Das Geschäftskonto - für Unternehmer und Existenzgründer

Ein eigenes Geschäftskonto hat drei Vorteile: Sie haben ein Konto für Ihre geschäftlichen Zahlungen, Sie trennen klar von Ihren privaten Ausgaben und es ist einfacher, die Steuer abzurechnen. Hier erfahren Sie Antworten auf folgende Fragen: 

  • Welche Bank bietet ein kostenloses Geschäftskonto an?
  • Wo gibt es einen Geschäftskonto Vergleich? 
  • Wie gehe ich bei der Eröffnung eines Geschäftskontos vor? 
Gründer vergleicht Geschäftskonten
Welches Konto ist das Richtige?

Wie finde ich das passende Geschäftskonto für mich?

Achten Sie bei der Auswahl des Geschäftskontos auf die Grundgebühr. Sie sehen in der Übersicht: Nur sehr wenige Banken bieten ein kostenloses Geschäftskonto an. Trotzdem unterscheiden sich die Kosten stark.

Ein weiterer wichtiger Posten sind die Kosten pro Buchung. Eine beleglose Buchung ist zum Beispiel eine Online-Überweisung. Eine Buchung mit Beleg ist eine Buchung, die Sie am Schalter einreichen. Hier entsteht für die Bank Aufwand, dadurch sind die Kosten höher.

Generell gilt für den Vergleich:

  • Wer sehr viele Buchungen hat, für den macht ein Geschäftskonto Sinn, bei dem die Buchungen kostenlos bzw. günstig sind. Man zahlt dann zwar einen höheren Monatsbeitrag, muss dafür aber nicht für jede einzelne Buchung zusätzlich zahlen.   
  • Wer wenige Buchungen hat, für den ist ein Geschäftskonto mit einer niedrigen Monatsgebühr sinnvoll. Man zahlt dann zwar für die einzelnen Buchungen. Aber wer wenig "Durchlauf" auf seinem Konto hat, kann das sicher verschmerzen.

Nutzen Sie jetzt unseren Geschäftskonto Vergleich! So können Sie sich schnell und einfach für das Konto entscheiden, das zu Ihrer Situation am besten passt. Wenn Sie auf den blauen Button klicken, erhalten Sie mehr Infos zum Angebot! 


Drei Gründe für ein Firmenkonto

Geschäftskonto vergleichen
Ein Firmenkonto mach Sinn!

Viele Existenzgründer trennen nicht zwischen ihren privaten und geschäftlichen Ausgaben. Der Grund: Man möchte erst einmal die Kontogebühren sparen und verschiebt das Thema auf später. Doch das ist leider zu kurzfristig gedacht! Denn man kann sehr schnell den Überblick verlieren. Ein praktisches Beispiel:

  • Zu Hause geht Ihr Fernseher kaputt (700,- Euro),
  • und das direkt nach dem Urlaub (1.000,- Euro).
  • Dann kommt die Steuernachzahlung (3.000,- Euro),
  • und die Telefonanlage streikt (400,- Euro)

Private Ausgaben sind oft nicht kalkulierbar. Auf Ihrem Konto stehen aber Privatausgaben neben betrieblichen Ausgaben. Auf einmal stehen Sie vor einem Berg von Kosten! Es entsteht ein Durcheinander, das Ihnen viel Energie raubt.

Dem Gegenüber bringt es viele Vorteile mit sich, geschäftliche und private Einnahmen strickt zu trennen:

  • Überblick gewinnen: Sie haben jederzeit einen klaren Blick auf Ihre betrieblichen und privaten Einnahmen und Ausgaben. So können Sie besser abschätzen, was Sie sich leisten können - sowohl privat (wie einen neuen Fernseher) als auch geschäftlich (zum Beispiel ein neuer Computer). Auch wenn Kunden Ihre Rechnung nicht bezahlen, bemerken Sie dies schneller.

  • Rücklagen bilden: Unser Tipp: Überweisen Sie sich jeden Monat von Ihrem Geschäftskonto ein festes "Gehalt" auf Ihr Privatkonto. Das Gehalt muss natürlich Ihre privaten Ausgaben decken. So geben Sie nicht automatisch Geld aus, wenn Ihr Geschäft einmal mehrere Monate gut läuft. Sie bilden automatisch Rücklagen. Diese Rücklagen können Sie Ende des Jahres als Gewinn aus Ihrem Betrieb entnehmen.
     
  • Schnell reagieren: Wenn Sie klar zwischen betrieblichen und privaten Geld trennen, freut das Ihren Steuerberater und mitunter auch das Finanzamt. Hat Ihr Steuerberater eine Frage, müssen Sie nicht zwischen unzähligen kleinen privaten Buchungen suchen und vergleichen. Ihre Belege sind immer klar einem Kontovorgang zuzuordnen. Das erspart Ihnen viel Ärger.

Unser Rat: Machen Sie an dieser Stelle keine halben Sachen und sparen Sie nicht am falschen Ende.
Man sollte von Anfang an ein richtiges 
Geschäftskonto eröffnen.

Darüber hinaus kommt oft die Frage auf, ob man auch ein privates, im besten Fall kostenloses Girokonto für den geschäftlichen Gebrauch benutzen kann. Rein rechtlich kommt es im Einzelfall auf die Geschäftsbedingungen der Bank an, in der Regel ist es jedoch nicht gestattet. Praktisch ist eine geschäftliche Verwendung solange möglich, bis die Bank sich beschwert. Dies ist meist dann der Fall, wenn ein Mitarbeiter aufgrund vieler Buchungsvorgänge Ihr Konto überprüft. Ärgerlich wird es dann, wenn man keine Möglichkeit hat, das bestehende private Konto in ein geschäftliches Firmenkonto umzuwandeln und die Bank wechseln muss. Dann stellt sich häufig im Nachhinein die Frage, ob sich die eingesparten Kosten hinsichtlich verlorener Zeit und Nerven durch den Umzug wirklich lohnen.

Profi-Tipp: Das Zwei-Konten Modell mal anders

Unsere neue Version des Zwei-Konten Modells sieht - wie der Name schon sagt - die Einrichtung von zwei Geschäftskonten vor. Dabei ist ein Konto ausschließlich für die Einnahmen, das andere nur für Ausgaben zuständig. Für die Begleichung von Rechnungen und Investitionen bucht man regelmäßig einen Betrag vom Einnahmenkonto auf das Ausgabenkonto. Für das Ausgabenkonto besitzen Sie eine EC sowie eine Kreditkarte, für das Einnahmenkonto nicht. Auch wenn das auf dem ersten Blick nach mehr Kosten und größerem Verwaltungsaufwand aussieht, ergeben sich auf den zweiten Blick einige überzeugende Vorteile:

1. Übersichtlichkeit / Bequemlichkeit / Zeitersparnis

Die Firmenkonten selbst bilden schon zu Beginn Ihrer Existenzgründung zuverlässig die finanzielle Situation der Firma ab. Wer regelmäßig seine Einnahmen-Überschuss-Rechnung macht, weiss das zu schätzen. Alle Ausgaben/Abbuchungen chronologisch auf einen Blick zum Vergleich, alle Eingänge übersichtlich dargestellt - das spart Zeit und ist bequem. Darüber hinaus bekommt man monatlich die Kontoauszüge per Post. Diese kann man im Kassenordner jeweils vor die monatlichen Belege heften, schön getrennt nach Ein- und Ausgang. Damit macht man nicht nur dem Steuerberater eine Freude, sondern auch beizeiten dem Finanzbeamten bei der Steuerprüfung. Und es ist wichtig, dass gerade letzterer bei guter Laune bleibt!

2. Sicherheit

Mit der Kreditkarte ausländische Leistungen einkaufen? Die EC-Karte in der Brieftasche mitnehmen? Alles kein Problem mit dem Ausgabenkonto. Denn dort befindet sich immer nur soviel Geld, wie Sie aktuell für Ihre Ausgaben brauchen.  Auch der Kreditrahmen ist auf diesem Firmenkonto so gering wie möglich zu halten. So bleiben Sie bei Kredtikartenbetrug, Verlust oder Diebstahl immer handlungsfähig - das Wichtigste, was eine Firma sein muss - gerade als Existenzgründer. Denn Ihr Geschäftskapital ist sicher auf Ihrem Einnahmenkonto.

Das Firmenkonto

3. Strategische Geldbeschaffung

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt von allen. Denn mit dem Zwei-Konten Modell kann man sich bei der Verhandlung über Kredite einen großen Vorteil verschaffen - und zwar, indem man die Bank für sein Einnahmenkonto strategisch wählt: Es sollte die Bank sein, mit der man in Zukunft über Investitionen und Kredite verhandeln möchte (in der Regel die Hausbank).

Denn der erste Schritt der Bank wird sein - nachdem Sie Ihren Kreditwunsch geäusstert haben - einen Blick auf Ihr Konto zu werfen. Auf dem  Einnahmenkonto wird die Bank lediglich den positiven Geldfluss Ihrer Firma finden, abgesehen von den wenigen größeren Abbuchungen auf das Ausgabenkonto. Sie hat also auf einen Blick Ihren gesamten geschäftlichen Erfolg vor Augen, ohne Zugang zu den Ausgaben zu haben, wo - Existenzgründer oder nicht - eventuell die ein oder andere missglückte Investition das Bild trübt. Das ist ein großer Vorteil. Denn generell ist es immer wichtig, gegenüber der Bank einen Informationsvorsprung zu haben und aus einer Position der Stärke heraus zu verhandeln. Und mit dem Zwei-Konten Modell schaffen Sie die Grundlage für eine selbstbewusste Verhandlungsführung!

Diese Vorteile gelten im Übrigen nicht nur für große Investitionskredite, sondern auch, wenn Sie sich wegen eines Dispos (im geschäftlichen Bereich "Kontokorrentkredit" genannt) an Ihre Bank wenden. Denn auch hier ist die Höhe des monatlichen Geldeinganges auf dem Firmenkonto und Ihre Kostenstruktur entscheidend.

Das Zwei-Konten Modell im Überblick:

Ausgabenkonto:

  • Geschäftskonto, Kreditinstitut egal (siehe Vergleich)
  • EC- und Kreditkarte
  • Onlinebanking
  • Kein bzw. kleiner Kreditrahmen
  • Ihr Konto für alle Zahlungsausgänge

Einnahmenkonto

  • Firmenkonto bei Ihrer Hausbank
  • Keine EC- oder Kreditkarte
  • Onlinebanking
  • Möglichst großer Kreditrahmen für optimale Liquidität
  • Ihr Konto für alle Zahlungseingänge (für Ihre Rechnungen)

 

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