KfW Existenzgründerkredit (StartGeld): So lösen Sie die Probleme mit Ihrer Hausbank

Einen Gründerkredit oder Unternehmerkredit zu guten Konditionen: Das bietet die KfW. Zum Beispiel das KfW-StartGeld für Existenzgründer. Auch ERP Gründerkredit genannt. Das Problem: Der Kredit kann nur über die Hausbank beantragt werden. Doch viele Hausbanken verweigern den Förderkredit.

Erfahren Sie hier, wie Sie den KfW Unternehmerkredit doch noch erhalten - und mit Ihrem Unternehmen erfolgreich durchstarten.

Kluger Schachzug: Sich schon frühzeitig mit Marketing und Kundenakquise auseinandersetzen - und so die Bank überzeugen. Wie modernes Online-Marketing geht - das erklären wir hier in unserer Akademie.


In 3 Schritten zum KfW Gründerdarlehen

Für viele Gründer ist es eine herbe Enttäuschung. Sie wollen sich selbstständig machen, informieren sich, gehen zu Ihrer Hausbank – und werden abgelehnt. Auch erfahrenen Unternehmern schlägt schon bei ihrem ersten Gang zur Hausbank viel Kritik entgegen. Der Frust ist groß. 

Ist jetzt der Traum von der Existenzgründung geplatzt? 

Nein!

So wie Ihnen geht es vielen Gründern und Unternehmern. Sie müssen sich besser vorbereiten. Denn die Hausbanken bewilligen das KfW-Startgeld nur, wenn sie absolut überzeugt sind. Daran müssen Sie als Unternehmer arbeiten.

Schritt 1: Suchen Sie sich professionelle Unterstützung.

Erfahrene Gründungsberater helfen Ihnen dabei, den KfW-Existenzgründerkredit zu erhalten und die Hausbank zu überzeugen. Die Berater haben oft gute Kontakte zu den Banken vor Ort und wissen, worauf geachtet wird. So erfüllen Sie vorab alle Voraussetzungen. 

Schritt 2: Entwickeln Sie einen wasserdichten Businessplan.

Sie benötigen für den ERP Gründerkredit (StartGeld) einen professionellen Businessplan. Besonders der Finanzteil muss sauber kalkuliert sein. Hierzu gehört auch ein Liquiditätsplan. Auch die Markt- und Wettbewerbsanalyse muss stichhaltig sein. Hier hilft ein Gründungsberater mit seiner ganzen kaufmännischer Erfahrung. 

Schritt 3: Bereiten Sie das Bankgespräch intensiv vor.

Jede Bank stellt kritische Fragen. Aber Sie können sich darauf gut vorbereiten. Gemeinsam mit Ihrem Gründungsberater können Sie das Bankgespräch proben. So treten Sie souveräner auf – und überzeugen die Bank. Auch die eingereichten Dokumente sind durch eine professionelle Vorbereitung vollständig und überzeugend.


Unterstützung bei der Beantragung

Gründerberater helfen dabei, einen fundierten Businessplan zu schreiben und damit die Bank zu überzeugen. Sie helfen auch beim Bankgespräch. Nehmen Sie hier Kontakt zu einem Gründungsberater aus Ihrer Region auf. Das erste Gespräch ist unverbindlich und kostenfrei. Für eine Beratung gibt es öffentliche Fördermittel. 

Ihre Anfrage zur Beratung

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Wir empfehlen die Experten-Datenbank der KMU-Berater: Die KMU-Berater sind ein großes, erfahrenes Netzwerk aus freiberuflichen, selbstständigen Unternehmensberatern und BAFA-Beratern, die von der Gründungsberatung bis zur Unternehmensnachfolge alle relevanten Mittelstands-Beratungsthemen für Sie abdecken.


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„Jede Bank tickt anders“ - Interview über Eigenkapital und die KfW

Im Interview spricht Unternehmensberaterin Jadranka Lux über die unterschiedlichen Möglichkeiten für Gründer, an einen Kredit zu kommen. Die Beraterin aus Nordrhein-Westfalen führt seit Jahren Existenzgründungsberatungen durch. Im Fokus stehen die Themen Eigenkapital und KfW-Gründerkredit

 

Was fragen Sie als Erstes, wenn ein Gründer mit Ihrer Hilfe einen Kredit wie das KfW StartGeld beantragen will?

Jadranka Jadranka Lux: Zuerst frage ich ihn, ob er eine saubere Schufa hat. Wer einen negativen Eintrag in der Datei hat – zum Beispiel wegen früherer Schulden – der hat es sehr schwer. Als nächstes frage ich den Gründer nach der Höhe des Kredites.

Warum ist die Höhe des Förderkredites für Sie wichtig?

Jadranka Lux: Weil es je nach Höhe unterschiedliche Möglichkeiten gibt, an einen Förderkredit zu kommen. Man muss schauen, welcher Anbieter zum Antragsteller und seiner Geschäftstätigkeit passt. Jeder Kreditgeber hat seine Vor- und Nachteile.

 

Lassen Sie uns über die einzelnen Angebote sprechen. Mikrodarlehen, KfW-Startgeld, Privat-Darlehen – es schwirren unglaublich viele Begriffe herum.

Jadranka Lux: Man kann eine Grenze bei 25.000 Euro ziehen. Unterhalb von 25.000 Euro gibt es unter anderem das Angebot eines sogenannten „Mikrodarlehens“. Die Mittel für dieses Darlehen werden durch einen staatlichen Mikrokreditfonds getragen. In jedem Bundesland gibt es Förderbanken z.B.: in NRW: NRW-Bank, die auf diesen Topf zugreifen können. Das Angebot ist vor einigen Jahren entstanden, weil viele Gründer keine – für die Banken interessanten – hohen Summen benötigen. Stattdessen brauchen sie „nur“ einige tausend Euro.

Was sind Mikrokredite?

Mikrokredite sind ursprünglich ein Instrument aus der Entwicklungspolitik. In Bangladesh wurde bereits in den 80er Jahren ein Programm entwickelt, bei dem sich Gründer einige wenige hundert Euro leihen konnten. Das Geld reichte meistens als Startkapital aus. Nach Europa kehrte diese Idee Anfang der 90er Jahre zurück. Besonders bei Gründern aus der Arbeitslosigkeit entstand eine Finanzierungslücke, weil diese kein Eigenkapital zur Verfügung hatten. In Frankreich wurde 1989 die gemeinnützige Adie gegründet, die inzwischen (März 2007) rund 100 Zweigstellen hat und jährlich über 10 000 Mikrokredite an Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger vergibt. In Deutschland hat die Bundesregierung Anfang 2010 die GLS Gemeinschaftsbank mit dem Aufbau des Mikrokreditfonds Deutschland beauftragt. (Quelle: Wikipedia)

 

Das hört sich gut an.

Jadranka Lux: Grundsätzlich ist es ein gutes Angebot. Es gibt allerdings auch Nachteile: Der Zinssatz ist im Vergleich zu einem KfW-Darlehen für Existenzgründer sehr hoch, da es ein Risikokredit ist. Anfänglich konnten Existenzgründer sogar mit einer negativen Schufa ein Darlehen erhalten. Das ist heute nicht mehr möglich oder nur mit einem Bürgen. Außerdem müssen die Gründer in sehr kurzen Abständen immer wieder beweisen, dass ihr Unternehmen tragfähig ist und sie liquide sind. Das erfolgt über einen akkreditierten  Unternehmensberater, der wiederum Kosten verursacht. Das bedeutet einen hohen bürokratischen Aufwand, den sie alleine praktisch nicht bewältigen können. Es ist also eine teure und komplizierte Hilfe. Also sollte man sich noch nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umschauen.

 

Oft ist ja auch nicht klar, wie viel Geld man exakt braucht. Wenn man sich Gründer im Handwerk, in der Gastronomie oder im Dienstleistungsbereich anschaut, dann brauchen sie meistens eine Kreditsumme zwischen 20.000 Euro und 40.000 Euro. Welche Angebote gibt es denn für über 25.000 Euro?

Jadranka Lux: Hier versucht man immer, das KfW-StartGeld zu beantragen. Gefördert werden Existenzgründer, kleine Unternehmen und Freiberufler, die bis zu 100.000 Euro benötigen. Auch wenn man schon gegründet hat oder im Nebenerwerb gründen will, wird man gefördert. Das Gute am StartGeld: Man zahlt für ein Darlehen nur effektiv wenig Zinsen. Außerdem braucht man zumindest theoretisch kein Eigenkapital – doch die Chancen den Förderkredit zu erhalten erhöhen sich bei einer 20-prozentigen Eigenkapitalquote.

Wieso nur theoretisch ohne Eigenkapital?

Jadranka Lux: Erst einmal muss grundsätzlich gesagt werden: Die KfW hat keine Filialen, in die man als Privatkunde einfach hineinspazieren kann. Sondern: Der Gründer muss zu seiner Hausbank gehen. Die Hausbank klopft dann in seinem Namen bei der KfW an.

 

Also brauche ich eine Hausbank, die mit mir zusammenarbeitet.

Jadranka Lux: Ganz genau. Die KfW übernimmt auch „nur“ 80 Prozent des Ausfall-Risikos, die übrigen 20 Prozent muss die Hausbank tragen. Es sitzen also drei Leute in einem Boot: Der Gründer als Kreditnehmer, die KfW und die Hausbank. Und genau hier liegt das Problem: Seit der Finanzkrise sind viele Hausbanken deutlich zurückhaltender. Sie möchten so wenig Risiko tragen wie möglich. Auch die 20 Prozent sind manchen Banken zu viel. Das ist vielleicht aus Bankensicht verständlich, für die Gründer ohne Eigenkapital aber sehr schmerzhaft. Sie bekommen kein Förderdarlehen.

 

Wie gehe ich als Gründer mit dieser Situation um?

Jadranka Lux: Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Zuerst einmal ist jede Bank anders. Nur weil die eine Bank das Projekt ablehnt, heißt es noch lange nicht, dass dies alle Banken so sehen. Ich habe schon mehrfach erlebt, dass die eine Bank sagt: „Ihre Geschäftsidee taugt nichts! Wir geben Ihnen keinen Kredit!“ Und die nächste Bank sagt: „Das ist wirklich eine außergewöhnlich gute Geschäftsidee. Wir würden gerne mit Ihnen zusammenarbeiten!“ Jede Bank tickt anders. Es ist auch immer eine Frage, welche Kontakte man hat. Viele Gründerberater arbeiten seit Jahren mit bestimmten Banken zusammen und kennen die richtigen Ansprechpartner. Da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man beim Gründerkredit oder auch bei einem Betriebsmittelkredit nicht abgewiesen wird.

 

Also klappert man alle Banken ab, in der Hoffnung, dass es irgendwann klappt. Gibt es noch einen besseren Weg?

Jadranka Lux: Ja, den gibt es. Man muss dafür sorgen, dass man 20 Prozent Eigenkapital vorweisen kann. Wenn ich also 30.000 Euro brauche, dann muss ich 6.000 Euro auf dem Konto liegen haben. Denn die KfW-Bank übernimmt ja wie gesagt 80 Prozent des Risikos. Wenn die übrigen 20 Prozent durch eigenes Geld gedeckt sind, hat die Hausbank kein Risiko mehr. Dann wird es deutlich einfacher, eine Hausbank zu überzeugen.

 

Nur wie komme ich an Eigenkapital?

Jadranka Lux: Das ist natürlich keine einfache Sache. Es kommt auch immer auf die individuellen Verhältnisse an. Manchmal gibt es die Möglichkeit, dass man sich von Verwandten Geld leihen kann. Hierfür braucht man allerdings ein sehr großes Vertrauensverhältnis. Der Gründer muss sich sicher sein, dass seine Verwandten nicht nach vier Wochen das Geld wieder zurück haben wollen. Und die Verwandten müssen sich sicher sein, dass der Gründer auch seriös und ernsthaft mit ihrem Geld umgeht. Man sollte so etwas auf jeden Fall schriftlich festhalten.

 

Muss ich der Bank mitteilen, woher ich das Eigenkapital habe?

Jadranka Lux: Für die Banken ist es wichtig, dass das Geld auf dem Konto liegt. Woher die Gründer es haben, ist erst einmal zweitrangig. Viele bekommen ja auch Geld zu Weihnachten geschenkt. Solch eine private Unterstützung hat nichts mit dem späteren Geschäft zu tun.

Sie sind seit vielen Jahren Unternehmensberaterin und haben zahlreiche Existenzgründungsberatungen durchgeführt. Wie kann man Sie buchen?

Jadranka Lux: Am besten durch eine einfache Anfrage. Meistens kann man in einem ersten Gespräch schon feststellen, ob und in welchem Bereich ein Gründerberater helfen kann. Für Gründerberatungen gibt es zahlreiche Fördermittel wie zum Beispiel das Gründercoaching Deutschland. Viele Gründer sind froh, wenn sie einen erfahrenen Berater an der Seite haben. So eine Existenzgründung macht man nicht „einfach mal so“. Es ist ein großer Schritt, sein eigener Chef und ein erfolgreicher Unternehmer zu werden.

 

Vielen Dank!

 

Ja, ich möchte auch mit einem Gründerberater über die Finanzierung sprechen

 

Jadranka Lux ist Kooperationspartnerin von Existenzgründer & Jungunternehmer in Nordrhein-Westfalen. Sie führt unter anderem Existenzgründerberatung für Dortmund, Existenzgründerberatung für Essen und Wuppertal durch.

Die Kurz-Zusammenfassung

  • Viele Existenzgründer starten ohne Eigenkapital. Dadurch haben die Banken ein höheres Risiko: Wenn der Existenzgründer scheitert, bekommt die Bank wahrscheinlich ihr Geld nicht zurück. Deswegen lehnen viele Banken einen Kredit für Existenzgründer ab - vor allem, wenn sie kein Eigenkapital mitbringen.
  • Es gibt verschiedene Angebote von Krediten/Darlehen für Existenzgründer. Jedes Angebot hat seine Vor- und Nachteile.
  • Manche Gründer suchen sich einen Gründerberater als Unterstützung. Gründerberater kennen sich in der Bankenszene gut aus und wissen, wie man klug vorgeht, um seinen Existenzgründer-Kredit bewilligt zu bekommen. 

KfW Förderprogramme für Gründer und Unternehmen

KfW StartGeld

Wer bis zu 100.000 Euro aufnehmen will, für den kommt das sogenannte „StartGeld“ in Betracht. Das StartGeld ist für Freiberufler, Existenzgründer und kleine und mittlere Unternehmen gedacht. Haupterwerb und Nebenerwerb. Das Geld können Sie für bestimmte Zwecke nutzen, die die KfW vorgibt. Hierzu zählen Investitionen wie die Anschaffung von Maschinen, aber auch Software und Patente. Auch Betriebsmittel für den laufenden Betrieb wie Personalkosten sind zu einem gewissen Teil in Ordnung. Sie haben eine bestimmte tilgungsfreie Zeit. Danach müssen Sie das Darlehen inklusive Zins zurückzahlen. Für die genauen Bedingungen und Konditionen informieren Sie sich bitte bei der KfW. 

Weitere ERP Kredite

Der zweite und dritte Topf ist für deutlich größere Summen gedacht als das StartGeld. Hier geht es um Summen bis zu 500.000 Euro und um eine Finanzierung über 500.000 Euro. Hier muss allerdings eine bestimmte Summe an Eigenkapital vorhanden sein. Die Haftungsfreistellung ist auch geringer. Diese Förderprogramme sind häufig interessant, wenn es um Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen, Firmenübernahmen bzw. Unternehmensnachfolgen geht. Die exakten Konditionen, inklusive Zins, Laufzeit, Bedingungen und Antragsformulare finden Sie auf den Seiten der KfW. Für Umschuldungen eignen sich die Programme nicht.


Häufige Fragen rund um die KfW Gründerkredite wie das StartGeld

Warum macht meine Hausbank solche Probleme?

Beim KfW-Gründerkredit (StartGeld) haftet die KfW Bank zu 80 Prozent. Für die übrigen 20 Prozent haftet Ihre Hausbank. Das bedeutet: Wenn Sie pleite gehen, bleibt die Hausbank auf 20 Prozent des Kredites sitzen. Deswegen unterstützen Hausbanken Gründer nur, wenn sie wirklich von der Geschäftsidee und dem Gründer überzeugt sind. Wenn Sie also relativ sicher sein können, dass sie ihr Geld wieder zurückbekommen.

Ich möchte das KfW StarGeld beantragen. Welche Chancen habe ich?

Grundsätzlich hat jeder Mensch gute Chancen, das KfW StartGeld zu erhalten. Sie benötigen allerdings eine ordentliche SchuFa und müssen einen überzeugenden Businessplan vorbereiten. Wenn Sie über genügend Eigenkapital verfügen, gibt es in der Regel keine Probleme, weil die Hausbank dann eine Sicherheit hat.

Kann ich für den KfW-Gründerkredit nur zu meiner Hausbank gehen?

Nein, Sie können grundsätzlich zu jeder Bank gehen. Erfahrene Gründungsberater gehen häufig so vor, dass Sie einen wasserdichten Businessplan mit den Gründern entwickeln und dann parallel mehrere Banken anfragen. So hat man die beste Verhandlungsposition für ein Existenzgründerdarlehen von der KfW. Denn die Banken entscheiden darüber, ob Sie den Kredit bewilligen oder nicht. Zwar übernimmt die KfW den Hauptteil der Haftung. Aber die Banken selbst gehen auch ins Risiko. Sie müssen also eine Bank überzeugen. Ein Konto oder ähnliches brauchen Sie dafür zunächst nicht. Es macht aber Sinn, danach auch das Geschäftskonto dort eröffnen

Was kostet ein Gründungsberater, der mich unterstützt?

Ein Gründungsberater kostet in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Es kommt aber auch darauf an, wie viel Sie bereits selbst erarbeitet haben. Klar: Das ist viel Geld. Aber es lohnt sich, weil sie sich endlich selbstständig machen können und besser starten, also früher mehr Geld verdienen. Die größten Kosten entstehen durch gescheiterte Existenzgründungen. Oft kostet eine gescheiterte Gründung fünfstellige Summen. Für die Beratung gibt es staatliche Fördermittel. So erhalten Sie einen Teil des Geldes später wieder zurück. Hier gibt es unterschiedliche Fördertöpfe, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Am besten fragen Sie einen Berater aus Ihrer Region. 

StartGeld: Zu welcher Bank gehe ich?

Sie können wie bereits beschrieben zu jeder Bank gehen. Es macht aber Sinn, dies mit einem Gründungsberater genau abzusprechen. Manche Banken haben gegenüber bestimmten Branchen Vorbehalte. Andere haben besonders günstige Konditionen. Zur KfW selbst können Sie nicht gehen. Die Kreditanstalt arbeitet nicht direkt mit Endkunden zusammen, sondern immer mit Banken wie Sparkasse, Volksbank, Commerzbank etc. 

KfW StartGeld: Welche Erfahrungen haben andere Gründer gemacht?

Lesen Sie hier drei Beispiele von Existenzgründern, die mit ihren Gründungsberatern zusammen die Gründung geplant und umgesetzt haben. In den Interviews geht es auch um die Beantragung des Startgeldes und das Bankgespräch. Die Erfahrungen sind sehr positiv. Man braucht dafür aber einen klaren Plan und muss alle Fragen geklärt haben, wie Geschäftsidee, Marktanalyse, Finanzplanung und Marketing.  

KfW Gründerkredit: Wie lange dauert die Beantragung?

Auf die Schnelle geht leider nichts. Die Beantragung dauert in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Als Existenzgründer brauchen Sie auch zunächst einen wasserdichten Businessplan. Das ist oft die Schwachstelle. Es bringt also nichts, auf die Schnelle einen Businessplan zusammenzuschustern und dann zur Bank zu rennen. So erhalten Sie oft schnell eine Absage.

Ich benötige eine größere Summe. Ist die KfW der richtige Partner?

Die KfW bietet mehrere Finanzierungsprogramme - sogenannte "Förderprodukte" an. Das ERP StartGeld bis 100.000 Euro, aber auch das ERP Kapital bis 500.000 Euro und der ERP Gründerkredit Universell über 500.000 Euro. Der Unterschied liegt in der Haftungsfreistellung. Bei höheren Summen haftet die KfW zu einem geringeren Prozentsatz. Sie benötigen also mehr Eigenkapital oder weitere Finanzierungsgeber. Bitte beachten Sie das sich der gesetzliche Rahmen laufend ändert. Besuchen Sie die Seite der KfW Bank und informieren Sie sich dort. 

Wie läuft so ein Bankgespräch ab?

Stellen Sie sich vorab auf kritische Fragen ein. Der Bankberater wird genau in Ihre "offenen Wunden fassen". Zum Beispiel die persönliche Qualifikation oder die Branchenkenntnis. Es geht darum, dass Sie Ihre Schwächen offen erkennen und dem Bankberater im Gespräch erklären können, wie Sie damit umgehen werden. Hier finden Sie ausführliche Informationen und Tipps zum Bankgespräch

Ich möchte das Startgeld, habe aber kein Eigenkapital. Was tun?

Das Eigenkapital ist der Dreh- und Angelpunkt. Denn neben der KfW geht auch die Bank ins Risiko. Im Idealfall bringen Sie 20 Prozent Eigenkapital mit. Oder Sie haben andere Sicherheiten, die Sie hinterlegen können wie ein Auto oder eine Immobilie. Wichtig: Arbeiten Sie zuerst an Ihrer Finanzplanung im Businessplan. Dann sehen Sie, wie viel Geld Sie wirklich benötigen. Vielleicht lässt sich ja auch etwas günstiger angehen oder sparen. Bei der Finanzplanung hilft ein Gründerberater


Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Aktualität. Stand: 05/2017

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