Veröffentlicht in: Kredite und Darlehen/
03.08.2010

Die goldenen Regeln für das Bankgespräch

In den seltensten Fällen haben Existenzgründer von Beginn an genügend Kapital, um ihr Unternehmen ohne Fremdmittel auf dem Markt positionieren zu können. Vielen bleibt nur die Möglichkeit einer Kreditaufnahme. Doch auch für die Genehmigung diverser Fördermittel ist der Weg zu einem Geldinstitut unerlässlich.

Gute Vorbereitung und ein aussagekräftiger Businessplan

Bereits im Vorfeld des Gespräches bei der Bank sollten Existenzgründer einige wichtige Punkte beachten. Sie dürfen nie vergessen, dass dieser Termin sehr wichtig für Ihre berufliche Zukunft ist; mit ihm kann das Projekt Selbstständigkeit realisiert werden oder aber zum Scheitern verurteilt sein. Doch sich deswegen selbst unter enormen Druck zu setzen, ist der falsche Weg.

Eine optimale Vorbereitung kann bereits viele Türen öffnen. Ein übersichtlicher Businessplan ist hier unerlässlich, dieser Plan muss korrekte Zahlen ausweisen und über eine ansprechende Darstellung verfügen. So erhält der Bankberater bereits beim Durchblättern der Unterlagen einen Überblick über alle wichtigen Informationen. Auch sollten Sie genau verstanden haben, was in diesem Dokument steht, damit Sie direkt auf Fragen antworten können. Schon allein dadurch wird ein selbstsicheres Auftreten gewährleistet.

Das Einholen von Erkundigungen über die einzelnen in Frage kommenden Maßnahmen der jeweiligen Bank im Vorfeld ist von großem Vorteil; so können Sie souverän die Gesprächsführung behalten und konkrete Nachfragen stellen. Sie sollten nicht fragen, was die Bank finanzieren würde, sondern exakte Vorstellungen äußern. Auch sollten Sie sich bereits vorab auf mögliche Fragen zu Problemen seitens der Bank aussagekräftige Antworten überlegen. Am besten ist es, ein derartiges Gespräch vorab mit einem Bekannten durchzuspielen.

Nur nach Terminvergabe

Entweder Sie gehen direkt zum Geldinstitut oder rufen an, um einen Termin für das Gespräch zu vereinbaren. Dabei sollten Sie direkt äußern, dass es sich um ein Gespräch zur Existenzgründung bzw. für die Vergabe von Fördermitteln handelt. Nur so ist gewährleistet, dass der richtige Ansprechpartner seitens der Bank das Gespräch führt. Auch sollte bei diesem Vorgespräch abgeklärt werden, welche Unterlagen die Bank neben dem Businessplan zum Termin benötigt. Zum eigentlichen Gespräch sollte man über das Vorhaben und alle damit verbundenen Maßnahmen genau Bescheid wissen. Es ist wichtig, dem Bankangestellten das Gefühl zu vermitteln, auch in Zukunft an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit interessiert zu sein.

Dieser Text wurde von www.Clever-Clogs.de zur Verfügung gestellt.

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Veröffentlicht in: Weiterbildung/
08.06.2010

MEDIENTALK 2010 – für den ersten Schritt in Richtung Selbstständigkeit

 

Wir wurden gebeten, auf folgende Veranstaltung hinzuweisen, was wir natürlich gerne tun:

ILMENAU - Am 30. Juni 2010 findet im Audimax der TU Ilmenau der MEDIENTALK 2010 statt. Die diesjährige Podiumsdiskussion widmet sich dem Thema „Studierende als Firmengründer“. Insgesamt sechs Diskussionsteilnehmer werden die Hürden, Herausforderungen und Lichtblicke der Selbstständigkeit beleuchten und dem geneigten Publikum wertvolle Tipps und Anregungen geben. Begleitet werden sie dabei von Herrn Prof. Dr. Andreas Will, der als Moderator durch den Abend
führt.

Sollten nach der Fragerunde, die im Anschluss an die Diskussion stattfindet, noch Fragen offen bleiben, bekommen die interessierten Zuschauer die Möglichkeit, im Foyer des Audimax mit den Referenten und anderen Experten ins Gespräch zu kommen. Zudem werden Informationsmaterialen mit den wichtigsten Fakten zum Thema Existenzgründung ausgelegt sein.

Der MEDIENTALK ist eine Veranstaltung des Vereins zur Förderung von Forschung und Lehre im Bereich Medien an der TU Ilmenau e.V. (FuLM e.V.) und findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt.


Kontakt:
Michael Stein (Projektleitung)
Mobil: 01520.9869778
E-Mail: m.stein@tu-ilmenau.de

Weiterführender Link:
www.fulm.de

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Veröffentlicht in: Geschäftsidee/
21.01.2010

Buchrezension: Günter Faltin, Kopf schlägt Kapital

Über die Weihnachtstage habe ich habe ich die Zeit hauptsächlich mit Lesen und Weiterbildung verbracht. Ein Buch, welches mir ein Freund empfohlen hatte, ist dabei besonders hervorgestochen. Deshalb möchte ich es hier vorstellen.
Der Titel des Buches ist "Kopf schlägt Kapital, Die ganz andere Art, ein Unternehmen zu gründen. Von der Lust, ein Entrepreneu zu sein." Es ist in sechster Auflage beim Hanser Verlag erschienen. Der Autor Günter Faltin ist Professor für Unternehmensgründung an der Freien Universität Berlin. Auf der verlinkten Wikipedia-Seite sind eigentlich alle wichtigen Daten und Links zur Person zu finden, weshalb ich mir hier eine ausführliche Beschreibung spare und direkt mit dem Buch anfange.

Die Kernthese

Das Buch rückt die Gründungsidee in den Mittelpunkt der Betrachtung. Es stellt die Behauptung auf, dass deren Qualität maßgeblich über Erfolg und Misserfolg eines jungen Unternehmens entscheidet. Wobei "Qualität" nicht unbedingt neuartig und innovativ meint, sondern eher das Konzept und dessen Ausarbeitung beschreibt. Faltin rückt in seinem Buch stark vom althergebrachten Mythos der Patentgründung ab, in dem Absolventen mit Hilfe von finanzstarken Partnern ihre Patente oder universitären Entwicklungen an den Markt bringen. Für ihn ist die funktionelle Komponente jedweder Idee wichtig, also deren Nutzen, deren Einfachheit, deren Vorteile und Verbesserungen. Ob es sich dabei dann um eine neue Maschine, eine neues Medikament oder einen Kiosk handelt, ist eher nebensächlich.

Die vorgestellte Art von konzept-kreativer Gründung räumt mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf, und das ist meines Erachtens eine Stärke des Buches: Den Fokus auf Business Administration. Die Mär, jeder Gründer müsse in erster Linie Experte für Finanzfragen und Geschäftsbedingungen sein, ist weit verbreitet. Dass man aber ohne gute Idee, ohne tragfähiges, einleuchtendes Geschäftskonzept langfristig keinen Erfolg haben wird, den es zu verwalten gibt, fällt oft unter den Tisch.

Im konzeptionellen Teil des Buches wird beschrieben, wie aus einer Idee ein Konzept wird. Beispielsweise können bereits vorhandene Komponenten zu einem effektiveren Workflow neu kombiniert werden. Durch Konzentration können Skaleneffekte preislich an den Kunden weiteregegeben werden. Nicht zuletzt der Hinweis, möglichst viele Aufgaben - nicht zuletzt auch die Business Administration - an externe Experten abzugeben, um sich möglichst ausschließlich auf den Kern der Gründungsidee konzentrieren zu können.

Tipps zur Ideenfindung

Am angewandtesten wird das Buches mit den die Hinweisen zur Ideenfindung. Die wichtigsten sind dabei:

  • Neue Ideen nicht direkt beurteilen oder bewerten. Nicht direkt die Umsetzung und mögliche Schwierigkeiten "erdenken", sondern allen Ideen eine Chance geben, sich im Konzept zu bewähren.
  • Funktionen statt Konventionen: Radikal alles bestehende in Frage stellen: geht es besser, schneller, billiger, mit moderneren Mitteln? Nicht nur einzelne Bereiche, den kompletten Prozess neu denken.
  • Kann Vorhandenes neu kombiniert werden?
  • Kann Vorhandenes mehr als nur eine Funktion erfüllen? Gibt es einen Mehrfachnutzen, fällt irgendwo etwas an oder ab, was ich kostenlos mitnutzen kann?
  • Kann Arbeit in Spaß verwandelt werden? Gibt es mitmach-Möglichkeiten, Events, um Kunden einzubinden?

Diese z.T sehr abstrakten Hinweise ergeben sich meistens aus den Beispielen heraus, die im Buch genannt werden. So werden sie anschaulich und verständlich.

Fazit

Ich muss sagen, das Buch macht Mut und Lust auf mehr! Es bestärkt alle als Spinner und Lebenskünstler verschriehenen Menschen, Ihre Ideen und Visionen Ernst zu nehmen und zu entwickeln. Es fordert auf, sich über die Ideenfeindlichkeit vieler Mitmenschen hinwegzusetzen und (s)einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Verbesserung zu leisten.

Was ich beim Lesen vermisst habe, ist die konkrete Anwendung. Als Professor schreibt Günter Faltin ein wenig an der Wirklichkeit vorbei, auch wenn er einige Beispiele erfolgreicher Gründungen (auch seine eigenen) nennt. Diese wiederholen sich aber im Laufe des Buches, genau wie sich viele Aussagen oft wiederholen. Was mit fehlt, ist ein Beispiel aus der täglich Arbeit als Entrepreneur-Coach. Es blitzte kurz durch, als Faltin ein fitkives Gespräch mit einem Restaurantgründer beschreibt und mögliche Fragen auflistet, mit denen er das konkrete Projekt bewertet. Solch eine Fragen-Liste aus dem Alltag, mit der man seine konkrete Idee bewerten kann, wäre schön gewesen.

Ansonsten: Prädikat lesenswert.

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Veröffentlicht in: Beratung und Coaching/
29.10.2009

Existenzgründer Philosophie - mit der richtigen Einstellung zum Erfolg

Wie oft hört man die immer gleichen Sprüche: Als Selbstständiger sind die Zeiten geregelter Arbeitszeit vorüber. 60-Stunden und mehr sind keine Seltenheit. Man hat niemanden mehr über sich, aber auch keinen mehr neben sich. - Stimmt alles! Aber jetzt mal ernsthaft: Wer arbeitet denn heutzutage noch sein 38,5 Stunden? Viele Arbeitnehmer sind heute schon Überstundenweltmeister. Und die Verantwortung wird auch nicht geringer - im Gegenteil: Je unsicher die Beschäftigungsverhältnisse werden, die Ansprüche seitens des Arbeitgebers steigen trotzdem stetig. Von den Beamten einmal abgesehen: Die Selbstständigkeit ist heutzutage genauso sicher oder unsicher wie jedes normale Beschäftigungsverhältnis auch. Nur mit dem großen Vorteil, dass Ihre persönliche Zukunft nicht mehr vom Geschick oder Ungeschick Ihrer Vorgesetzten abhängt. Sie haben sie selbst in der Hand!

Die Philosophie für Existenzgründer besteht aus drei Teilen: Selbstverwirklichung, Geld und Zeit. Man gründet, weil man von seinen Ideen überzeugt ist und etwas auf dieser Welt anstoßen und verändern will. Man ist ein Problemlöser, der in einem Bereich Lösungen anbietet, die es noch nicht gibt, aber dringend benötigt werden. Der Existenzgründer verwirklicht sich selbst, nicht fremdbestimmt, und erntet den Erfolg seiner Arbeit für sich. Denn der zweite Teil der Philosophie ist Geld. Nur die Selbstständigkeit gibt einem die Chance, finanzielle Sicherheit und Unabhängigkeit zu erlangen. Geld ist wichtig, und wer das bestreitet, ist aller Vorraussicht nach pleite. Der dritte Faktor ist Zeit - das Einzige, was man nicht vermehren kann. Es ist hundertprozentig legitim, wenn Sie sich selbstständig machen mit dem Ziel, mehr Zeit für sich, Ihre Hobbys, Ihre Familie oder andere Dinge neben der Arbeit zu haben. Denn auch hier führt nur die Selbstständigkeit zum Erfolg. Denken Sie an den Spruch: "Ein gutes Unternehmen erkennt man daran, dass es auch ohne den Chef läuft".

Veröffentlicht in: Gründung/
27.10.2009

Die 72 Stunden Regel

Wie oft kommt es vor: Man wacht nachts auf oder steht unter der Dusche, und plötzlich schießt einem eine neue Idee durch den Kopf. Oder die Lösung für ein brennendes Problem in der Firma. Oder ein neuer Geschäftsbereich. Oder eine Optimierungsmaßnahme. Oder, oder, oder. Die meisten dieser Ideen versanden im Nichts. Nicht weil sie nicht gut sind, sondern weil sie vergessen oder abgetan werden. Vergessen, weil man sie sich nicht aufschreibt. Abgetan, weil sie im Moment vielleicht nicht umsetzbar sein, zu teuer, zu aufwendig, oder weil Sie einfach keine Lust haben (soll ja auch manchmal vorkommen :-).

Ich behandele jede solcher Ideen schon seit Jahren nach der 72 Stunden Regel. Die besagt, dann man für jede neue Idee, jedes Vorhaben innerhalb der ersten 72 Stunden den ersten Schritt tun muss, sonst sinkt die Chance auf Erfolg auf unter 1%. Keine Ahnung, ob das jemand mal statistisch erhoben hat, ich glaubs ja nicht. Aber aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Als Unternehmer kannt man das ja: "Die beste Zeit zum Anfangen ist jetzt."

Ich glaube, das Problem der meisten Leute mit der 72 Stunden Regel ist, dass sie viel zu überambitioniert an diesen ersten Schritt herangehen. Sie müssen dafür ja nicht gleich den Maschinenpark bestellen oder die Projektgruppe einrichten! Meine Erfüllung der 72-Stunden-Regel ist, dass ich über meine Idee 5 Minuten Brainstorming mache, bis absolut nichts mehr kommt, und die Ergebnisse in ein Mindmap schreibe. Das Mindmap kommt dann in den Ideen-Ordner (als Ausdruck abheften oder digital auf dem Fileserver). Das ist der erste Schritt - 72 Stunden Regel erfüllt! Die Idee oder das vorhaben ist nicht weg, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, ein gutes Konzept wegzuschmeißen. Alles ist aufgeschrieben, Sie haben den Kopf frei. Wenn die Zeit reif, die Lust oder das Geld da ist, holen Sie das Mindmap hervor und sind direkt wieder im 72-Stunden-Status. Dann kanns losgehen.

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