Existenzgründung in Bremen: Auf diese 3 Punkte sollten Sie achten

Sie leben in Bremen und wollen sich selbstständig machen? Sie meinen es wirklich ernst und sind bereit, Vollgas zu geben? Dann lesen Sie auf dieser Seite, was Sie brauchen, um erfolgreich durchzustarten. Außerdem erklärt im Experten-Interview weiter unten ein erfahrener Gründerberater, worauf man bei der Geschäftsidee und beim Businessplan achten sollte – und welche Fördermittel es gibt.

1. Wie viel Erfahrung bringen Sie mit?

Als Gründer haben Sie die besten Chancen, wenn Sie sich in einer Branche selbstständig machen, in der Sie schon vorher gearbeitet haben. Mit diesem Praxiswissen im Rücken können Sie gezielt nach Geschäftslücken suchen. Also Dinge, die die Kunden wollen – zu denen es aber in Ihrer Region vielleicht kaum Angebote gibt.

 

2. Haben Sie richtig durchgerechnet?

Als Gründer wollen Sie von Ihrer Selbstständigkeit leben. Dafür müssen Sie genau durchkalkulieren, wie viele Aufträge Sie pro Woche/Monat brauchen, um Ihre Betriebskosten, Ihre privaten Ausgaben, Steuern etc. zu zahlen – und natürlich noch einen Gewinn zu erwirtschaften. Diese Finanzplanung ist das Fundament jeder Gründung. Hier helfen Gründerberater. 

 

3. Welche Förderungen können Sie nutzen?  

Die wenigsten Gründer haben genug Geld auf dem Konto, um das erste Jahr zu überstehen. Solange brauchen aber die meisten, bis sie sich einen festen Kundenstamm aufgebaut haben. Als Gründer können Sie Gründerkredite aufnehmen, für die Sie sehr wenig Zinsen zahlen und die Sie über einen langen Zeitraum strecken können. 

Eine Bremerin auf dem Sofa
Gründung in Bremen

Gehen Sie jetzt den nächsten Schritt

Nehmen Sie hier Kontakt zu einem Gründerberater aus Ihrer Region aus. In einem ersten unverbindlichen Gespräch können Sie den Gründercoach kennenlernen und besprechen, wie Ihnen der Coach hilft. Gründerberater haben viele Jahre Erfahrung und kennen die Fallstricke und Fehler, die Sie als Gründer nicht begehen sollten. Auch hier helfen Gründerberater, die die Fördermittel-Landschaft kennen.

Ihre Anfrage zur Gründungsberatung
  •   Mehr Sicherheit: Viele Jahre Erfahrung
  •   Spart Kosten: Weniger Fehler beim Start
  •   Kurze Wege: Experte vor Ort
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Wobei kann Ihnen ein erfahrener Gründerberater helfen?*
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  Sonstiges


Existenzgründer Beratung

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Experten-Interview: „Viele Gründer starten leider auf einem brüchigen Fundament“

Phillip Winkler ist erfahrener Gründercoach aus Hamburg. Er berät Existenzgründer im gesamten Norden Deutschlands. Seine Erfahrung: Viele Gründer quälen sich alleine durch zahlreiche Fachfragen – wie etwa die Finanzplanung. Die Folge: Das ganze Unternehmen steht auf finanziell wackeligen Füßen. Dabei geht es auch anders.

 

Sie sprechen täglich mit Gründerinnen und Gründern. Woran merken Sie, ob es jemand wirklich ernst mit seiner Gründung meint?

Ernsthafte Gründer/-innen sind entschlossen, motiviert und zielstrebig. Sie brennen für ihr Vorhaben und bringen die Bereitschaft mit, auftretende Hürden zu meistern. Ein echter Gründer will jetzt mit den Vorbereitungen beginnen und nicht „vielleicht nächstes Jahr“.

Gründerberater Winkler
Existenzgründungsberater Phillip Winkler

Jeder Gründer hat am Anfang eine Idee im Kopf. Wie können Sie einschätzen, ob die Idee taugt?

Nicht jede Gründung ist mit einer völlig neuen Geschäftsidee verknüpft. Oft geht es eher darum, den Besonderheiten und Gegebenheiten des Einzelfalls gerecht zu werden und für den konkreten Gründer/die konkrete Gründerin die richtigen Entscheidungen zu erarbeiten.

Geht es tatsächlich um eine vollkommen neue Idee, wird die professionelle Planung umso wichtiger. Der gesteigerten Ungewissheit sollte in diesem Fall mit einer gewissenhaften Prüfung aller in Betracht kommenden Problemstellungen und einer besonders kritischen Finanzplanung begegnet werden.

Auf dieser Basis lässt sich dann relativ einfach feststellen, ob die neue Geschäftsidee Potenzial hat bzw. „taugt“.

 

Viele Gründer versuchen, alles alleine zu schaffen – vom Businessplan übers Bankgespräch bis zum Marketing. Verständlich oder ein Fehler? 

Sie sprechen in der Tat ein häufig auftretendes Phänomen an. So mancher Gründer oder manche Gründerin quält sich wochen- oder gar monatelang ohne das richtige Werkzeug mit vergleichsweise einfachen Fragestellungen herum, um letztendlich auf brüchigem Fundament in die Selbständigkeit zu starten.

Oft geht auch viel Zeit verloren, in der man bereits ein Vielfaches hätte verdienen können.

Verstehen Sie mich richtig, am Ende des Tages MUSS es der Gründerin oder die Gründerin sogar „alleine schaffen“. Ich als Berater kann nur unterstützen und mit meiner Erfahrung vor unnötigen Fehlern bewahren.

Aus unternehmerischer Sicht handelt es sich bei der Beratung einfach um eine sinnvolle Investition. Erst recht, wenn ich mindestens die Hälfte der anfallenden Beratungskosten auch noch staatlich gefördert bekomme.    

 

Welche Förderungen gibt es für Gründer?

Aktuell gibt es in Deutschland über 3.500 verschiedene Fördermittel, die sich laufend ändern. Hier den Überblick zu behalten, ist für sich genommen schon nicht ganz einfach. Grundsätzlich kann jeder Gründer und jede Gründerin davon ausgehen, dass es in dem jeweiligen Bundesland besondere, steuerlich subventionierte Gründungsdarlehen gibt.

Darüber hinaus können in Einzelfällen auch nicht rückzahlungspflichtige Förderungen in Betracht kommen. Ein erfahrener Berater kennt die diesbezüglich relevanten Konstellationen und kann Möglichkeiten aufzeigen.

In jedem Fall besteht bundesweit ein Anspruch auf Beratungskostenzuschüsse, mindestens in Höhe von 50 %. Bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus können sich weitere Fördermöglichkeiten ergeben. 

 

Viele Gründer übernehmen Betriebe. Oft findet ein Generationenwechsel statt. Worauf muss ich bei der Unternehmensnachfolge besonders achten?

Die Übernahme eines bestehenden Betriebes birgt für den Gründer oder die Gründerin besondere Gefahren, die die Hinzuziehung eines neutralen und fachkundigen Beraters aus meiner Sicht zur Pflicht werden lassen.

Mit dem Betrieb übernimmt der Gründer auch sämtliche bestehenden Verbindlichkeiten und haftet für diese! Gern werden an dieser Stelle Bilanzen nur oberflächlich geprüft, der verlangte Kaufpreis leichtfertig hingenommen und wichtige Fragen nicht gestellt. Auf diese Weise gab es nach der Übernahme schon so manch böses Erwachen.

Wenn der Verkäufer mit offenen Karten spielt, wird er gegen die Hinzuziehung eines Beraters keine Einwände haben und sich in aller Regel auch an den vom Gründer zu tragenden Anteil der Beratungskosten beteiligen. Der Gründer kann so wichtige Beratung und Sicherheit für wenig Geld bekommen und bestenfalls auch gleich die Finanzierung des Kaufpreises unter Ausschöpfung von Fördermitteln auf den Weg bringen.    

 

Wann ist aus Ihrer Sicht der richtige Zeitpunkt für ein Gründercoaching? Wann hat es den größten Wert für die Gründerin oder den Gründer? 

Grundsätzlich gilt: Je früher, desto besser. Habe ich einmal die Entscheidung getroffen, mein Vorhaben umsetzen zu wollen, bietet die professionelle und passgenaue Beratung den kürzesten Weg zum Ziel.

Nicht selten kommen Gründerinnen und Gründer zu mir und haben bereits Schritte unternommen, die nun nicht mehr rückgängig gemacht werden können (z.B. Investitionen ohne vorherigen Darlehensantrag) und so auch dem Berater ein Stück weit die Hände binden.

 

Wie ist bei Ihnen eine Gründerberatung aufgebaut und wieviel kostet sie? 

Die Beratung richtet sich natürlich nach den individuellen Bedürfnissen des Gründers. In der Regel werden nach dem unverbindlichen und kostenlosen Erstgespräch gemeinsam die Grundlagen für das Geschäftskonzept und die Finanzplanung erarbeitet sowie alle offenen Fragen geklärt.

Anschließend wird der Businessplan zusammengestellt, der als Leitfaden für die Umsetzung des Vorhabens und als Grundlage für evtl. Gespräche bei Banken oder Investoren dient. Die Vorbereitung von und Begleitung zu Bankgesprächen ist natürlich genau so möglich wie die fortlaufende Begleitung nach der Geschäftseröffnung.

Die Kosten richten sich nach dem tatsächlichen Zeitaufwand, den die Beratung mit sich bringt. Nachdem der Inhalt der Beratung im Erstgespräch festgelegt wurde, kann ich den Aufwand abgeschätzen und ein Festpreis vereinbaren.

Der Gründer/die Gründerin weiß so genau, was auf ihn/sie zukommt und braucht keine nachträglichen Kosten zu fürchten. Normalerweise belaufen sich die Gesamtkosten vor diesem Hintergrund auf ein paar tausend Euro, wovon der Gründer/die Gründerin nicht mehr als 50 % selbst tragen muss.        

 

Zum Abschluss: Wie sieht aus Ihrer Perspektive ein idealer Gründer aus? Was muss er können, was muss er wollen, worauf muss er sich einstellen?

Ehrlich gesagt möchte ich das nicht auf einen bestimmten Stereotyp reduzieren. Es gibt viele erfolgreiche Selbständige und Unternehmer, die ganz unterschiedlich sein können. Im Endeffekt muss die Geschäftsidee und das Konzept auch zur Persönlichkeit und Qualifikation des Gründers oder der Gründerin passen, damit er oder sie Erfolg hat.

Fast allen erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern ist jedoch eins gemein: das richtige Mindset. So muss der Selbständige sicher weit mehr Eigenantrieb besitzen, als der durchschnittliche Angestellte. Zudem fällt es vielen am Anfang schwer, in Lösungen und nicht in Problemen zu denken.

Jede Selbständigkeit wird Probleme und Herausforderungen mit sich bringen. Der Erfolg hängt neben bestmöglichen Startvoraussetzungen ganz entscheidend davon ab, wie ich mit diesen umgehe und ob ich das notwendige Durchhaltevermögen an den Tag lege. Ein guter Gründungsberater wird daher nicht nur Gründungscoach, sondern immer auch ein bisschen Personal Coach sein.  

 

Vielen Dank für das Gespräch.


Existenzgründung in Bremen

Mit über 500.000 Einwohnern gehört die Hansestadt Bremen zu einer der großen Städte in Deutschland. Wer sich in Bremen selbstständig macht, hat den großen Vorteil, dass es hier viele Netzwerke für Jungunternehmer gibt. Es gibt auch viele Veranstaltungen, auf denen man sich Inspiration holen kann. Auch regionale Förderbanken wie die „Bremer Aufbau Bank“ stehen bereit. Wer allerdings auf die Marktsituation schaut, sieht die Herausforderungen. Denn in vielen Branchen ist die Konkurrenz deutlich höher als etwa auf dem Land, auch in Bremerhaven. Sie müssen also als Gründer gut an Ihrem Geschäftskonzept arbeiten.

Unternehmensnachfolge in Bremen

Als Gründer hat man mehrere Möglichkeiten: Viele starten komplett bei Null und ziehen ein neues, eigenes Unternehmen auf. Andere Gründer wiederum übernehmen einen bestehenden Betrieb. Hier spricht man von Unternehmensnachfolge. Eine Beratung zur Unternehmensnachfolge ist sehr empfehlenswert. Firmennachfolger haben bestimmte Vorteile, aber stehen auch vor großen Herausforderungen. Sie übernehmen einen laufenden Betrieb, der ab dem ersten Tag Umsatz erwirtschaftet. Das ist großer Vorteil. Aber man hat auch entsprechend höhere Kosten. Außerdem muss für die Firma in der Regel ein Abschlag gezahlt werden. Der Kaufpreis sollte professionell ermittelt werden. Nur einige von vielen Aufgaben.  

Zuständige IHKs für Bremen
Handelskammer Bremen
Am Markt 13
28195 Bremen
Tel: 04 21/36 37-0
Homepage: www.handelskammer-bremen.ihk24.de


Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
Friedrich-Ebert-Straße 6
27570 Bremerhaven
Tel: 04 71/9 24 60-0
Homepage: www.bremerhaven.ihk.de