Startkapital für die Existenzgründung: Ihre nächsten 3 Schritte

Wer seine eigene Firma aufbauen will, braucht in der Regel Startkapital. Erfahren Sie hier, wie Sie Startkapital von der Bank bekommen – und worauf Sie bei der Beantragung achten sollten.

Existenzgründer recherchiert Möglichkeiten für Startkapital
Woher bekomme ich Startkapital?

Schritt 1: Schreiben Sie ein Geschäftskonzept

Wer Startkapital braucht, geht in der Regel zur Bank und fragt nach einem Kredit. Die Bank will dann erst einmal einen Businessplan (Geschäftskonzept) sehen. Dort beschreiben Sie Ihre Geschäftsidee, erstellen eine Marktanalyse, entwickeln Ihre Finanzkalkulation und beschreiben, wie Sie Kunden gewinnen wollen. Arbeiten Sie sorgfältig an Ihrem Businessplan. Sonst wird die Bank Ihren Kreditwunsch ablehnen.  

 

Schritt 2: Vergleichen Sie die Fördermittel

Es gibt zahlreiche Fördermittel. Hierzu zählen Gründerkredite mit sehr niedrigen Zinsen. Diese Gründerkredite werden von unterschiedlichen Banken angeboten. Es lohnt sich, diese Kredite vorab zu vergleichen und nicht einfach den erstbesten Kredit der Bank zu nehmen. So können Sie nach hinten raus viel Zinsen sparen.

 

Schritt 3: Bereiten Sie das Bankgespräch vor

Jede Bank stellt kritische Fragen. Das ist nicht ungewöhnlich. Als Gründer müssen Sie sich also entsprechend gut vorbereiten, wenn Sie die Bank überzeugen wollen. So erhalten Sie schließlich Ihr Startkapital. Es kann auch Sinn machen, mehrere Banken gleichzeitig anzufragen, um die Angebote zu vergleichen.

Hier erhalten Sie Unterstützung

Ein Mittelstandsberater kann Sie beraten und unterstützen. Er hilft Ihnen, einen schlüssigen Businessplan zu schreiben, kennt die Fördermitteltöpfe und die Banken vor Ort. Der Gründerberater freut sich über Ihre Kontaktaufnahme. Eine solche Gründungsberatung wird staatlich gefördert.

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Wobei kann Ihnen ein erfahrener Gründerberater helfen?*
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Startkapital – was ist das?

Startkapital bedeutet – ganz allgemein – die finanziellen Rücklagen eines Existenzgründers oder Jungunternehmers zum Start der Selbstständigkeit. Viele Gründer müssen zu Beginn investieren: In Material, in Räume, in Werbung. Außerdem benötigen Sie Kapital, um auch privat über die Runden zu kommen.

 

Was bedeutet Startkapital genau?

Von Startkapital spricht man vor allem, wenn es um einen Gründerkredit geht. Also einen Kredit von der Bank, für den man – im Vergleich zu einem normalen Kredit – weniger Zinsen zahlt. Diese zinsvergünstigten Darlehen nennt man Gründerkredite.

 

Es gibt also Startkapital für Selbstständige?

Selbstständige ist ein Überbegriff, der für alle Gründer und Unternehmer gilt. Egal, ob Sie nun Startkapital für eine GmbH benötigen oder für einen Start als Freiberufler, Einzelunternehmer oder eine andere Art der Selbstständigkeit.

 

Wer bekommt Startkapital?

Theoretisch kann jeder Gründer Startkapital erhalten. Allerdings hat man es deutlich einfacher, wenn man Eigenkapital vorweisen kann. Also eine bestimmte Summe an Geld, das man bereits auf der Bank hat. Mehrere tausend Euro können hier bereits ausreichen.  Der Grund: Viele staatliche Gründerbanken wie die KfW Bank mit Ihrem StartGeld bürgen nur für einen Teil des Kredites. Die Hausbanken wollen also eine zusätzliche Absicherung.


Wie viel Startkapital brauche ich?

Kaum eine Existenzgründung wird ohne Kapital auskommen, sei es nun eine Existenzgründung im Nebenerwerb oder eine hauptberufliche Existenzgründung. Allerdings dürfte der Kapitalbedarf bei einem Nebenerwerb deutlich geringer sein.

So oder so: Sie müssen also den Kapitalbedarf errechnen:  

  • Wie viel brauche ich für meine private Lebenshaltung?
  • Muss ein Büro angemietet und eingerichtet werden?
  • Investitionen in Betriebsmittel: Sollen Maschinen angeschafft oder geleased werden?
  • Wie viel Geld brauche ich als Existenzgründer für das Marketing?

Wichtig: Gehen Sie bei der Berechnung auf Nummer sicher! Rechnen Sie mit ein, dass nicht alles sofort klappt. Auf der anderen Seite müssen Sie gut begründen, warum und für was Sie die finanzielle Rücklage brauchen. Denn die Errechnung des Startkapitals ist Teil des Businessplans. Und mit genau diesem Businessplan müssen Sie Ihre Bank überzeugen! Hier lohnt es sich, den Businessplan gemeinsam mit einem Gründerberater zu erstellen. Dies findet in der Regel im Rahmen einer Existenzgründungsberatung statt.

 

Wie viel Startkapital kann ich erhalten?

Das hängt zum einen davon ab, wie viel Eigenkapital mitbringen. Aber vor allem daran, wie viel Kapital Sie genau benötigen. Das müssen Sie in einem Businessplan genau aufschlüsseln und der Bank erklären. Der Bedarf hängt stark von der Branche ab: Bei einer Praxisübernahme etwa benötigen Gründer häufig sechsstellige Summen, ähnliches gilt bei Gründungen oder Betriebsübernahmen im Handwerk.

In unserem Video-Podcast von Existenzgründer-Jungunternehmer erklärt Steuerberater und Gründercoach Joachim Zill:

  • Wie Sie an Fördermittel der KfW-Bank kommen, z.B. wenn Sie eine Existenzgründung ohne Kapital planen.
  • Warum das Startkapital für den Businessplan genau errechnet werden muss.
  • Worauf Sie bei privaten Krediten achten sollten.

Wer fördert Startkapital?

Das Arbeitsamt fördert arbeitslose Gründer mit dem Gründungszuschuss, je nach dem, welche Voraussetzungen gegeben sind. Bei der Vergabe von Fördermitteln sind allerdings gewisse Bedingungen zu erfüllen. Wird das Startkapital über die KFW-Mittelstandsbank oder ein Landesförderungsinstitut finanziert, müssen auch hier entsprechende Vorgaben erfüllt sein, damit es überhaupt zu einer Kreditvergabe kommt. Der Vorteil dieser Kredite liegt in der günstigen Verzinsung und großzügigen Laufzeit. Allerdings sollte bei der Kalkulation nicht außer Acht gelassen werden, dass auch diese Kredite ratenweise zurück zu zahlen sind.

 

Kommt das Startkapital vom Staat?

Es gibt bundeweite Gründerkredite, aber auch in den einzelnen Bundesländern verschiedene Angebote. Hinzu kommen Kreditangebote von privaten Banken. Als Gründer sollten Sie in jedem Fall vergleichen und schauen, wo Sie gute Konditionen erhalten.  

 

Die Adresse, um an das benötigte Startkapital zu kommen, ist ind er Regel die eigene Hausbank, mit der schon seit längerem ein vertrauensvolles Kundschaftsverhältnis besteht. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie hier. Aber selbst hier sollten die Konditionen für eine Kreditvergabe sehr genau betrachtet werden und nach evtl. Alternativen gesucht werden.

Außerdem dürfte bei der eigenen Hausbank die Kreditsicherung eine recht erhebliche Rolle spielen. Hier muss darauf geachtet werden, dass der persönliche Entscheidungsfreiraum durch die Konditionen nicht soweit eingeschränkt wird, dass die freie Existenzgründung erschwert oder gar unmöglich wird. Auch ist es immer ratsam, sich im Vorfeld Angebote von konkurrierenden Kreditinstituten einzuholen und die Konditionen sorgfältig zu vergleichen und abzuwägen. Immer gilt: niemals unvorbereitet zur Bank gehen!

Ein Gründerberater kann Ihnen helfen, den für Ihre Gründung optimalen Mix aus Förderungen und Kreditmöglichkeiten zusammenzustellen. Über unsere regionale Datenbank können Sie sicher und einfach Kontakt zu einem Experten in Ihrer Nähe aufnehmen.

 

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