Förderung für Existenzgründer und Jungunternehmer

Die gute Nachricht: Sie sind nicht alleine beim Gründen! Viele staatliche und private Stellen unterstützen und fördern Existenzgründer.

Die Fakten:

  • Es gibt zahlreiche Förderungen und Fördermittel für Existenzgründer
  • Die Förderungen unterscheiden sich je nach Branche, Bundesland und Behörde  
  • Die Beantragung ist oft sehr bürokratisch 
  • Weil die Suche und Beantragung schwierig ist, suchen sich viele Gründer Unterstützung durch einen professionellen Gründerberater 

Die Art der Förderung für Existenzgründung teilt sich grob in drei Bereiche auf: Die Förderung des Lebensunterhalts, Zuschüsse für Beratung und Coaching und der größte Bereich, die finanzielle Förderung für Existenzgründer durch Kredite, Darlehen, Bürgschaften etc.

Es gibt unterschiedliche Behörden, die Existenzgründer mit Förderungen unterstützen. Zum Beispiel das Arbeitsamt bzw. die Arbeitsagentur, die KfW-Bank und andere regionale Förderbanken. Dazu kommen Behörden wie das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).

Viele Gründer gehen folgenden Weg:

  1. Die Gründerin oder der Gründer sucht sich zuerst einen professionellen und erfahrenen Gründerberater. Für ein Gründercoaching gibt es Fördermittel. Der Coach hilft bei der Beantragung.
  2. Der Gründer bespricht mit dem Berater, welche Förderungen es für Kredite und Darlehen für seine Branche und in seinem Bundesland gibt.
  3. Der Gründer entwickelt mit dem Gründerberater einen bankfähigen Businessplan. So, dass die Verantwortlichen in der Bank den Kredit bewilligen.
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Wobei kann Ihnen ein erfahrener Gründerberater helfen?*
  Prüfung der Geschäftsidee
  Businessplan-Erstellung
  Kredit / Finanzierung
  Fachkundige Stellungnahme
  Förderung und Zuschüsse
  Sonstiges



Der Existenzgründerzuschuss vom Arbeitsamt

Das ist die wohl wichtigste staatliche Förderung für Existenzgründer. Denn auch wenn man die Betriebskosten decken kann und die Finanzierung des neuen Geschäftes steht, muss man auch von etwas Leben, also Miete und den Wocheneinkauf bezahlen. Der Zuschuss vom Arbeitsamt deckt während der Gründung mehrere Monate lang die privaten Kosten und nimmt damit eine schwere Last vom Gründer. Allerdings ist der Gründungszuschuss stark gekürzt worden. Auf der Themenseite erfahren Sie, was dabei zu beachten ist und unter welchen Umständen diese staatliche Förderung für Existenzgründer gewährt wird.

Zum Existenzgründerzuschuss Arbeitsamt


Finanzielle Förderung: Kredite und Darlehen

Neben regelmäßigem Geld für die privaten Kosten braucht man meistens auch Startkapital. Denn die meisten Konzepte sind ohne zusätzliches Geld nicht umsetzbar. Hier ist die Auswahl an Fördermöglichkeiten für die Existenzgründung fast schon unübersichtlich. Alle Informationen über Kredite und Darlehen für Existenzgründer und Jungunternehmer. Auch Themen wie die Schufa-Auskunft werden dort besprochen. Bereiten Sie sich gut auf das Bankgespräch vor!

Zur Förderung von Krediten und Darlehen


Förderung von Beratung und Coaching

In fast allen Fällen ist das Hinzuziehen eines Experten unerlässlich für eine erfolgreiche Gründung. Noch bevor die ersten Bankgespräche gemacht werden, muss eine belastbare Gründungsstrategie entwickelt werden. Auch nach der Gründung ist ein begleitendes Coaching sinnvoll und trägt zum weiteren Erfolg bei. Weil die Betreuung des Gründers so wichtig für den Erfolg ist, wird sie vom Staat bezuschusst. Lesen Sie hier mehr darüber.

Einfach erklärt: Der BAFA-Fördertopf Gründerberatung

Zum Gründercoaching (veraltet, galt bis Ende 2015)

 

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Weitere spannende Gründer-Themen

Eine Existenzgründung beschreibt in der Regel eine Geschäftsidee. Man sollte in jedem Fall ausreichend Zeit und Energie in die ausführliche Ausarbeitung der Idee investieren. 

Der Businessplan oder das Geschäftskonzept ist die Grundlage und entscheidet über Erfolg oder Scheitern des Vorhabens. Neben einem Konzept muss sich der Gründer auch über die Finanzierung Gedanken machen, sofern ein Kapitalbedarf vorhanden ist. Manchmal ist es für den Gründer leichter, einen fließenden Übergang zwischen einem Angestelltenverhältnis und der Selbstständigkeit einzugehen. Sofern der alte Arbeitgeber zustimmt, kann man seine betrieblichen Stunden reduzieren und die gewonnene Zeit in den Aufbau des Unternehmens investieren.

Sollte der Kapitalbedarf größer sein, hilft die KfW durch eine staatliche Förderung für Existenzgründer unterstützend. Bei der Existenzgründung ist Know-How oft ein entscheidender Faktor. Regelmäßige Weiterbildung ist für einen Experten in seinem Bereich unerlässlich. Fangen sie schon während der Gründung an, sie mich dem Thema "Selbstständig machen" auseinanderzusetzen. Mehr dazu auch in unser Bücher-Ecke. Auch in unserem Blog werden immer wieder einzelne Bücher besprochen und mit Experten Interviews geführt. Zum Beispiel: "Kein Kunde ist für die Ewigkeit gemacht." 


Auch die IHK fördert Existenzgründung

Für viele Existenzgründer ist die IHK, die Industrie- und Handelskammer, der erste Ansprechpartner. Es gibt in Deutschland über 80 örtliche Vertretungen der IHK - unter anderem in praktisch jeder größeren Stadt. Viele IHK-Stellen haben eigene Ratgeber veröffentlicht oder laden regelmäßig zu Veranstaltungen für Existenzgründungen ein.

Allerdings muss man auch sagen: Manche Existenzgründer sind mit dem Angebot der IHK nicht ausreichend zufrieden. Sie können sich überlegen, ob sie mit einem persönlichen Gründercoach ihre Existenzgründung professionell vorbereiten. Die Gründerberater sind freie Unternehmensberater. Allerdings werden ihre Leistungen durch unterschiedliche Mittel häufig gefördert, unter anderem durch das Gründercoaching Deutschland. Für Existenzgründer heißt das: Sie müssen im Idealfall deutlich weniger für eine professionelle Beratung zahlen.

Die IHK-Vertretungen in Deutschland haben bereits eine Menge Informationen veröffentlicht. Hier ein Auszug von verschiedenen PDFs, die frei zugänglich sind:

Manche IHK haben auch für spezielle Gruppen Broschüren oder andere Infos vorbereitet. Es lohnt sich, die örtliche IHK anzurufen und nachzufragen. Zum Beispiel haben wir bei unserer Recherche einen zweisprachigen Ratgeber gefunden. Auf Deutsch und Türkisch hat die IHK Reutlingen ein Papier veröffentlicht. 

Für alle Broschüren und Informationen gilt: Für eine Existenzgründung braucht man einen professionellen Businessplan. Man kann einen solchen Businessplan allein schreiben, auf Vorlagen zurückgreifen - oder sich mit einem Berater zusammensetzen und den Plan erarbeiten.

Auch zum Thema Finanzierung finden sich Broschüren: 

Wichtig: Der Businessplan ist nicht nur "irgendein Wisch", den man "irgendwo vorzeigen muss". Sondern: Es geht darum, dass man sich genau fragt, wie man sich von seiner Konkurrenz absetzen will, welche Strategie man hat, welche Kosten exakt entstehen und wie man seine Existenzgründung finanzieren will. Mehr zur Finanzierung auch in unserem Kapitel "Kredite für Existenzgründer".

Weitere Angebote der IHK sind Aktionstage zum Thema Gründungsfinanzierung oder auch Berichte über Trends in der Existenzgründung in den vergangenen Jahren. Letztlich kommt es immer auf die Person vor Ort an. Wenn man einen kompetenten Ansprechpartner in der IHK findet, mit dem man auch auf persönlicher Ebene klarkommt, ist einem schon sehr geholfen. Deswegen unser Rat: Einfach anrufen und sehen, ob einem geholfen wird!

 

 

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