Wettbewerb in Deutschland, mit einem Startkapital von 100.000 Euro für den Sieger und einem Powerchoaching von Peter Thiel.

Dazu kommt eine herausragende Jury mit dem deutschen Silicon Valley-Export Andy von Bechtolsheim an der Spitze. Das zeigt, wie ernst wir und unsere Partner aus der Wirtschaft es mit diesem Wettbewerb meinen.

Welche Eigenschaften braucht man aus Ihrer Sicht, um als Gründer erfolgreich zu sein?

Balzer: Eine richtig gute Geschäftsidee,
 Durchhaltevermögen und Mut. Sich als 
Jungunternehmer durchzubeißen und am Markt zu behaupten, ist nichts für Weicheier. Dafür winken aber auch tolle Chancen.

Vielen Dank!

Foto: BILANZ, Simone Scardovelli



26. Januar 2017    Benjamin O'Daniel    Gründung.



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