Kredite und Darlehen für Existenzgründer: So bekommen Sie Ihren Gründerkredit

Sie wollen gründen und brauchen dafür Geld? Das geht den meisten Existenzgründern so. Fast niemand hat genug Geld auf dem Konto, um seine Geschäftsidee umzusetzen.

Aber leider spielen die Banken oft nicht mit. Sie lehnen den Kreditwunsch ab. Für die Gründer ist es wie ein Schlag ins Gesicht - weil sie damit nicht gerechnet haben.

Lesen Sie hier, wie Sie die Bank überzeugen - und erfolgreich Ihren Existenzgründerkredit beantragen. 

Mann recherchiert auf Tablet nach Krediten
Kredit beantragen - was ist wichtig?

Der Schlüssel zum Gründerkredit: Der Businessplan

Das ist ein Businessplan

Egal zu welcher Bank Sie für eine Kreditanfrage gehen: Jede Bank will zunächst einen Businessplan sehen. Das ist immer so - und lässt sich nicht ändern. Ein Businessplan ist ein Dokument, in dem Sie Ihre Gründungsidee im Detail beschreiben und durchrechnen. Sie müssen erklären, warum Sie wie viel Geld benötigen. Außerdem will die Bank einschätzen können, ob Sie ein guter Gründer sind. 

Abgelehnte Gründerkredite

Das Problem: Als normaler Gründer hat man keine Ahnung, wie man einen Businessplan schreiben muss. Die meisten Gründer schreiben ein paar Sätze zusammen, gehen damit zur Bank – und werden abgelehnt. Der Frust ist dann groß. Aber es hilft nichts: Sie brauchen einen überzeugenden Businessplan mit einer genauen Finanzplanung. Das schützt auch Sie selbst vor teuren Fehlern.

So legen Sie los

Wie können Sie also selbst einen guten, überzeugenden Businessplan schreiben? Hier hilft Ihnen unser Businessplan Vorlagen System. Mit Erklär-Videos, Handbüchern und Checklisten führen wir Sie durch Ihren Businessplan. Sie bekommen Schreibtipps, Anleitungen und Praxisbeispiele. Und das für kleines Geld. So legen Sie die Basis für einen erfolgreichen Antrag für einen Gründerkredit.  


Hilfe bei der Beantragung von Gründungskrediten

Hilfe beim Businessplan

Gründerberater sind freiberufliche Berater, die Existenzgründer beim Businessplan unterstützen. So haben Sie einen Experten an der Seite, der Sie unterstützt. Ein Berater bringt viel Erfahrung mit und kennt in der Regel auch die Banken vor Ort.  Allerdings kostet so eine Beratung auch entsprechend Geld. Wie viel genau – das ist von Region zu Region unterschiedlich, weil es dafür auch Fördergelder gibt. 

Bankgespräch vorbereiten

Mit einem Gründerberater bereiten Sie auch das Bankgespräch vor. Denn in der Bank werden Ihnen auf jeden Fall kritische Fragen gestellt. Das ist bei allen Gründern so. Der Berater weiß auch, worauf Banken bei der Bewilligung von Existenzgründerdarlehen genau achten - zum Beispiel die Finanzplanung. Mit ihm können Sie sich gut vorbereiten. So, dass Sie immer die passende Antwort haben!

Hilfe beim Start

Die ersten Monate in der Selbstständigkeit sind oft hart. Es kommt meistens anders als man plant. Jetzt heißt es, schnell und klug reagieren. Auch hierbei hilft ein Gründungsberater. Er unterstützt und coacht Sie in den ersten Monaten. Rund 30 Prozent aller Gründer scheitern in der Anfangszeit - oft weil sie unnötige Fehler machen. Sorgen Sie dafür, dass Sie erfolgreich starten! 

Ihre Anfrage zur Gründungsberatung
  •   Mehr Sicherheit durch viele Jahre Erfahrung
  •   Weniger Kosten durch gute Vorbereitung
  •   Gründerexperte vor Ort
  • Expertenwissen
  • Berater in der Nähe
  • unverbindlich

Wobei kann Ihnen ein erfahrener Gründerberater helfen?*
  Prüfung der Geschäftsidee
  Businessplan erstellen
  Kredit und Finanzierung
  Fachkundige Stellungnahme
  Förderung und Zuschüsse
  Sonstiges


Existenzgründer Beratung

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Die drei Möglichkeiten für ein Existenzgründungskredit

KfW Darlehen für Gründer und Jungunternehmer

In Deutschland vergibt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Gründerkredite. Allerdings können Sie nicht einfach zur KfW gehen. Stattdessen müssen Sie zu einer „normalen“, öffentlichen Bank gehen, also Sparkasse, Volksbank, Commerzbank und Co. Über die öffentlichen Banken wird dann der KfW Gründerdarlehen beantragt. Das Besondere an den KfW Gründerkrediten: Die KfW übernimmt einen Großteil der Haftung. Hier können Sie mehr über die Gründungsdarlehen der KfW erfahren

Gründerkredite von Volksbanken und Sparkassen

Die Volksbanken und Sparkassen vergeben häufig Gründerkredite und Existenzgründerdarlehen. Viele Berater empfehlen, zuerst zu diesen sogenannten „Genossenschaftsbanken“ zu gehen. Denn diese Banken haben den öffentlichen Auftrag, die regionale Wirtschaft zu unterstützen. Sie sind häufig offener gegenüber Gründern. Allerdings muss man sich auch hier sehr gut mit einem Businessplan vorbereiten. Auch für Jungunternehmerkredite sind die Genossenschaftsbanken eine gute Anlaufstelle. 

Gründerkredit von Deutsche Bank, Commerzbank und Co.

Eine Alternative zu den genossenschaftlichen Banken sind die privaten Banken wie Commerzbank, Postbank oder Deutsche Bank. Einen wirklichen Vorteil gegenüber den genossenschaftlichen Banken gibt es nicht. Viele Gründungsberater empfehlen, mit mehreren Banken gleichzeitig zu verhandeln. Dann kann man die Konditionen vergleichen und hat eine bessere Verhandlungsposition. Es kann auch passieren, dass eine Bank ablehnt und die andere Bank einen Existenzgründerkredit bewilligt.  


Kredit-Marktplätze abseits der Banken

Anbietern wie Auxmoney kann man über eine Online-Abfrage herausfinden, ob man ein Darlehen bekommt. Die Marktplätze arbeiten teilweise mit unterschiedlichen Anbietern zusammen. Beim Kredit von Privat hat man die Möglichkeit, sich selbst und sein Projekt einer Gruppe von privaten Investoren vorzustellen. Diese entscheiden, ob sie ihr Geld verleihen oder nicht. Teilweise findet auch hier eine Vorauswahl anhand von Bonitätskriterien statt. Doch ist das Regelwerk - abhängig vom Anbieter - in der Regel weniger starr als bei einer Bank.

Kredit von Privat (Anzeige)

Existenzgründerkredit vs. Jungunternehmerkredit: Ein Unterschied?

Gründerdarlehen

Wenn man sich frisch selbstständig macht und ein Existenzgründerdarlehen haben möchte, hat man ein zentrales Problem: Man kann noch keine Zahlen vorlegen. Da das Geschäft noch am Anfang steht, ist nicht klar, wie viel Umsatz man wirklich machen wird. Dem entsprechend "zappelig" ist die Bank. Sie will genau wissen, ob der Gründer es packen wird. Deswegen sind die Geschäftsidee, Finanzplanung und Marktanalyse, die man im Businessplan erstellt, so wichtig. 

Wenn ein Jungunternehmer, der bereits am Markt ist, ein Darlehen benötigt, kann er bereits konkrete Zahlen vorlegen. Allerdings müssen diese Zahlen auch gut sein. Wer sich zum Beispiel vergrößeren will, hat gute Karten. Wer vor finanziellen Problemen steht und in Schwierigkeiten steckt, hat es schwer. In beiden Fällen macht es Sinn, mit einem Unternehmensberater zusammenzuarbeiten und das Bankgespräch gut vorzubereiten.  


„Wenn man ungeschickt vorgeht, kann man seine Kreditwürdigkeit verspielen“

Wir haben mit dem erfahrenen Gründerberater Joachim Zill aus Köln gesprochen. Joachim Zill hat hunderte Existenzgründer in Köln und Umgebung begleitet und blickt auf eine 30-jährige Erfahrung als Steuerberater und vereidigter Buchprüfer zurück. Im Interview klärt er darüber auf, wie Existenzgründer einen Kredit bekommen können. Ausserdem gibt er Tipps, wie sie mit der Schufa umgehen sollten und wie sie Berater im Bankgespräch überzeugen.  

Joachim Zill erklärt im Interview, wie Existenzgründer einen Kredit bekommen
Gründungsexperte Joachim Zill

Wie ist Ihr Eindruck: Handelt jede Bank gleich, wenn es um die Vergabe von Existenzgründerdarlehen und Gründerkrediten geht?

Joachim Zill: Nein, jede Bank handelt anders und es kommt immer auf den Einzelfall an. Durch die Finanzkrise und Eurokrise ist die Risikobereitschaft vieler Banken gesunken. Sie gucken lieber zwei Mal hin. Für die Banken sind Existenzgründer eine gefährliche Berufsgruppe, anders als etwa Beamte, die ein Leben lang ein garantiertes Gehalt bekommen.

Viele Existenzgründer gehen erst einmal zu Ihrer Hausbank. Ist das eine gute Strategie?

Joachim Zill: Die Hausbank sollte meiner Meinung nach die letzte Adresse sein. Denn die Hausbank hat in der Regel eine Schufa-Ermächtigung. Das heißt: Wenn man nach einem Gründungskredit fragt, holt die Hausbank sofort eine Schufa-Auskunft ein. Diese Auskünfte werden in der persönlichen Schufa-Kartei des Gründers festgehalten. Wenn die Hausbank dann – aus welchen Gründen auch immer – doch keinen Kredit bewilligt, steht der Existenzgründer im Regen. Denn jede weitere Bank wird ebenfalls eine Schufa-Auskunft haben wollen und wird den Gründer fragen: Warum hat denn Ihre Hausbank keinen Gründungskredit gegeben? Was weiß die Hausbank, was wir nicht wissen? Dabei kann die Ablehnung bei der Hausbank auf ganz anderen Gründen beruhen, etwa weil die Bank risikoscheu ist oder das Konzept noch nicht perfekt ausgearbeitet war.

Wie sollte ich denn bezüglich der Schufa besser vorgehen?

Joachim Zill: Wir raten unseren Gründern, immer zuerst eine Schufa-Selbstauskunft einzuholen. Die kostet 24,95 Euro (Stand 04/2016) und man kann sie online bei www.meineschufa.de beantragen. Der große Unterschied: Eine solche Selbstauskunft wird nicht in der eigenen Kartei festgehalten, im Gegensatz zu einer Schufa-Ermächtigung. Gleichzeitig kann ich den Banken zeigen, dass ich eine saubere Schufa habe.

Vielen Banken reicht das aber nicht. Sie wollen auf jeden Fall eine Schufa-Ermächtigung. Wie soll man als Gründer vorgehen?

Joachim Zill: Dann sollte man bei mehreren Banken gleichzeitig seinen Businessplan einreichen und gleichzeitig eine Schufa-Ermächtigung geben. So kommen die Anfragen gleichzeitig bei der Schufa an und die jeweiligen Bankmitarbeiter sehen sofort, dass der Gründer schlau ist. Er setzt nicht nur auf ein Pferd, sondern fragt parallel bei mehreren Kreditanbietern an. Das macht einen anderen Eindruck, als wenn man bei einer Bank für einen Kredit anfragt, vier Wochen später bei der nächsten Bank, wieder vier Wochen später die nächste – und so weiter. Wenn man ungeschickt vorgeht, kann man seine Kreditwürdigkeit verspielen.

Aber welche Banken soll ich mir aussuchen?

Joachim Zill: Bei diesem Punkt kann eine Existenzgründungsberatung helfen. Wir arbeiten zum Beispiel seit Jahrzehnten mit vier Kreditinstituten zusammen und kennen dort die entsprechenden Verantwortlichen. Wir merken auch früh, wenn die Stimmung in einer Bank kippt. Aber das sind Informationen, die man als normaler Bankkunde nicht hat.

Zur Vorbereitung: Wie überzeuge ich im Bankgespräch den zuständigen Mitarbeiter?

Joachim Zill: Durch eine gute Persönlichkeit. Wenn ich Angst habe, argumentiere ich nicht auf Augenhöhe. Jeder Gründer muss im Bankgespräch seinen Businessplan verbal erklären und auch verteidigen können. Er muss erklären, warum er der Experte für das Thema ist.

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen?

Joachim Zill: Ich war kürzlich mit einem Gründer, der ein Feinschmeckerrestaurant in NRW eröffnen wollte, bei der Bank. Sofort kam die erste kritische Frage: Es gibt doch schon diesen und jenen Gourmettempel, wie wollen sie sich da durchsetzen? Antwort des Gründers: Ich kenne meine Kollegen, die sind auf dies und das spezialisiert und ich werde etwas anderes anbieten.

Nächste Frage: Sie kalkulieren mit 50 Euro Verzehr pro Person – wie unrealistisch! Antwort: Ich habe schon zwei Mal als Angestellter ein Restaurant bestplatziert und weiß, dass es geht. Ich bin keine Frittenbude, sondern ein Restaurant der Spitzenklasse! Nächste Frage: Hört sich ja alles schön an, aber es ist Wirtschaftskrise. Die Leute haben kein Geld für Luxus. Antwort des Gründers: Wirtschaftskrise? Die Reichen werden reicher, die Armen werden leider ärmer. Ich sehe darin kein Problem, den Reichen etwas anzubieten.

Das sind aber ganz schön schlagfertige Antworten...

Joachim Zill: Und diese Antworten muss man üben, üben, üben. Sonst klappt es nicht. Die Existenzgründer brauchen eine innere Stabilität und dürfen im Bankgespräch nicht bei der ersten kritischen Frage umkippen.

Wie kann ich mich sonst noch vorbereiten? Wie wichtig ist die äußere Erscheinung im Bankgespräch? Gibt es einen verbindlichen Dresscode?

Joachim Zill: Da gibt es keine verbindlichen Regeln. Wer einen Maler-Lackierer-Betrieb eröffnet, kann in Jeans, Hemd und Jacket erscheinen. Der Spitzenkoch-Gründer hatte natürlich einen hochwertigen Anzug und Krawatte an.

Und sollte der Gründerberater beim Bankgespräch dabei sein?

Joachim Zill: Selbstverständlich ist der Gründerberater dabei. Aber reden tut der Gründer! Wenn der Berater das Konzept erklären muss, ist der Kredit tot.  

Nehmen wir an, der Gründer hat den Bankberater überzeugt. Wie laufen die weiteren Entscheidungswege in der Bank ab?

Joachim Zill: Natürlich berät der jeweilige Bankberater so, als wäre er die alles entscheidende Person in der Bank. Aber es gibt in jeder Bank noch eine „Hintergrundabteilung“. Da sitzen noch einmal Analyse-Spezialisten, die den Businessplan auseinandernehmen und bewerten. Sie haben keinen Kontakt zum Gründer und schauen nur auf die Zahlen. Außerdem werden viele Gründerkredite über die KfW-Bank abgewickelt, und auch die KfW-Bank prüft noch einmal jeden Antrag. Das kann insgesamt bis zu zwei Monaten dauern, wenn Urlaubszeit ist, auch gerne länger.

Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person: Joachim Zill und sein Sohn Marco Zill haben in Köln die cours1 Existenzgründerakademie gegründet. Zusammengerechnet haben Sie mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bereich der Existenzgründung aus zwei Generationen. Gemeinsam haben Joachim und Marco Zill mehr als 400 Existenzgründungen begleitet und über 2.000 Teilnehmer in ihren Seminaren geschult. Joachim Zill kann zudem auf eine 30-jährige Erfahrung als Steuerberater und vereidigter Buchprüfer zurückblicken. Sein Sohn Marco Zill ist Steuerfachwirt und Gründungsberater. Beide sind zertifizierte Verkaufs- und Marketingtrainer und ausgebildete Business- und Management-Coaches. Joachim und Marco Zill sind bei der KfW Bank und bei vielen anderen Stellen als Existenzgründungsberater und Gründercoaches gelistet.

Die Zusammenfassung

  • Nicht einfach kopflos zur Bank gehen. Wenn Sie ungeschickt vorgehen, verspielen sie ihre Chance auf einen Gründerdarlehen!
  • Man muss sein Business verteidigen können! Für das Gespräch mit der Bank braucht jeder Existenzgründer einen klaren (Business-) Plan.
  • Mit einer Schufa-Selbstauskunft bei der Bank vorsprechen. Existenzgründer können eine Schufa-Selbstauskunft beantragen, diese wird nicht in der eigenen Schufa-Kartei festgehalten. Ein großer Vorteil.
  • „Mal eben so“ einen Existenzgründerkredit bekommen funktioniert nicht! Bis man das Geld auf dem Konto hat, können mehrere Monate vergehen. 
  • Ein Gründerberater unterstützt beim Bankgespräch. Hier können Sie Kontakt zu einem Experten in Ihrer Nähe aufnehmen.

Schufa - Selbstauskunft einholen

Wer ein Existenzgründerdarlehen oder Existenzgründerkredit bekommen möchte, sollte zuerst eine Schufa-Selbstauskunft einzuholen. Die kostet 28,50 Euro (Stand 06/2018) und man kann sie online bei www.meineschufa.de beantragen. Der große Vorteil: Eine solche Selbstauskunft wird nicht in der eigenen Schufa-Kartei festgehalten. Im Gegensatz zu einer Schufa-Ermächtigung, die man z.B. der Hausbank erteilt. Damit können Sie der Banken oder anderen Geldgebern zeigen, dass Sie eine saubere Schufa haben.

Hintergrund: Ihre Hausbank hat in der Regel eine Schufa-Ermächtigung. Das heißt: Wenn Sie dort nach einem Kredit fragen, holt die Hausbank sofort eine Schufa-Auskunft ein. Diese Auskünfte werden in der persönlichen Schufa-Kartei des Gründers festgehalten. Wenn die Hausbank dann – aus welchen Gründen auch immer – doch keinen Kredit bewilligt, steht der Existenzgründer im Regen. Denn jede weitere Bank wird ebenfalls eine Schufa-Auskunft haben wollen und wird den Gründer fragen: Warum hat denn Ihre Hausbank keinen Gründerkredit oder Jungunternehmerkredit gegeben? Was weiß die Hausbank, was wir nicht wissen? Dabei kann die Ablehnung bei der Hausbank auf ganz anderen Gründen beruhen, etwa weil die Bank risikoscheu ist oder das Konzept noch nicht perfekt ausgearbeitet war.

Prinzipiell gilt: Wer einen negativen Eintrag in der Schufa-Datei hat – zum Beispiel wegen früherer Schulden – der hat es sehr schwer. einen Gründerkredit zu bekommen.


Welche Förderungen, Zuschüsse und Bürgschaften gibt es?

Die meisten Fördermodelle für eine Selbständigkeit sehen nicht die direkte Kreditvergabe von der Förderstelle an den Unternehmer vor. In der Regel übernimmt die fördernde Stelle das Risiko, falls der Existenzgründer Kredit nicht zurückgezahlt werden kann, entweder komplett oder in Teilen. Nach dem Hausbankprinzip wird das Geld dann von der Bank des Existenzgründer bewilligt. Die Auswahl dieser Förderungen, Bürgschaftsmodelle und Zuschüsse ist groß. Denn nicht nur der Bund, sondern auch die Länder, Kommunen und sogar die Europäische Union bieten Existenzgründerdarlehen/Bürgschaften für die Finanzierung und Förderung der Existenzgründung an. Alle Zuschüsse können bequem über die Förderdatenbank eingesehen werden (eine der beliebtesten Förderungen ist hier übrigens das Startgeld der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank). Die Vorteile eines geförderten Kredites betreffen fast alle Angebote gleichermaßen:

  • Die Kreditförderung in Deutschland ermöglicht es Existenzgründern ohne viel Eigenkapital, ihre Geschäftsidee in die Tat umzusetzen. 

  • Bei vielen Fördermodellen müssen Sie erst ab dem zweiten Jahr mit der Rückzahlung des Darlehen für Existenzgründer beginnen. Das soll verhindern, dass Sie ab dem Zeitpunkt der Gründung durch die Kosten erdrückt werden.

  • Für jede Förderung muss der Gründer bestimmte Auflagen erfüllen. Die wichtigste Auflage ist ein stichhaltiges Konzept. Das heißt: Sie als Gründer sind gezwungen, sich intensiv mit Ihrer Idee, der Finanzplanung und den Erfolgsaussichten auseinanderzusetzen. Diese Arbeit an Ihrem Geschäftskonzept trägt maßgeblich zum langfristigen Erfolg bei!

Auch Unternehmer in einer wirtschaftlichen Krise suchen nach Krediten und Darlehen. Wenn Sie rote Zahlen schreiben, sollten Sie jedoch nicht einfach bei der Bank anklopfen. Lassen Sie sich professionell beraten und ein Sanierungsgutachten erstellen. Mehr Informationen dazu auf unserer Themenseite Unternehmen Sanierung.

Neben der KfW Bank gibt es auch Förderbanken der einzelnen Bundesländer. Ob Bayern, Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein: Jedes Bundesland hat also eine eigene Förderstruktur für Gründer und Unternehmer. 


Ab 25.000 EUR: Existenzgründerdarlehen über das Hausbankprinzip

Sowohl über Mikrodarlehen als auch über Kreditmarktplätze sind auch Kredite im fünfstelligen Bereich möglich. Allerdings muss man dann genau abwägen, was sinnvoller ist: Ein Mikrodarlehen oder das StartGeld? 

Aber Vorsicht! Sie sollten nicht einfach spontan zur Bank gehen, sondern sich gut vorbereiten. Wenn man ungeschickt vorgeht, kann man seine Kreditwürdigkeit verspielen, sagt Joachim Zill, Gründercoach aus Köln. 

Das KfW-Startgeld ist der Klassiker unter den Krediten für Existenzgründer. Man zahlt vergleichsweise niedrige Zinsen. Selbstständige im Nebenerwerb können das StartGeld ebenfalls beantragen. Auch ohne Eigenkapital bekommt man das StartGeld bewilligt – zumindest in der Theorie. In der Praxis gibt es immer wieder Probleme, wie im Interview deutlich wird.

Fast alle Gründer mit Darlehensbedarf wenden sich früher oder später an ihre Hausbank. Auch wenn der Gründerkredit über die KfW Bank läuft, ist die Hausbank der Ansprechpartner. Sie entscheidet über die Bewilligung der Gelder und vergibt letztendlich die Existenzgründungskredite. Ihre Hausbank kennt Sie und Ihre persönlichen Umstände und kann sich für Sie einsetzen - vorausgesetzt, sie ist von Ihrem Gründungskonzept überzeugt!

Wie beurteilt meine Bank mein Vorhaben?

Dazu müssen Sie sich für einen kurzen Augenblick in Ihren Gesprächspartner der Bank hineinversetzen. Was sind deren Ziele, was sind die Ängste? Positiv betrachtet, verdient die Bank an Ihnen Geld durch die Zinsen, die sie für den Kredit bekommt. Diese sind durch die Förderungen allerdings selten besonders hoch. Langfristig möchte die Bank Sie natürlich als erfolgreichen Geschäftsmann haben: Mit prall gefülltem Geschäftskonto oder dem ein oder anderen weiteren Darlehen. Kreditanstalten des öffentlichen Rechts wie z.B. Sparkassen oder Genossenschaftsbanken sehen in der Unterstützung von Existenzgründer oft auch eine Möglichkeit, die regionale Wirtschaftsstruktur zu stärken.

Die Ängste liegen auf der Hand: Die Bank bekommt ihr Geld nicht zurück. Zahlungsunfähigkeit des Gläubigers. Totalverlust. Diesen Ängsten müssen Sie als Gründer begegnen und durch ein überzeugendes Konzept zerstreuen! Machen Sie Ihren Sachbearbeiter zu Ihrem Verbündeten. Denn dieser vertritt Ihr Anliegen, wenn die Kreditabteilung der jeweiligen Bank über Ihr Existenzgründerdarlehen entscheidet. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr zuständiger Sachbearbeiter für Sie und Ihre Idee eintritt und dass Ihr Scheitern auch auf ihn zurückfällt - mit allen Konsequenzen für seine weitere Karriere. Deshalb: Gehen Sie nicht direkt zur Bank, auch wenn Sie Ihren zuständigen Mitarbeiter schon kennen!

Bereiten Sie sich bereits für das erste Gespräch optimal und professionell vor. Am besten mit einem Experten aus Ihrer Region, der die lokalen Gegebenheiten kennt.

Gründerkredit-Experten aus Ihrer Region kontaktieren.


Nachfolge: Firma kaufen

Viele Existenzgründer kaufen ein bestehendes Unternehmen oder Anteile an einer GmbH. Für diesen Firmenkauf benötigen Sie entsprechendes Kapital. In der Regel geht es hier um sechsstellige Summen. Ein Beispiel: Eine Praxisübernahme eines Arztes oder Apothekers kostet häufig mehrere hunderttausend Euro. In anderen Branchen kostet eine Firmenübernahme fünfstellige Summen. 

Bei einer solchen Unternehmensnachfolge gibt es vieles zu beachten. Zum einen muss der Firmenwert professionell ermittelt werden, damit Sie als Gründer wissen, wie viel Kapitalbedarf Sie für den Unternehmenskauf haben. Zum anderen sollten Sie verschiedene Kreditmöglichkeiten vergleichen und Fördermittel entsprechend ausschöpfen. Hier macht eine Unterstützung durch einen Unternehmensberater viel Sinn. Ein Berater aus der Region kennt sich mit Fördermitteln einzelner Bundesländer und auf nationaler Ebene gut aus und hat häufig gute Kontakte zu Banken. 

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