Berufsunfähigkeitsversicherung für Existenzgründer und Selbstständige

Viele Existenzgründer und Selbstständige haben Kraft ohne Ende. Trotzdem kann alles sofort anders sein. Ein Unfall oder eine Krankheit können jeden Menschen aus der Bahn werfen.

Dagegen sollten sich Selbstständige und Existenzgründer absichern – mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie müssen sich selbst darum kümmern, was passiert, wenn sie nicht mehr arbeitsfähig sind.

Informieren Sie sich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet überschaubar Geld – und sichert Ihre Existenz ab. So können Sie im Fall der Fälle zumindest Ihre Miete zahlen.

Holen Sie sich einen Vergleich. Manche Berufsunfähigkeitsversicherungen kosten 30 Euro im Monat, andere über 100 Euro. Das kommt auf das Alter, die Branche und die Angebote des Versicherungsunternehmens an. Mit einem Vergleich können Sie Geld sparen.

Er ist schlau und hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung!
Die eigene Arbeitsfähigkeit absichern.

Steigen Sie günstig ein. Man kann auch klein starten und Stück für Stück die Absicherung vergrößern. So zahlen Sie am Anfang wenig, haben aber eine existenzielle Absicherung.

 

Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Lassen Sie sich von einem unabhängigen Versicherungsexperten beraten. Der Berater erstellt einen Vergleich. Danach haben Sie den Überblick und können sich in Ruhe entscheiden.


Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherungen für Selbstständige: „Ein Vergleich lohnt sich“

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Existenzgründer und Selbstständige? Wie hole ich das Beste für mich raus? Wie läuft die Gesundheitsprüfung ab? Diese und weitere Fragen beantwortet Luis Brendel in diesem Interview.

Der gelernte Bankkaufmann ist Versicherungs-Experte für unter anderem Berufsunfähigkeitsversicherungen. Er arbeitet für Main-Finanz – einem unabhängigen Finanzdienstleister, welcher für Existenzgründer und Selbstständige maßgeschneiderte Versicherungen erarbeitet.

Versicherungs-Experte Luis Brendel
Luis Brendel

Herr Brendel, brauche ich als Existenzgründer und Selbstständiger wirklich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Hr. Brendel: Wissen Sie, als Versicherungs-Spezialisten für Unternehmer haben wir jeden Tag mit Selbstständigen zu tun. Es sind richtige Arbeitstiere. Sie geben alles für ihre Firma.

Die persönliche Gesundheit kann sich von der einen auf die andere Sekunde verändern. Das erleben ich leider viel zu oft im Umgang mit meinen Kunden. Wenn der Unternehmer krank ist, steht der Betrieb plötzlich still. Die Firma rutscht ins Soll. Die wenigsten Existenz-Gründer sind darauf vorbereitet.

Dazu kommt: Es geht oft nicht nur um die Firma. Lebenspartner(innen) und Kinder müssen versorgt werden. Sie sollten bei der Wahl der Höhe meiner Berufsunfähigkeitsrente in Betracht gezogen werden, denn wer gleicht mir meinen Einkommensausfall im Haushalt im Falle einer Berufsunfähigkeit aus?

 

Wo ist der Unterschied zum Angestellten?

Brendel: Wenn Sie als Angestellter zunächst arbeitsunfähig sind, melden sie sich krank. Das wirkt sich erst einmal nicht auf ihr Einkommen aus.

Zwar unterstützt Sie hier der Staat mit der sogenannten Erwerbsminderungsrente, jedoch nur mit ca. 15 – 30 % des letzten Brutto-Einkommens, wenn Sie fünf Jahre in die gesetzliche Rente eingezahlt haben und wenn es Ihnen nicht mehr möglich ist, auch einen anderen Job auszuüben. Hier differenziert sich auch eine Erwerbsminderungsrente von der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Es ist unabdinglich die staatliche „Unterstützung“ mit einer privaten Absicherung zu verstärken und zu ergänzen, oder kämen Sie monatlich mit 15 % Ihres Brutto-Einkommens über die Runden?

Bei Selbstständigen ist es anders. Sie müssen komplett für sich selbst sorgen.

Dabei ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige nicht teuer. Vor allem, wenn man betrachtet, was auf dem Spiel steht.

 

Wie viel kostet denn eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige und Existenzgründer?

Brendel: Die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen kosten zwischen 30 und 100 Euro im Monat. Es kommt darauf an, wie alt man ist, wie gesund und in welcher Branche man arbeitet.

In seltenen Fällen kommt es auch zu höheren Beiträgen – etwa, wenn Sie schwere körperliche Arbeit leisten und ggf. Vorerkrankungen vorliegen.

Der Kunde kann die Leistungsdauer und die Höhe seiner Berufsunfähigkeitsrente selbst mit seinem Berater festlegen und somit auch an der Preis-Schraube drehen.

Ein Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen lohnt sich auf jeden Fall. Denn Selbstständige und grade Firmengründer bauen sich eine eigene Existenz mit viel Herzblut, Schweiß und Leidenschaft auf, wieso sollte ich diese dann nicht auch absichern?   

 

Wann springt die Berufsunfähigkeitsversicherung denn ein? Selbst wenn ich einmal richtig krank bin, kann ich doch irgendwann wieder arbeiten gehen.

Brendel: Unzählige Beispiele aus dem Alltag belegen, dass es einen Jeden von uns treffen kann. Sei es durch einen Schlaganfall, Autounfall, Depression/Burnout oder durch anhaltende und chronisch bedingte Rückenleiden.

Sollte ich den wichtigen Schritt gehen und mich gegen ein solches und eine Vielzahl anderer Ursachen absichern, dann ist sowohl darauf zu achten, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung schnellstens greift und längstens leistet.

Im Optimalfall beginnt die Zahlung aus dieser Absicherung ab 6 Monaten (Marktstandart) und endet bei dauerhafter Berufsunfähigkeit bis zum Eintritt in meine Rentenphase (derzeitiges Alter 67 Jahre). Leider gibt es immer noch eine Vielzahl an schlechten Tarifen, welche im Leistungsfall erst ab einer Berufsunfähigkeits-Dauer von 3 Jahren Leisten. Es gilt also erneut – vergleichen, vergleichen, vergleichen und mit einem Experten das „Kleingedruckte“ genauestens zu analysieren, damit es im Leistungsfall keine bösen Überraschungen gibt.

Verbraucherschützer und Experten empfehlen etwa 75 Prozent seines Netto-Verdienstes absichern. Wenn Sie also 2.500 Euro netto verdienen, sollte die BU etwa 1.800 Euro absichern.

Wenn Sie dann noch finanzielle Rücklagen haben, kommen Sie sehr gut über die Runden, bis Sie wieder auf denen Beinen sind.

 

Ein großes Hemmnis ist für viele Selbstständige die Gesundheitsprüfung. Was kommt da auf mich zu?

Brendel: Das stellen sich viele schlimmer vor als es ist. Im Grunde ist es ein Fragekatalog mit circa 7 bis maximal 12 Fragen, die Sie nach bestem Wissen und Gewissen schriftlich beantworten. Es wird eine Frage gestellt und dahinter muss man ein Ja- oder Nein-Kreuzchen setzen. Wenn Sie gesund sind und es in der Vergangenheit waren, kreuzen Sie beispielsweise überall ein Nein an und erhalten meistens binnen ein paar Tagen Ihren Versicherungsschein. Auch bei Vorerkrankungen gilt: gehen Sie aufmerksam und nach bestem Gewissen die Fragen durch und klären Sie weitere Schritte mit Ihrem Berater ab.

 

Und wenn ich eine Krankheit in den letzten ein bis drei Jahren hatte?

Brendel: Dann wird die Absicherung dieser speziellen Vorerkrankung/Verletzung vielleicht ausgeschlossen. Wenn Sie also kürzlich vor Vertragsbeginn einen Kreuzbandriss zu beklagen hatte, wird beispielsweise hier dieses Risiko in der Zukunft oftmals ausgeschlossen.

Das ist bei einer solchen Verletzung aber nicht sehr beeinträchtigend, denn wenn Sie anschließen über mehrere Jahre gesund sind, können Sie sich dies per ärztlichem Zeugnis bescheinigen lassen. Reichen Sie dies dann bei Ihrer Versicherung ein – wird der Ausschluss bei vorheriger Absprache aufgehoben.

Viele Selbstständige und Existenzgründer sind in Ihrem Denken sehr gefangen, dass sie nichts machen können, oder dass es eine viel zu große Auswahl an Tarifen gibt, welche sie als Laien nicht überblicken können. Dabei fehlt oft nur ein Experte an der Seite, mit dem Selbstständige den Markt und Ihre individuellen Themen besprechen können. Anschließend können Sie dann unabhängig (zumindest bei Main-Finanz ist es so) Ihre eigene Entscheidung treffen.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit der größten Transparenz sollte schließlich immer das Ziel sein.

 

Vielen Dank!


Berufsunfähigkeit für Selbststände: Ist das sinnvoll? Häufige Fragen

Viele Selbstständige fragen sich, ob sie wirklich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen müssen. Stellen Sie sich vor: Sie fahren morgen für acht Wochen in den Urlaub und informieren niemanden. Funktioniert Ihre Firma dann noch? Falls nicht, haben Sie ein Problem. Denn eine plötzliche Krankheit oder ein Unfall können dafür sorgen, dass Sie ohne Vorankündigung ausfallen. Hier springt im Idealfall eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein. So können Sie in der Regel zumindest Ihre privaten Fixkosten weiter zahlen. Sie sichern also ein existenzielles Risiko ab.

 

BU: Der Vergleich

Einen umfangreichen Vergleich zu erstellen, macht viel Mühe. Man kann sich als Selbstständiger einen Test suchen. Oder man lässt sich einen individuellen Vergleich von einem Versicherungsexperten erstellen. Hier sollten Sie darauf achten, alle wichtigen Daten und Fakten zu nennen. Außerdem müssen Sie sich nicht entscheiden. Sie können sich in Ruhe einen Vergleich erstellen lassen und dann überlegen, was Sie machen wollen. Übrigens: Ein Vergleich macht auch bei anderen Versicherungen wie der Betriebshaftpflicht viel Sinn.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Kosten

Die Versicherungen unterscheiden sich stark von den Kosten. Jeder Anbieter hat seine eigenen Tarife. Es kommt auch darauf an, wie gut der Schutz sein soll. Generell macht es Sinn, zunächst mit einer günstigen Variante zu beginnen – erst Recht, wenn man als Existenzgründer oder junger Selbstständiger noch nicht so viel Geld erwirtschaftet. Läuft das Geschäft gut, kann man später immer noch aufsatteln. Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer ist, kann man sich auch überlegen, zu wechseln. Dies sollten Sie aber mit einem Versicherungsexperten besprechen. So dass Sie erst kündigen, wenn Sie die andere Versicherung bereits sicher haben.

 

Vorerkrankungen und Gesundheitsprüfung

Manche Menschen waren bereits krank. Sie fürchten die Gesundheitsprüfung. Laut Experten besteht diese Prüfung aus einem Fragebogen. Diesen Fragebogen muss man beantworten. Hier sollte man auf jeden Fall ehrlich sein. Jedes Versicherungs-Unternehmen hat aber seinen eigenen Fragebogen. Manche fragen längere Zeiträume ab, andere nur die letzten paar Jahre. Auch hier hilft eine Beratung, damit man den passenden Anbieter auswählt.

 

Berufsunfähigkeit kündigen

Manche Selbstständige ärgern sich über die hohen Kosten und kündigen ihre Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch hier sollten Sie nicht vorschnell handeln. Prüfen Sie zunächst, ob es nicht einen günstigeren Anbieter gibt. Sobald Sie beim anderen Anbieter den Versicherungsschutz sicher haben, können Sie Ihre teure Versicherung kündigen.