Die Finanzplanung für Existenzgründer

Das Geld geht schneller weg als man denkt. Geld für die Werbung, Geld für die Ausstattung, dazu die Miete – und schon gerät der Existenzgründer unter finanziellen Druck. Das ist unnötig!

Kluge Existenzgründer machen eine solide Finanzplanung. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei der Finanzplanung achten sollten - und wie Sie vorgehen. 

Warum brauche ich eine Finanzplanung?

Jede Bank verlangt eine ausführliche und detaillierte Finanzplanung, bevor sie einen Kredit bewilligt. Kein Wunder: Die Bank will wissen, wie viel Geld man denn genau für was braucht – und ob das auch „realistisch“ kalkuliert ist. Denn viele Existenzgründer sehen nicht, wie viel Geld sie wirklich brauchen, um ihr Geschäfts ans Laufen zu kriegen.

Beispiel: Ein Gründer eröffnet einen Bioladen. Aber es dauert vielleicht einige Zeit, bis die Kunden das Geschäft überhaupt sehen und betreten. Diese Zeit muss man mit einrechnen! Denn die Fixkosten – Ihre  Miete, Ihr Wareneinkauf – laufen vom ersten Tag an. Auch Kosten für Marketing müssen berücksichtigt werden. 

Zur Finanzplanung gehören alle Finanzen, sowohl die beruflichen als auch die privaten Finanzen. Auf der einen Seite werden alle Einnahmen aufgelistet, auf der anderen Seite alle Ausgaben. Die wenigsten Gründer haben ein Händchen für Finanzplanung. Meistens liegen die Kontoauszüge und alle anderen Unterlagen in irgendeiner Ecke.

Dazu kommen Schätzungen für Ausgaben und Einnahmen in der Zukunft. Zum einen der erwartete Umsatz des Unternehmens, der in der Umsatzplanung aufgelistet wird. Zum anderen die Investitionen, die im Investitonsplan festgehalten werden.

Wenn Sie nicht sicher sind, was alles zur Finanzplanung gehört, kann es Sinn machen, einen professionellen Gründercoach hinzuzuziehen. Die Berater haben Erfahrungswerte, wie lange es dauert, bis man mit seinem Geschäft genug Geld verdient. Sie kennen die Banken vor Ort und wissen, wie man im Bankgespräch klug vorgeht. Von diesen Erfahrungen kann man als Gründer einfach profitieren. 

 

Über unseren Berater-Service können Sie unverbindlich Kontakt zu einem Gründercoach in Ihrer Region aufnehmen. Die Finanzplanung ist die Kernkompetenz der Unternehmensberater. Sie sind fit in allen Themen rund um Zahlen und Fakten. Profitieren Sie von dieser Erfahrung. 

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„Mit einer Finanzplanung schläft man deutlich ruhiger“

Günter Funk berät seit vielen Jahren Unternehmer und Existenzgründer in betriebswirtschaftlichen Fragen. Er ist Lehrbeauftragter an der Hochschule Koblenz, vereidigter Sachverständiger für die örtliche IHK und akkreditierter Unternehmensberater.

Sein Eindruck: Die meisten Unternehmer kümmern sich zu wenig um eine solide Finanzplanung. Die Folge: Sie verdienen zu wenig Geld – und rutschen in schlechten Zeiten schnell in existenzielle Gefahr.

Wie man für sein Unternehmen einen Finanzplan erstellt, erklärt er in diesem Interview:

 

Herr Funk, viele Selbstständige arbeiten hart. Da bleibt oft einfach keine Zeit für „Büro-Aufgaben“ wie etwa die Finanzen. Haben Sie dafür Verständnis?

Günter Funk: Natürlich ist es auf den ersten Blick so, dass man mit seinem Tagesgeschäft Umsatz macht und mit Bürotätigkeiten nicht. Sie können es schließlich niemandem in Rechnung stellen, wenn Sie einen halben Tag über Ihren Kennzahlen brüten.

Gründerberater Günter Funk

Auf der anderen Seite: Viele Unternehmer arbeiten hart und wundern sich, dass so wenig Geld hängen bleibt. Eigentlich müssten Gewinne da sein, aber das Konto ist im Minus.

Schwierig wird es dann, wenn es zu Liquiditätsproblemen kommt: Auf einmal muss eine große Rechnung bezahlt werden oder ein großer Auftrag platzt. Der Kontostand ist tiefrot. Oft sagen die Banken dann: Hol dir sofort Hilfe, sonst ist dein Unternehmen insolvent.

Am besten ist es, wenn Unternehmer deutlich früher zu mittelständischen Beratern kommen. Dann haben wir noch deutlich mehr Spielraum, um die Finanzplanung auf richtige Füße zu stellen.

 

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste betriebswirtschaftliche Kennzahl?

Funk: Die Liquidität ist die wichtigste Kennzahl – also vereinfacht gesagt, dass immer genug Geld auf dem Konto ist, um alle Ausgaben und Steuern zu bezahlen.

Die Faustformel ist hier: Man braucht genug Geld auf dem Konto, um mindestens zwei Monate alles zu finanzieren – ohne eine einzige Einnahme in dieser Zeit.

Dafür braucht man allerdings eine genaue Aufstellung aller Ausgaben und Einnahmen. Und zwar sowohl privat als auch beruflich. Man sollte alle Sonderausgaben mit einbeziehen. Im Januar werden etwa oft Versicherungen abgebucht. Alle diese Zahlen kommen in eine große Excel-Tabelle.

Die meisten Unternehmer haben eine solche Aufstellung nicht. Sie haben nur ein Konto, von dem alles abgeht. Kommt eine kurze finanzielle Krise, stehen sie sofort mit dem Rücken zur Wand.

Wenn wir so eine Aufstellung erarbeiten, sind die meisten überrascht, wie wenig Geld am Ende übrig bleibt. Ein Beispiel: Ich hatte kürzlich einen Mandanten, der 400.000 Euro Umsatz gemacht hat und 40.000 Euro Gewinn. Aber nach Steuern und Zinstilgungen blieben bloß noch 3.500 Euro übrig.

 

Wir leben in sehr unruhigen Zeiten. Wie kann ich mich als Unternehmer für die Zukunft wappnen?

Funk: Auch hier hilft die Finanzplanung. Denn meine Kosten kann ich auch für die zukünftigen Jahre einkalkulieren. Schwieriger wird es bei den Einnahmen. Aber wenn man solche Planzahlen über mehrere Jahre erarbeitet hat, kann man die möglichen Einnahmen sehr gut schätzen.

In der Handwerksbranche gibt es zum Beispiel saisonale Schwankungen. Auch diese Schwankungen kann ich durch Erfahrungswerte mit einkalkulieren und in guten Zeiten entsprechend Rücklagen dafür aufbauen.  Mit einer guten Finanzplanung schläft man als Unternehmer deutlich ruhiger.  

Wenn ich die Planzahlen sehe, kann ich auch jederzeit einschätzen, wie es um mein Unternehmen steht. Wie viel Umsatz muss ich dieses Jahr noch machen? Muss ich noch Akquise betreiben oder habe ich meinen Soll schon erfüllt?

 

Sie haben vorhin gesagt, dass Unternehmer zu wenig verdienen. Wie kann ich denn meinen Gewinn erhöhen?

Funk: Viele Unternehmer nehmen Stundensätze nach Bauchgefühl. Nach dem Motto: „Das ist in meiner Branche so üblich.“ Wenn man es dann einmal richtig durchrechnet, kommt oft heraus, dass man viel zu günstig ist. Der Unternehmer arbeitet lang und hart – und verdient viel zu wenig dafür.

Die Stundensätze sollten auf Basis der Finanzplanung richtig durchkalkuliert werden. Ich weiß, wie viel Umsatz und Gewinn ich machen muss. Ich weiß auch, wie viele Stunden ich und meine Angestellten arbeiten. Damit kann ich auch ausrechnen, wie hoch der Stundensatz sein muss.

Eine weitere Frage ist, wie gut das Personal und die Maschinen ausgelastet sind. Auch hier sollte man genau erheben, wie produktiv die Mitarbeiter ausgelastet sind.

Eine Preiserhöhung ist natürlich eine sehr sensible Sache. Auch hier sollte man sich eine Strategie zurechtlegen, um keine Kunden zu verprellen.

 

Wir haben am Anfang darüber gesprochen, dass viele Unternehmer keine Zeit für solche Büro-Aufgaben haben. Wie viel Zeit sollte ich als Unternehmer in meine Finanzplanung stecken?

Funk: Die meiste Arbeit steckt in der ersten Erstellung der Finanzplanung. So, dass Sie eine Basis haben. Hier kann Ihnen ein Unternehmensberater helfen. Für eine solche Beratung gibt es übrigens oft Fördermittel.

Wenn alles steht, sollten Sie zwei bis drei Stunden pro Woche für diese Arbeit einplanen. Sie überprüfen die Zahlungseingänge und –Ausgänge und tragen es in Ihre Tabellen ein. Einmal im Monat benötigen Sie zwei bis drei Stunden Zeit, um die monatlichen Zahlen zu überprüfen und einzutragen.

Diese Arbeit wird schnell zur Routine. Meine Erfahrung ist: Jedem Unternehmer geht es danach besser. Weil man weiß, wo man finanziell steht.

Außerdem: Letzten Endes will jeder Unternehmer gutes Geld verdienen. Dafür braucht man eben eine solide und seriöse Finanzplanung.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Zusammenfassung

  • Viele Unternehmer haben keine Finanzplanung
  • Alle Ausgaben und Einnahmen kommen in eine große Tabelle
  • Je mehr Erfahrung, desto besser kann man vorausschauend schätzen
  • Stundensätze sollten genau durchkalkuliert werden
  • Für eine Beratung gibt es staatliche Fördermittel

Der Finanzplan als Teil des Businessplans

Wo das Gründungskonzept die Seele ist, ist der Finanzplan das Herz Ihres Businessplans. Hier beschreiben Sie, wie groß der Kapitalbedarf für die Startphase und auch für die Jahre danach ist. Welche kurz- und langfristigen Kosten kommen auf Sie zu, wenn Sie Ihre Ideen umsetzen? Schätzen Sie, wie viel Verdienst Sie machen möchten und geben Sie an, welcher Wert realistisch ist.

Diese Zahlen tragen Sie in eine Excel-Tabelle ein. Die Excel-Tabelle ist Teil des Businessplans und wird bei der Bank eingereicht. Aufgrund dieser Zahlen (und weiterer Faktoren im Businessplan) entscheiden Bankberater, ob der Gründerkredit bewilligt wird.

Sie suchen nach einer einfachen und guten Businessplan-Vorlage? Dann hilft Ihnen das „Businessplan Vorlagen System. Die Vorlage besteht aus drei Teilen:

  1. Finanzplan-Vorlage (Excel): In diesem Dokument finden Sie vorgefertigte Listen, mit denen Sie Ihre Finanzplanung durchführen können. Die Listen sind in Excel angelegt und bereits vor-formatiert. 

  2. Businessplan-Vorlage (Word): In der Vorlage finden Sie eine Struktur. Die wichtigen Kapitel mit den entscheidenden Fragen, die Sie beantworten müssen. Zusätzlich Satzbausteine, die Ihnen das Formulieren erleichtern. 

  3. Businessplan-Ratgeber (PDF): In einem kompakten und verständlichen Ratgeber (22 Seiten) erklären wir für jedes Kapitel kurz, warum es wichtig ist, worauf Sie achten sollten. Außerdem nennen wir unsere Geheimtipps.

Mit unserem Vorlagen-System kommen Sie einfacher und schneller ans Ziel. Sie können sich an der Vorlage orientieren. Sie machen sich auf den Weg ein erfolgreicher Existenzgründer zu werden.

Die Businessplan Vorlage kostet Sie nur 14,99 EUR inkl. MwSt. Nutzen Sie die Vorlage und testen Sie es ohne Risiko. Sie haben ein 30-tägiges Rückgaberecht. 

 

Ja, ich will die Businessplan-Vorlage


Die privaten Finanzen bei Existenzgründung

Die wenigsten Existenzgründer verdienen vom ersten Tag an genug Geld, um sich vollständig zu finanzieren. Aber Vorsicht: Die privaten Ausgaben laufen trotzdem vom ersten Tag an weiter! Man kann zwar sparsam leben. Aber trotzdem muss man mindestens genug Geld für Miete, Versicherungen und Essen haben. Das Geld muss mit eingeplant werden - zum Beispiel, wenn man einen Kredit beantragt.

Stellen Sie also zu Beginn Ihrer Finanzplanung stellen Sie Ihre privaten Finanzen auf. Die Planung gehört in den Businessplan, genau so wie die Investitionsplanung. Machen Sie eine detaillierte Aufstellung, welche Kosten jeden Monat bei Ihnen anfallen. Unregelmäßige Kosten legen Sie auf den Monat um. So bekommen Sie einen genauen Wert, wie viel Geld Sie im Monat privat benötigen. Seine Sie möglichst realistisch. Zu den Kosten gehören unter anderem:

  • Miet, Strom, Telefon
  • Versicherung
  • Essen
  • Mitgliedschaften (Fitnessclub etc.)
  • Fester Betrag für Geschenke, Feiern etc.
  • Bei Kindern: Kita- oder Tagesmutter-Gebühren

Falls Sie bis jetzt noch keinen Überblick über Ihre privaten Ausgaben haben, können Sie sich auf die ein oder andere Überraschung freuen. Denn auch neben dem Businessplan ist es immer gut zu wissen, was finanziell auf einen zukommt, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

Eventuell können Sie bei Ihren Versicherungen sparen. Auf der anderen Seite brauchen Sie vielleicht zusätzliche Versicherungen für Ihr Unternehmen. Es macht Sinn, dies mit einem Versicherungsmakler abzusprechen. Hier können Sie Preise vergleichen und Kontakt zu einem Makler aufnehmen.

Tipp: Es bring Ihnen garnichts, wenn Sie hier und da versuchen, ein paar Euro durch Verzicht zu sparen. Ein Kinobesuch mehr oder weniger entscheidet nicht über Ihren Erfolg. Wenn Sie Ihre Selbstständigkeit schon zu Beginn als den großen Verzicht und das große Knausern ansehen, verlieren Sie schnell den Spaß. Was wiederum auch nicht bedeutet, dass Sie eventuellen Luxus einfach weiterführen können. Übertreiben Sie es einfach nicht und gönnen sie sich auch mal eine Belohnung.

Der Mindestumatz

Die privaten Kosten sind für jeden Existenzgründer der wichtigste Posten bei der Mindestumsatzberechnung. Diese Kosten, addiert mit Ihren betrieblichen Ausgaben und Steuern, ergibt den Mindestumsatz, den Sie mit Ihrer Firma erreichen müssen, um davon leben zu können. An diesem Wert bemisst sich Ihr Erfolg in den ersten Jahren der Gründung.

Trennung zwischen Privat und Firma 

Generell gilt: Sie sollten zwischen privaten und beruflichen Ausgaben trennen. Informieren Sie sich deswegen am besten über ein Geschäftskonto. Ziehen Sie den Vergleich: Zum Teil gibt es kostenlose Geschäftskonten, einige Konten kosten nicht sehr viel. 


Investitionsplan für Existenzgründer

Viele Existenzgründer unterschätzen, wie viel Geld sie brauchen, um ihre Gründung umzusetzen. Jeder Gründer muss einen detaillierten Investitionsplan entwerfen. Wer hier schludert, der muss gar nicht erst zum Bankgespräch kommen. Die Banken überprüfen genau, ob die Kalkulation stimmig ist. Erst dann sind sie bereit, einen Kredit zu vergeben

Auch wer Geld zurückgelegt hat, also Eigenkapital angespart hat, sollte seine Investitionen gut durchrechnen. Besser man ist von Anfang an ein "Sparfuchs". Das gesparte Geld kann man dann zum Beispiel als Rücklage für schlechte Zeiten nehmen oder ins Marketing investieren.

Höhe der Investitionen ermitteln

Was gehört alles zu den Investitionen? Unter die Investitionen fallen alle geplanten Ausgaben zur Gründung selbst, zum Beispiel:

  • Waren und Materialkosten
  • Miete für das eigene Geschäft oder Warenlager
  • Einrichtungskosten
  • Genehmigungen, Gebühren oder Beratungshonorare.
  • Werbung- und Marketingkosten 
  • Computer- oder Telefonanlagen, Möbel und weitere Büroausstattung

Tragen Sie also alle Kosten für Investitionen, Betriebsmittel und Markterschließungskosten in eine Tabelle ein und berechnen Sie damit Ihre Investitionen.

Außerdem müssen Gründer auch ihre privaten Kosten berücksichtigen. Schließlich muss man auch die Miete für die eigen Wohnung, Lebenshaltungskosten und vieles mehr bezahlen. Und diese Kosten laufen vom ersten Tag an weiter.

Finanzierung anhand des Bedarfs berechnen

Wie und ob sie Ihre Investitionen über einen Kredit finanzieren müssen, entscheidet die Höhe Ihres Eigenkapitals. Ziehen Sie von den Gesamtinvestitionen einfach die Höhe Ihres Eigenkapitals, welches Sie für Investitionen verwenden wollen, ab. Das Ergebnis ist der zusätzliche Kapitalberarf, den Sie über ein Darlehen decken müssen. Beachten Sie, dass durch einen Kredit auch wieder Zinsen anfallen, die wiederum Ihr Betriebsergebnis mindern.

Bedenken Sie auch, dass es Fördermittel gibt! Hier kann Ihnen zum Beispiel ein Gründerberater helfen. Gründerberater unterstützen Existenzgründer in der Startphase. Sie kennen sich aus mit Businessplänen, Kreditbeschaffung und Marketing. Über unsere Datenbank können Sie kostenlos und unverbindlich mit einem Berater Kontakt aufnehmen. In einem ersten Gespräch können Sie kostenfrei klären, wie Ihnen der Berater helfen kann. Die Beratung selbst kostet Geld, kann aber sehr viel bringen.


Umsatzplanung für Existenzgründer

Der Umsatzplan ist für viele Existenzgründer ein großes Rätsel. Denn wer kann schon in die Zukunft schauen? Niemand weiß, ob die eigene Geschäftsidee zündet. Ob man wirklich erfolgreich ist. Auf der anderen Seite ist der Umsatzplan Plicht und gehört in jeden Businessplan. Ohne Umsatzplanung bewilligt keine Bank einen Kredit.

Aber selbst, wenn man nicht weiß, wie gut sich die eigene Dienstleistung oder die eigenen Produkte verkaufen, macht der Umsatzplan viel Sinn. Denn viele Existenzgründer kalkulieren viel zu knapp. Sie bieten ihre Leistungen sehr günstig an - und merken später, dass das Geld nicht reicht.

Und so geht es: Geben Sie an, was Sie in welchem Zeitraum Sie Ihr Produkt zu welchem Preis verkaufen möchten. Dabei sollten Sie möglichst realistisch sein. Recherchieren Sie Ihre Preise an marktüblichen Kennzahlen und versuchen Sie über die Markt- und Wettbewerbsanalyse Ihre Verkaufszahlen festzulegen. Wenn Sie für einen Bereich keine belastbaren Zahlen haben, müssen Sie die Werte schätzen.

Existenzgründer sollten sich darauf einstellen, dass die Bank die Zahlen kritisch hinterfragt. Wenn man einfach nur Zahlen erfindet, fällt das einem erfahrenen Bankangestellten in kürzester Zeit auf. Gründer sollten das Bankgespräch also nicht unterschätzen.

Der Umsatzplan ist in der Regel auf drei Jahre festgelegt. Sie sollten ihn regelmäßig an den aktuellen Stand anpassen. So bekommen Sie automatisch ein Gefühl dafür, wie sie Ihren Umsatz für die Zukunft realistisch einschätzen können. Denn Sie sollten den Umsatzplan auch in den Jahren nach der Gründung auf die drei Jahre im Voraus aktuell halten. Das hilft Ihnen, geschäftliche Entscheidungen zu treffen und problematische Situationen im Vorfeld zu erkennen.

Bilder:

  • ©retrorocket – Istockphoto.com