Eine Firma gründen: 7 entscheidende Fragen

Sie wollen eine Firma gründen? Hier erhalten Sie einen ersten Überblick. So viel vorab: Die Rechtsform und die organisatorischen Fragen sind nicht das Wichtigste - anders als alle denken. Sondern: Sie sollten vorab Ihre Geschäftsidee richtig durchdenken und sauber kalkulieren. Denn nur, wenn Sie sich gegen den Wettbewerb durchsetzen und profitabel wirtschaften, werden Sie ein erfolgreicher Gründer

Eine Unternehmensgründer
Eine Firma gründen

Firmengründung: Die Fakten vorab

 

Jedes Jahr gründen mehrere hunderttausend Menschen in Deutschland ihr eigenes Unternhemen. Sie wollen ihr eigener Chef werden, eine eigene Geschäftsidee umsetzen. Das Problem: Es gibt unzählige Fragen zu klären.

  • Wie finanziere ich die Startphase?
  • Wie schreibe ich einen Businessplan?
  • Wie reduziere ich das Risiko zu scheitern?
  • Wie gewinne ich Kunden für mein Geschäft?
  • Welche Rechtsform sollte ich wählen?
  • Wie gehe ich Schritt für Schritt vor?

Schon einmal vorab: Auf diese Themen gibt es keine kurzen Antworten. Jeder Firmengründer bringt andere Eigenschaften und Vorkenntnisse mit. Beispiel: Eine erfahrene Fachkraft, die schon zehn oder zwanzig Jahre im Beruf gearbeitet hat, hat andere Voraussetzungen als ein sehr junger Gründer, der noch keine Branchenerfahrung hat.

Zudem ist es von Branche zu Branche verschieden. Wer sich im Handwerk selbstständig macht, benötigt andere finanzielle Mittel als eine Freiberuflerin oder ein Freiberufler. 

Die wichtigste Sache: Fast alle Gründerinnen und Gründer denken, dass eine Firmengründung ein rein "bürokratischer" Akt ist. Nach dem Motto: "Ich melde mich hier und dort an - und dann starte ich mal." Das führt dazu, dass viele Firmengründer sehr schnell unternehmerische Probleme bekommen. Sie erwirtschaften zu wenig Einnahmen oder haben zu hohe Kosten. 

Die neue Firma rutscht in eine Schieflage. Und die Gründung ist vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Also: Machen Sie es besser! Bereiten Sie sich gut und ausführlich auf Ihre Firmengründung vor. 


In welcher Gründungsphase sind Sie?

Existenzgründer oder Betriebsgründer sind in ganz unterschiedlichen Situationen. Manche stehen ganz am Anfang. Andere sind mitten in der Planung. Und wiederum andere haben bereits gegründet und stehen jetzt vor vielen Fragen. Folgende Empfehlungen geben wir Ihnen.

Sie überlegen einen Betrieb zu gründen?

Dann gehen Sie bei Ihrer örtlichen IHK (Industrie- und Handelskammer) einmal auf einen Existenzgründer-Tag oder auf eine Startup-Messe in ihrer Region. Dort können Sie „Gründerluft“ schnuppern. Sprechen Sie mit anderen Selbstständigen und Unternehmern, wie diese gestartet sind. Machen Sie sich erste Notizen, in welchem Bereich Sie eine eigene Firma gründen wollen, was Sie anbieten könnten, welche Preise man dafür nehmen könnte.

Sie wollen ganz konkret eine eigene Firma gründen?

Steht Ihr Plan fest? Sie haben eine konkrete Idee für Ihre Firma? Und diese Idee wollen Sie unbedingt umsetzen? Dann sind Sie schon ein ganzes Stück weiter. Unser Rat: Besuchen Sie ein Gründerseminar und kaufen sich entsprechende Workshops und Vorlagen zur Existenzgründung. Hiermit können Sie Ihre Idee weiter ausarbeiten. Zum Beispiel zu Themen wie Produktplanung, Marketing, Rechtsform und Finanzkalkulation.

Sie sind schon mitten in der Planung?

Sie haben also bereits einen Businessplan erarbeitet? Dann wird es wirklich ernst. In dieser Phase haben Firmengründer häufig detaillierte Fragen und Probleme, etwa zum Bankgespräch oder zu Gründerkrediten. Hier empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich einen professionellen Gründercoach oder Gründerberater suchen. Eine solche Beratung kostet zwar Geld. Aber sie lohnt sich. Denn nichts ist so teuer wie mit einer Firmengründung zu scheitern. 


Die eigene Firma gründen: Das sind gute und schlechte Voraussetzungen

Jeder Mensch kann eine Firma gründen. Aber die wenigsten sind auf Dauer wirklich erfolgreich. Verstehen Sie es nicht falsch: Auch Firmengründer mit „schlechten“ Voraussetzungen können erfolgreiche Unternehmen aufbauen! Aber sie haben es deutlich schwerer. Weil sie mehr Fehler machen, schneller aufgeben und schwerer an Gründerkredite kommen.  

Gut ist, wenn

  • Sie eine solide Ausbildung haben
  • Sie berufliche Erfahrung in Ihrer Branche mitbringen 
  • Sie etwas Startkapital mitbringen 
  • Sie bereit sind, viel zu arbeiten
  • Sie bereit sind, auf Luxus zu verzichten
  • Sie mit Zahlen können umgehen – zumindest etwas

Schlecht ist, wenn

  • Sie noch sehr jung sind und keine Ausbildung haben
  • Sie eine negative Schufa oder Schulden mitbringen 
  • Sie nur gründen, weil sie gerade nichts besseres finden
  • Sie schlecht organisiert sind 
  • Sie Dinge nicht zu Ende führen
  • Sie schnell reich werden wollen

Beratung zur Firmengründung: So hilft ein Gründercoach

In ganz Deutschland gibt es erfahrene und professionelle Gründerberater. Diese Berater helfen Firmengründern von A bis Z. Ein Gründerberater bringt kaufmännische Kenntnisse, kennt die Stolpersteine und typische Fehler und hilft beim Businessplan. Kontaktieren Sie hier einen Unternehmensberater aus Ihrer Region. In einem ersten unverbindlichen Gespräch können Sie herausfinden, ob Sie miteinander arbeiten möchten. 

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7 Fragen zur Firmengründung

Eine Firmengründung ist Ihr Traum? Sie wollen eine eigene Firma aufbauen, Ihr eigener Chef werden? Dann lernen Sie hier, worauf Sie achten sollten. Denn eine eigene Firma zu gründen ist vor allem: Harte Arbeit. Sie sind für alles selbst verantwortlich. Deswegen stellen wir hier zuerst einmal sieben unangenehme Fragen, die wichtig sind. Und die Sie sich ehrlich beantworten sollten.

Frage 1: Haben Sie eine Idee oder eine Geschäftsidee?

Es gibt viele gute Ideen. Aber nicht jede Idee ist auch eine gute Geschäftsidee. Der Unterschied: Bei einer Idee schauen Sie nur auf sich selbst. Auf Ihre Wünsche, Ihre Träume, Ihre Leistungen. Bei einer Geschäftsidee schauen Sie auch den Markt an: Welche Kundensegmente gibt es? In welchen Bereichen ist die Konkurrenz groß? Kann ich mich spezialisieren?

Bedeutet: Arbeiten Sie an Ihrer Idee für die Firmengründung. Stellen Sie sich selbst kritische Fragen. Und halten Sie fest, was Sie alles nicht wissen – oder wozu Sie noch Informationen sammeln müssen. Arbeiten Sie mit System. Entwicklen Sie einen Businessplan. Ein guter erster Schritt ist, wenn man alle Fragen rund um die Existenzgründung in einem Dokument zusammenfasst. Hier hilft dir eine Businessplan Vorlage

Frage 2: Steht Ihre Partnerin/Partner hinter Ihnen?

Sie leben mit einem Menschen in einer Beziehung? Und dieser Mensch ist Ihnen wichtig? Dann sprechen Sie mit ihr oder mit ihm! Wenn Ihre Partnerin oder Ihr Partner nicht hinter Ihnen steht, wird es sehr schwer. Denn eine eigene Firma zu gründen ist verdammt viel Arbeit. Wenn Sie zu Hause nur Stress damit haben, werden Sie wahrscheinlich nicht durchhalten.

Oft haben die Freundin oder der Freund vor allem Angst. Sie haben Angst, dass Sie scheitern werden. Und oft würden sie sich selbst nicht trauen – und haben deswegen Zweifel. Das ist auch in Ordnung. Sagen Sie ihnen: Wenn ich es jetzt nicht ausprobiere, werde ich unglücklich. Wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich mich immer fragen: Warum hast du es nicht wenigstens probiert, ein Unternehmen zu gründen?

Frage 3: Sind Sie bereit, alles zu geben?

Gerade am Anfang werden Sie mit so vielen Themen zu zu haben, von denen Sie keine Ahnung haben. Wie beantrage ich Fördermittel für meine Firma? Wie gewinne ich Kunden? Welche rechtlichen und steuerlichen Themen muss ich beachten?

All diese Fragen sind keine Geheimnisse. Man kann sie allerdings auch nicht an einem Nachmittag lernen. Sie müssen sich also richtig reinhängen. Es wird der härteste Kampf, den Sie je geführt haben. 

Frage 4: Sind Sie bereit, zu verzichten?

Eine eigene Firma zu gründen bedeutet harte Arbeit. Und dazu kommt noch Verzicht. Denn viele Gründer verdienen zu Beginn weniger als vorher. Sie zahlen Lehrgeld für Fehler. Sie bieten ihre Leistungen zu günstig an. Oder sie kalkulieren die Steuer nicht ein.

Das Geld sitzt einfach nicht so locker. Gerade zu Beginn muss man jeden Euro zwei Mal umdrehen. Nicht jeder Mensch ist bereit, zu verzichten. Ihr Geld, Ihren Erfolg müssen Sie sich erst einmal verdienen. Es wird Ihnen nichts geschenkt.

Frage 5: Wie viel Puste haben Sie?

Bei einer Firmengründung muss man richtig Gas geben. Nicht nur eine Woche oder einen Monat. Sondern mehrere Jahre. Wenn Sie nach drei Jahren noch am Markt sind, dann ist die Chance groß, dass Sie es wirklich geschafft haben. 

Eine Firma zu gründen ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Sie brauchen richtig viel Puste. Sie brauchen Ihre ganze Energie. Dafür sollten Sie möglichst gesund sein. 

Frage 6: Wie viel Geld steht Ihnen zur Verfügung?

Die wenigsten Firmengründer sind von Anfang an erfolgreich. Die Wahrheit ist: Meistens passt man die ersten ein bis drei Jahre ständig sein Geschäftsmodell an. Bedeutet: Man wirft bestimmte Kunden raus, entwickelt neue Leistungen oder konzentriert sich auf ein bestimmtes Produkt, weil dort eine große Nachfrage vorhanden ist.

Die entscheidende Frage ist: Haben Sie genug Geld für diesen Prozess? Haben Sie genug finanzielle Rücklagen, um zumindest die ersten acht bis zwölf Monate über die Runden zu kommen? Rechnen Sie durch, wie viel Geld Sie fürs Überleben brauchen, plus einen Betrag für Ihr Geschäft (Steuern, Marketing, Büro etc.). So viel Geld brauchen Sie – entweder in Form von privaten Rücklagen oder in Form von Gründerkrediten und Darlehen.

Frage 7: Halten Sie sich für perfekt?

In unserem Umfeld treffen wir immer wieder Menschen, die eine Firma gegründet haben und damit gescheitert sind. Sie alle treten gleich auf: Schuld waren natürlich die anderen. Die Arbeitsagentur. Die Bank. Die Kunden. Die Dienstleister. Nur einer war völlig unschuldig: Der Firmengründer selbst. 

Die Wahrheit ist: Sie sind alleine für alles verantwortlich. Wenn Sie sich für unfehlbar halten, werden Sie es schwer haben. Wenn Sie mit einer Sache nicht weiterkommen, dann suchen Sie sich Rat und professionelle Unterstützung. Es gibt zum Beispiel Gründerberater, die Sie unterstützen und persönlich beraten. Für diese Beratung gibt es Fördermittel. 


Weitere Themen rund um die Firmengründung

Der Businessplan: ohne geht nicht!

Der Businessplan ist der Mittelpunkt Ihrer Geschäftsgründung. Mit ihm beschreiben Sie Ihr Vorhaben, erkunden Ihren Markt und den Wettbewerb und stellen die finanzielle Machbarkeit Ihres Konzeptes dar. Er ist das Drehbuch, das Sie in den ersten Jahren der Unternehmensgründung begleitet. Darüber hinaus ist er für Arbeitsamt, Banken und Institutionen die Grundlage jeder Förderung, die Ihnen zugesprochen wird - oder auch nicht. Erfahren sie hier, was Sie bei der Erstellung des Businessplans für Ihre Existenzgründung beachten müssen:

Businessplan für Existenzgründer

Businesspan

Beratung und Coaching: Ihr persönliches Expertennetzwerk

Die meisten Existenzgründer sind mit dem nötigen Fachwissen ausgestattet, bei rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen aber fehlt es an Wissen und Information. Es ist wichtig, sich schon im Vorfeld der Gründung ein Netzwerk an Experten aufzubauen, das Sie in Fragen zu Existenzgründungen (wie z.B. Förderungen, Zuschüsse oder Businessplan) berät. Dadurch können Sie viele Fehler vermeiden und sparen viel Zeit. In unserer Beratungs-Rubrik haben wir alle wichtigen Themenfelder für Sie zusammengestellt:

Zu Beratung und Coaching

Beratung und Coaching

Franchising für Gründer

Viele Menschen wollen sich zwar selbstständig machen, haben aber keine Geschäftsidee. Sie können selbst eine Geschäftsidee entwickeln - oder ein etabliertes Konzept übernehmen. Hier kommt "Franchising" ins Spiel. Gründer bekommen Zugang zu einem etablierten und getesteten Konzept. Trotzdem muss man auch beim Franchising auf Details achten. Unter anderem, weil man auch hier Geld investieren muss. 

Themenseite zu Franchising 

Franchise

Versicherung für Existenzgründer

Existenzgründer starten häufig mit viel Euphorie in die Selbstständigkeit. Man darf allerdings nicht vergessen, sich abzusichern. Es kann immer etwas schief gehen. Allerdings sollte man auch nicht zu viele Kosten produzieren. Es zählt also das Preis-Leistungs-Verhältnis. Lesen Sie hier, was Sie bei der Auswahl von Versicherungen für Existenzgründer beachten müssen.

Zur Versicherung für Existenzgründer und Betriebshaftpflicht

Firma kaufen: Unternehmensnachfolge

Jedes Jahr gibt es in Deutschland tausende Unternehmensnachfolgen. Ein Firmenkauf ist also auch eine Möglichkeit, wenn man sich selbstständig machen will. Der Vorteil hier: Es existiert bereits eine Firma, die am Markt bekannt ist und einen Kundenstamm hat. Allerdings gibt es auch bei einem Firmenkauf entsprechende Risiken. Außerdem muss ein Kaufpreis bestimmt werden. 

Zum Thema "Firma kaufen" und "Unternehmen verkaufen" (Alt-Unternehmer)

Ein Startup gründen

Startups werden oft von Teams gegründet und sind oft technologisch getrieben. Besonders Online-Startups folgen eigenen Regeln bzw. einem eigenen Markt. In vielen Städten gibt es Startup-Szenen, denen man sich anschließen kann. 

Hier finden Sie mehr Infos über Startup-Gründungen

Sanierung Unternehmen: Wenn die Firma in den roten Zahlen steht

Es kommt häufiger vor, dass es nicht läuft wie geplant. Dann geht es darum, die wirtschaftliche Krise zu überstehen. Um frisches Geld von der Bank zu bekommen, muss man in der Regel ein Sanierungskonzept vorlegen. Hierbei geht es darum, das Unternehmen so aufzustellen, dass es wieder in die Gewinnzone rutscht. 

Mehr dazu auf unserer Themenseite zur Unternehmen-Sanierung und zum Liquiditätsengpass.

Geschäftskonto für Gründer

Als Selbstständiger sollte man von Anfang an zwischen seinen privaten und geschäftlichen Zahlungsaktivitäten trennen. So behalten Sie den Überblick über Ihre Finanzen. Auch Rücklagen für die Steuer sollten auf ein eigenes Konto kommen. 

Geschäftskonto für Selbstständige 


Firma nebenberuflich gründen

Seit Jahren steigt die Zahl der nebenberuflichen Firmengründungen. Viele Menschen machen sich buchstäblich nach Feierabend selbstständig. Oder Sie arbeiten in Teilzeit - und bauen parallel eine eigene Firma auf. Die nebenberufliche Firmengründung bringt Vorteile, aber auch Nachteile mit sich. 

Nebenberuflich Firma gründen: Die Vorteile 

  • Weniger finanzielles Risiko: Wer noch einen anderen Job hat, der hat seine existenziellen Sorgen abgesichert. Du kannst befreiter an deiner Geschäftsidee feilen. 
  • Zeit für die Familie: Viele Frauen gründen nebenberuflich ihre eigene Firma. So haben Sie weiterhin Zeit für die Kinder. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten und Geld zu verdienen. 

Nebenberuflich Firma gründen: Die Nachteile

  • Doppelte Arbeit: Wer eine feste Stelle hat und gleichzeitig eine Firma gründen und aufbauen will, braucht viel Kraft und Disziplin. 
  • Nicht genug Ernst: Wer nebenbei gründet, steckt womöglich nicht genug Energie in die Firma. Nach dem Motto: Es ist ja nicht schlimm, wenn es nicht klappt. 

Auch für nebenberufliche Firmengründerinnen und Gründer gilt: Sie sollten sich einen klaren Plan machen, wie Sie vorgehen wollen. Nur dass der Plan eben zeitlich weiter gestreckt wird. 


Möglich Rechtsformen bei einer Firmengründung

Es gibt verschiedene Rechtsformen bei der Firmengründung. Jede Rechtsform hat ihre steuerlichen, rechtlichen und organisatorischen Vor- und Nachteile. 

Ein typischer Einzelunternehmer ist ein eingetragener Kaufmann. Als Selbstständiger im Kreativbereich ist man in der Regel Freiberufler und kein Gewerbetreibender. Zu den Personengesellschaften zählen die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Diese wird oft genutzt, wenn mehrere Personen gemeinsam und möglichst unbürokratisch eine Firma gründen wollen. Also wenn man zu zweit oder dritt eine Firma gründen will.

Bei einer GmbH dagegen gilt eine Haftungsbeschränkung. Daher auch die Bezeichnung, die sich hinter GmbH verbirgt: Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Für die Gründung einer klassischen GmbH ist allerdings eine Einlage nötig. Es entstehen also Kosten. Und eine GmbH ist deutlich aufwendiger in der Verwaltung. 

Auch eine Firmengründung im Ausland ist möglich. Hier sollte man jedoch beachten, dass dann evtl. auch der Gerichtsstand im Ausland ist. Wenn es also zu Rechtsstreitigkeiten kommt, können alleine durch Reisen hohe Kosten entstehen. Außerdem hat ein Firmensitz im Ausland meist auch steuerrechtliche Konsequenzen, die mit einem Steuerberater besprochen werden sollten. 

Lesen Sie mehr zur Rechtsform in der "GründerZeiten"-Publikation des Wirtschaftsministeriums (PDF). Unser Rat: Sprechen Sie vor der Firmengründung mit einem erfahrenen Gründerberater über die passende Rechtsform.