Betriebsmittelkredit und Investitionskredit: Wie Sie ein günstiges Darlehen kommen

Waren, Werbung, Löhne, Anlagen, Investitionen: Als Unternehmer muss man laufend Geld ins Geschäft schießen. Mal ist das Konto im Plus, oft aber auch im Minus. Als Unternehmer brauchen Sie finanziellen Spielraum. Dafür gibt es passende Kredite und Darlehen.

Allerdings: Die Banken stellen sich oft quer. Die Beantragung ist bürokratisch, vor allem, wenn Sie auch Fördergelder haben möchten. Erfahren Sie hier, wie Sie am besten vorgehen.


„Ein Schuss – ein Treffer“: So beantragen Sie erfolgreich einen Unternehmerkredit

Der Hamburger Unternehmensberater Dr. Phillip Winkler unterstützt seit vielen Jahren Unternehmen dabei, Kredite und Förderungen zu beantragen.

Von der Startphase über Wachstum bis zur Krisenüberbrückung: Es gibt viele Situationen, in denen Unternehmen eine Finanzierung benötigen. Im Interview spricht der Berater über die Stolpersteine – und wie man es am besten angeht. 

Herr Winkler, Sie haben viel Kontakt zu Banken und Fördermittelgebern. Wie locker sitzt das Geld derzeit? Bekomme ich als Unternehmer einfach einen Kredit? 

Das kommt ganz auf Ihre Situation an. Gründer haben es nicht einfach, da jede Existenzgründung aus Bankensicht zunächst einmal ein erhöhtes Risiko darstellt. 

Anders sieht es aus, wenn Ihr Unternehmen sich bereits auf dem Markt bewährt hat, seit mehreren Jahren erfolgreich Umsätze und Gewinne erwirtschaftet und Sie jetzt einen Wachstumskredit benötigen. Da sind viele Banken offener, wenngleich spätestens auf der Ebene der Bürgschaftsbanken wieder eine professionelle Vorbereitung das A und O ist.

Warum holen sich Unternehmen einen Wachstumskredit?

In der Regel muss Wachstum vorfinanziert werden. Das gilt beispielsweise für die Aufstockung des Warenlagers genauso wie für Investition in die Vertriebskanäle. Wenn diese Maßnahmen ausschließlich aus dem laufenden Cash-Flow bezahlt werden, geht es nur langsam und in kleinen Schritten voran.

Eine gezielte und gut geplante Wachstumsfinanzierung kann hier der Schlüssel sein, um in kurzer Zeit große Fortschritte zu realisieren, die sonst mehrere Jahre beansprucht hätten.

Es gibt auch hier verschiedene Formen des Kredites. So werden Kredite für Betriebsmittel wie Miete oder Gehälter bei Banken grundsätzlich anders behandelt als Investitionskredite für den Erwerb von Maschinen. Dies kann auch Auswirkungen auf Konditionen wie Zins und Laufzeit haben.

Und wie sieht es bei einer unternehmerischen Krise aus?

Auch das kommt vor. Ein Zahlungsausfall, ein Großkunde springt ab, eine Delle in der Konjunktur. Es gibt viele Situationen, in denen es plötzlich an Geld mangelt und Unternehmen in einen finanziellen Engpass kommen. 

Für einen Kredit muss man der Bank erklären, wie es dazu gekommen ist und was man vorhat, um das Unternehmen wieder zukunftsfähig zu machen. Gerade in schwierigen Situation, in den traditionelle Banken sich nicht engagieren wollen, können dabei auch alternative Finanzierungsmethoden der Schlüssel sein.

Wie bereite ich mich auf das Kreditgespräch mit der Bank vor? 

Generell gilt: Die Bankangestellten haben in Zeiten radikalen Personalabbaus und steigender Dokumentationspflichten wenig Zeit und Interesse, mit Ihnen gemeinsam erst einmal die Grundlagen der Finanzierung zu erarbeiten.

Je weniger Arbeit Ihr Antrag mit sich bringt bzw. je professioneller die Vorbereitung, desto besser. Verschärft wird diese Situation durch das vorherrschende Mehraugenprinzip: Ihre Unterlagen werden bei Haus- und Bürgschaftsbank gleich von mehreren Personen geprüft, die das berühmte Haar in der Suppe suchen. 

Insoweit bildet ein wasserdichtes Konzept das benötigte Fundament. Hier ist die professionelle Finanzplanung, die Umsätze, Ertrag und laufende Liquidität nachvollziehbar darstellt, einer der entscheidenden Punkte. Machen Sie sich auf kritische Fragen gefasst. Das ist normal.

Genau an dieser Stelle ist es gut, wenn man einen erfahrenen Unternehmensberater an der Seite hat. Sie gehen selbstbewusst ins Gespräch, zeigen keine offenen Flanken und kommen insgesamt als attraktiver Kunde und nicht als Bittsteller.

Gehe ich am besten zu meiner Hausbank?

Auch hier kommt es auf Ihr Unternehmen und Ihre Situation an. Manche Banken vergeben grundsätzlich keine Kredite an Unternehmen. Manche sind offen für Existenzgründungen. Andere geben nur Kredite an etablierte Unternehmen. Hinzu kommen verschiedene staatliche Förderinstitutionen, die den Hausbanken ein Teil des Risikos abnehmen. 

Frage ich viele Banken parallel an oder ein Institut nach dem nächsten?

Wenn Sie sehr viele Banken parallel anfragen, bekommen Sie zwar schnell viel Feedback, aber Sie gehen auch ein hohes Risiko ein. Wenn z.B. alle Banken Sie wegen des gleichen, vielleicht sogar begründeten Kritikpunkts ablehnen, ist Ihr Vorhaben schnell „verbrannt“. Vor allem angesichts der regionalen Zuständigkeiten bei den Banken haben Sie nicht viele Schüsse frei.

Meistens macht es Sinn, ein oder zwei Banken anzufragen und die Resonanz abzuwarten. Wenn dann Kritik geäußert wird, kann man sein Konzept nachbessern und eine weitere Bank anfragen. Im Idealfall bereiten Sie sich richtig gut vor und landen dann mit dem ersten Schuss auch direkt einen Treffer. 

Sind die Zinssätze bei den Banken unterschiedlich?

Bei den meisten Förderkrediten bewegen sich die Zinssätze in einem vorgeschriebenen Rahmen und es gibt keine nennenswerten Verhandlungsspielräume. Anders sieht es bei reinen Hausbankdarlehen aus, die vor allem bei erfolgreichen Unternehmen mit mehrjähriger Historie in Betracht kommen. Hier bemühen sich die Banken häufig um den Kunden, nicht umgekehrt.

Vielen Dank!


Die Ausgangslage: Auf den passenden Kredit kommt es an

Betriebsmittelkredit: Richtig teuer

Der Betriebsmittelkredit ist ein kurzfristiger Kreditrahmen, damit Sie als Unternehmer die Rechnungen bezahlen können. Die Banken lassen sich die Überziehung des Geschäftskontos gut bezahlen. Die Konditionen sind und bleiben hoch. Außerdem wollen die Banken entsprechende Sicherheiten sehen wie etwa Jahresabschlüsse. Alternative: Beantragen Sie ein längerfristiges Betriebsmitteldarlehen über eine Förderbank.

Förderbanken: Günstige Unterstützung

Es gibt bundesweite Förderbanken, die zinsgünstige Betriebsmitteldarlehen und Investitionskredite anbieten. Hierzu zählen die KfW und regionale Förderbanken der Bundesländer. Mit einem solchen Darlehen haben Sie als Unternehmer über einen längeren Zeitraum genug Geld auf dem Konto. Zudem sparen Sie bares Geld – weil sie weniger Zinsen zahlen.

Beantragung: Oft bürokratisch, aber es gibt Hilfe

Die Beantragung von solchen länger laufenden Betriebsmittelkrediten und Investitionskrediten ist leider oft bürokratisch. Hier helfen unabhängige Fördermittelberater. Ein Berater vor Ort kennt die Förderlandschaft wie seine Westentasche. Er weiß auch, welche Zahlen die Fördermittelgeber und Banken sehen wollen – und wie man sie überzeugt.


Persönliche Beratung: So kommen Sie schneller voran

Sie wollen ein Betriebsmitteldarlehen beantragen oder sind auf der Suche nach einem guten Investitionskredit? Dann sprechen Sie am besten mit einem Unternehmensberater und Fördermittelberater aus Ihrer Region darüber.

Über unser Formular unten können Sie schnell und einfach Kontakt aufnehmen Der Berater kennt sich mit Anbietern, Konditionen und Beantragung aus. Er entwickelt – unabhängig von Banken – eine passende Finanzierung für Sie. Der Berater rechnet für Sie alles durch.

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Kredite für Jungunternehmer und bestehende Unternehmen

Gründer und Jungunternehmer: ganz am Anfang

Viele Jungunternehmer stehen noch ganz am Anfang. Sie wollen und müssen investieren. Ihr Problem: Sie haben noch keine Jahresabschlüsse oder oft noch niedrige Umsätze. Daher müssen Sie um so besser beweisen, dass Ihr Unternehmen gute Chancen am Markt hat. Für das Jungunternehmer-Darlehen wollen Banken häufig einen Businessplan sehen – inklusive einer sattelfesten Finanzplanung. Für Gründer und Jungunternehmer gibt es entsprechende Darlehen von der KfW.

Bestehende Unternehmen: stehen voll im Saft

Bestehende Unternehmen haben einen wesentlichen Vorteil: Sie können Ihre Jahresabschlüsse vorzeigen. Allerdings benötigt man in der Regel einen Kredit, wenn es eben nicht so gut läuft. Also müssen sich auch langjährige Unternehmer vor der Bank behaupten und den Bankangestellten überzeugen. Hier kann ein erfahrener Fördermittelberater und Unternehmensberater helfen, einen überzeugenden Finanzplan zu erstellen. Hier mehr Infos zu solchen Unternehmensberatungen.


Einfach erklärt: Das steckt hinter den Begriffen

Definition Betriebsmittelkredite: Damit das Geschäft kurzfristig weiterläuft

Ein Betriebsmittelkredit wird auch als Handelskredit oder Überbrückungskredit bezeichnet. Oft wird der Betriebsmittelkredit als Kontokorrentkredit vergeben. Es ist ein kurzfristiger Umlaufkredit, damit Sie als Unternehmer Ihr Geschäft am Laufen halten. Sie kaufen zum Beispiel Waren oder Rohstoffe auf Kredit ein und überbrücken mit dem Betriebsmittelkredit die Zeit, bis Sie mit den Verkäufen Umsatz und Gewinne erwirtschaftet haben.

Definition Investitionskredite: Weil Sie in Ihr Unternehmen langfristig investieren

Kein Unternehmen wächst aus dem Nichts. Man muss immer investieren. Mit der eigenen Arbeits- und Lebenszeit. Aber oft auch in Maschinen oder Anlagen. Hier helfen Investitionskredite bzw. Investitionsdarlehen, die auch Anlagekredite genannt werden. Sie laufen über einen längeren Zeitraum. Sie sollten die Investitionen allerdings genau durchrechnen. „Pi mal Daumen“ reicht keiner Bank aus.


KfW, Ärger mit der Bank, Umschuldung: Häufige Fragen und kurze Antworten

Ein Beispiel: Betriebsmittelkredit der KfW

Die KfW kommt oft ins Spiel, wenn es um Betriebsmittelkredite geht. Der Grund: Hier gibt es die passenden Angebote wie den ERP-Kredit. Den ERP-Kredit gibt es in unterschiedlichen Größen – von 100.000 Euro bis 500.000 Euro. Allerdings zu unterschiedlichen Konditionen, unter anderem bei Tilgung, Haftung und Eigenkapital. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie einen Kredit bei der KfW erhalten. 

 

Betriebsmittelkredit abgelehnt: Was tun?

Wer kurzfristig einen Betriebsmittelkredit braucht und die Bank spielt nicht mit, der steht sofort mit dem Rücken an der Wand. Jetzt muss es schnell gehen, sonst steht eine Sanierung oder gar Insolvenz im Raum. Sie sollten sich einen unabhängigen Unternehmensberater an die Seite holen. Oft verweigern Banken den Kredit, weil es ihnen an Sicherheiten fehlt oder sie an der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zweifeln. Mit einem Berater an der Seite erstellen Sie einen grundsoliden Finanzplan und bereiten das Bankgespräch besser vor.

 

Wie ist der aktuelle Zinssatz bzw. die aktuellen Konditionen?

Der Zinssatz von Betriebsmittelkrediten und Investitionskrediten schwankt laufend. Hier sollten Sie bei den Banken und Förderbanken selbst nachschauen und vergleichen. Zwischen einem Kontokorrentkredit und einem Investitionskredit liegen oft mehrere Zinspunkte. Generell gilt: Sie brauchen zuerst einen soliden Finanzplan, aus dem Sie genau ableiten, wie hoch die Kreditsumme sein muss. Danach erfolgt die Anbietersuche.

 

Kann ich auch als Selbstständiger oder Freiberufler einen Kredit beantragen?

Auch Einzelunternehmer und Selbstständige haben ein Geschäftskonto. Sie können und müssen oft ebenfalls einen Betriebsmittelkredit beantragen. Etwa bei einem Großauftrag, der erst später bezahlt wird. Aber auch Selbständige müssen entsprechende Sicherheiten vorweisen und eine solide Finanzplanung mit einreichen.

 

Ich überlege über ein Betriebsmitteldarlehen umzuschulden. Macht das Sinn?

Eine Umschuldung macht immer Sinn, wenn Sie danach weniger Zinsen zahlen. Allerdings müssen hier alle Parteien mitspielen. Hier holen sich Unternehmen oft externe Unterstützung. Denn für eine Umschuldung müssen die Finanzen genau durchleuchtet werden: Sind die Kosten zu hoch? Die Einnahmen zu niedrig? An welchen Stellschrauben kann gedreht werden? Hier hilft ein Unternehmensberater mit einer betriebswirtschaftlichen Analyse.

 

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