Eine Firma gründen: 7 entscheidende Fragen

Eine Unternehmensgründer
Eine Firma gründen

Eine Firmengründung - ist das Dein Traum? Du willst Dir eine eigene Firma aufbauen? Du willst Dein eigener Chef werden?

Dann lies hier weiter und lerne, worauf Du achten solltest. Denn eine eigene Firma zu gründen ist vor allem: Harte Arbeit. Du bist für alles selbst verantwortlich. 

Deswegen stellen wir Dir zuerst einmal sieben unangenehme Fragen, die wichtig sind. Und die Du Dir ehrlich beantworten solltest:

 

 

Frage 1: Hast Du eine Idee oder eine Geschäftsidee?

Es gibt viele gute Ideen. Aber nicht jede Idee ist auch eine gute Geschäftsidee. Der Unterschied: Bei einer Idee schaust du nur auf dich selbst. Auf deine Wünsche, deine Träume, deine Leistungen. Bei einer Geschäftsidee schaust du dir auch den Markt an: Welche Kundensegmente gibt es? In welchen Bereichen ist die Konkurrenz groß? Kann ich mich spezialisieren?

Bedeutet: Arbeite an Deiner Idee für die Firmengründung weiter. Stell Dir selbst kritische Fragen. Und halte fest, was Du alles nicht weißt – oder wozu du noch Informationen sammeln musst. Arbeite mit System. Entwickle einen Businessplan. Ein guter erster Schritt ist, wenn man alle Fragen rund um die Existenzgründung in einem Dokument zusammenfasst. Hier hilft dir eine Businessplan Vorlage

Frage 2: Steht deine Partnerin/dein Partner hinter Dir?

Du lebst mit einem Menschen in einer Beziehung? Und dieser Mensch ist dir wichtig? Dann sprich mit ihr oder mit ihm! Wenn deine Partnerin oder dein Partner nicht hinter dir steht, wird es sehr schwer. Denn eine eigene Firma zu gründen ist verdammt viel Arbeit. Wenn du zu Hause nur Stress damit hast, wirst du nicht durchhalten.

Oft haben die Freundin oder der Freund vor allem Angst. Sie haben Angst, dass du scheitern wirst. Und oft würden sie sich selbst nicht trauen – und haben deswegen Zweifel. Das ist auch in Ordnung. Sag ihnen: Wenn ich das jetzt nicht ausprobiere, werde ich unglücklich. Wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich mich immer fragen: Warum hast du es nicht wenigstens probiert?

Frage 3: Bist du bereit, Alles zu geben?

Gerade am Anfang wirst Du mit so vielen Themen zu zu haben, von denen Du keine Ahnung hast: Wie beantrage ich Fördermittel für meine Firma? Wie gewinne ich Kunden? Welche rechtlichen und steuerlichen Themen muss ich beachten?

All diese Fragen sind keine Geheimnisse. Man kann sie allerdings auch nicht an einem Nachmittag lernen. Du musst dich also richtig reinhängen. Es wird der härteste Kampf, den du je geführt hast.

Frage 4: Bist Du bereit, zu verzichten?

Eine eigene Firma zu gründen bedeutet harte Arbeit. Und dazu kommt noch Verzicht. Denn viele Gründer verdienen zu Beginn weniger als vorher. Sie zahlen Lehrgeld für Fehler. Sie bieten ihre Leistungen zu günstig an. Oder sie kalkulieren die Steuer nicht ein.

Das Geld sitzt einfach nicht so locker. Gerade zu Beginn muss man jeden Euro zwei Mal umdrehen. Nicht jeder Mensch ist bereit, zu verzichten. Dein Geld, deinen Erfolg musst Du dir erst einmal verdienen. Es wird Dir nichts geschenkt.

Frage 5: Wie viel Puste hast Du?

Bei einer Firmengründung muss man richtig Gas geben. Nicht nur eine Woche oder einen Monat. Sondern mehrere Jahre. Wenn du nach drei Jahren noch am Markt bist, dann ist die Chance groß, dass du es wirklich geschafft hast.

Eine Firma zu gründen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Du brauchst richtig viel Puste. Du brauchst deine ganze Energie und musst auch gesundheitlich fit sein.

Frage 6: Wie viel Geld steht Dir zur Verfügung?

Die wenigsten Firmengründer sind von Anfang an erfolgreich. Die Wahrheit ist: Meistens passt man die ersten ein bis drei Jahre ständig sein Geschäftsmodell an. Bedeutet: Man wirft bestimmte Kunden raus, entwickelt neue Leistungen oder konzentriert sich auf ein bestimmtes Produkt, weil dort eine große Nachfrage vorhanden ist.

Die entscheidende Frage ist: Hast Du genug Geld für diesen Prozess? Hast du genug finanzielle Rücklagen, um zumindest die ersten acht bis zwölf Monate über die Runden zu kommen? Rechne durch, wie viel Geld du fürs Überleben brauchst, plus einen Betrag für deine Firma (Steuern, Marketing, Büro etc.). So viel Geld brauchst du – entweder in Form von privaten Rücklagen oder in Form von Gründerkrediten und Darlehen.

Frage 7: Hälst Du dich für perfekt?

In unserem Umfeld treffen wir immer wieder Menschen, die eine Firma gegründet haben und damit gescheitert sind. Sie alle treten gleich auf: Schuld waren natürlich die anderen. Die Arbeitsagentur. Die Bank. Die Kunden. Die Dienstleister. Nur einer war völlig unschuldig: Der Firmengründer selbst. 

Die Wahrheit ist: Du alleine bist für alles verantwortlich. Wenn Du dich für unfehlbar hälst, wirst du es schwer haben. Wenn Du mit einer Sache nicht weiterkommst, dann such dir Rat und professionelle Unterstützung. Es gibt Gründerberater, die dich unterstützen und persönlich beraten. Für diese Beratung gibt es Fördermittel. 

In Deutschland gibt es erfahrene Unternehmensberater, die Existenzgründer bei der Firmengründung beraten und unterstützen. Sie entwickeln gemeinsam den Businessplan und helfen beim Bankgespräch. Kontaktiere jetzt unverbindlich einen Unternehmensberater aus Deiner Region.

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Der Businessplan ist der Mittelpunkt Ihrer Geschäftsgründung. Mit ihm beschreiben Sie Ihr Vorhaben, erkunden Ihren Markt und den Wettbewerb und stellen die finanzielle Machbarkeit Ihres Konzeptes dar. Er ist das Drehbuch, das Sie in den ersten Jahren der Gründung begleitet. Darüber hinaus ist er für Arbeitsamt, Banken und Institutionen die Grundlage jeder Förderung, die Ihnen zugesprochen wird - oder auch nicht. Erfahren sie hier, was Sie bei der Erstellung des Businessplans für Ihre Existenzgründung beachten müssen:

Businessplan für Existenzgründer

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Zum Thema "Firma kaufen" und "Unternehmen verkaufen" (Alt-Unternehmer)

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Mehr dazu auf unserer Themenseite zur Unternehmen-Sanierung und zum Liquiditätsengpass.

Geschäftskonto für Gründer

Als Selbstständiger sollte man von Anfang an zwischen seinen privaten und geschäftlichen Zahlungsaktivitäten trennen. So behalten Sie den Überblick über Ihre Finanzen. Auch Rücklagen für die Steuer sollten auf ein eigenes Konto kommen. 

Geschäftskonto für Selbstständige 


Firma nebenberuflich gründen

Seit Jahren steigt die Zahl der nebenberuflichen Firmengründungen. Viele Menschen machen sich buchstäblich nach Feierabend selbstständig. Oder Sie arbeiten in Teilzeit - und bauen parallel eine eigene Firma auf. Die nebenberufliche Firmengründung bringt Vorteile, aber auch Nachteile mit sich. 

Nebenberuflich Firma gründen: Die Vorteile 

  • Weniger finanzielles Risiko: Wer noch einen anderen Job hat, der hat seine existenziellen Sorgen abgesichert. Du kannst befreiter an deiner Geschäftsidee feilen. 
  • Zeit für die Familie: Viele Frauen gründen nebenberuflich ihre eigene Firma. So haben Sie weiterhin Zeit für die Kinder. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten und Geld zu verdienen. 

Nebenberuflich Firma gründen: Die Nachteile

  • Doppelte Arbeit: Wer eine feste Stelle hat und gleichzeitig eine Firma gründen und aufbauen will, braucht viel Kraft und Disziplin. 
  • Nicht genug Ernst: Wer nebenbei gründet, steckt womöglich nicht genug Energie in die Firma. Nach dem Motto: Es ist ja nicht schlimm, wenn es nicht klappt. 

Auch für nebenberufliche Firmengründerinnen und Gründer gilt: Sie sollten sich einen klaren Plan machen, wie Sie vorgehen wollen. Nur dass der Plan eben zeitlich weiter gestreckt wird. 


Möglich Rechtsformen bei einer Firmengründung

Es gibt verschiedene Rechtsformen bei der Firmengründung. Jede Rechtsform hat ihre steuerlichen, rechtlichen und organisatorischen Vor- und Nachteile. 

Ein typischer Einzelunternehmer ist ein eingetragener Kaufmann. Als Selbstständiger im Kreativbereich ist man in der Regel Freiberufler und kein Gewerbetreibender. Zu den Personengesellschaften zählen die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Diese wird oft genutzt, wenn mehrere Personen gemeinsam und möglichst unbürokratisch eine Firma gründen wollen. Also wenn man zu zweit oder dritt eine Firma gründen will.

Bei einer GmbH dagegen gilt eine Haftungsbeschränkung. Daher auch die Bezeichnung, die sich hinter GmbH verbirgt: Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Für die Gründung einer klassischen GmbH ist allerdings eine Einlage nötig. Es entstehen also Kosten. Und eine GmbH ist deutlich aufwendiger in der Verwaltung. 

Auch eine Firmengründung im Ausland ist möglich. Hier sollte man jedoch beachten, dass dann evtl. auch der Gerichtsstand im Ausland ist. Wenn es also zu Rechtsstreitigkeiten kommt, können alleine durch Reisen hohe Kosten entstehen. Außerdem hat ein Firmensitz im Ausland meist auch steuerrechtliche Konsequenzen, die mit einem Steuerberater besprochen werden sollten. 

Lesen Sie mehr zur Rechtsform in der "GründerZeiten"-Publikation des Wirtschaftsministeriums (PDF). Unser Rat: Sprechen Sie vor der Firmengründung mit einem erfahrenen Gründerberater über die passende Rechtsform.


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