10 Tipps für Existenzgründer

autoren-gesucht-frau-mittel-1024x797Wer sich selbstständig macht, auf den prasseln ohne Ende Informationen ein. Es gibt so viel zu tun, dass man manchmal nicht weiß, wo einem der Kopf steht. Und ob man Erfolg hat, das steht meistens in den Sternen. Unsere 10 Tipps für Existenzgründer:

Tipp 1: Privatleben

Wir schreiben es nach ganz vorne, weil es uns so wichtig ist: Nur weil man sich selbstständig macht, gibt man noch lange nicht sein Privatleben auf! Auch wenn Sie für Ihre Geschäftsidee brennen und Vollgas geben, schalten Sie zwischendurch auf Standby. Planen Sie Zeit ein für den Lebenspartner, die Lebenspartnerin, für Freunde und Verwandte. Solche Auszeiten geben Ihnen Kraft – und die brauchen Sie. Die eigene Existenzgründung ist ein Dauerlauf und kein Sprint.

Tipp 2: Konzept

Ob Friseur, Journalist oder Arzt: Fast alle Existenzgründer beherrschen ihr Handwerk einwandfrei. Doch was sie häufig nicht sehen, sind die unternehmerischen Herausforderungen, vor denen sie stehen. Wie unterscheide ich mich von meiner Konkurrenz? Was ist meine Nische, mein Alleinstellungsmerkmal? Und gibt es auch genug Menschen, die bereit sind, dafür Geld auszugeben? Für solche Fragen braucht man Abstand zu sich selbst. Eine klassische Sache, die man mit einem Gründerberater bespricht.

Tipp 3: Marketing

Gerade bei Gewerbetreibenden, aber auch bei Freiberuflern sieht man häufig, dass es am Marketing hapert.Visitenkarten erstellen, Flyer drucken – das ist die Basis, aber noch nicht das Marketing. Überlegen Sie sich, wie Sie Kunden gezielt auf sich aufmerksam machen und wie Sie die Leute in ihr Geschäft locken. In unserem Kapitel „Kunden gewinnen“ erklären wir, wie Sie über das Netz gezielt und kostengünstig Kunden gewinnen.

Tipp 4: Reserven

Gründerberater berichten immer wieder, dass Jungunternehmer ihre Selbstständigkeit so planen, dass das Geld bis zur Geschäftseröffnung reicht. Wenn dann der Motor nicht sofort anspringt, geht vielen nach ein paar Monaten die Luft aus. Eine vertane Chance, weil die Geschäftsidee vielleicht gut war, aber die Finanzplanung verbesserungswürdig. Also: Von Beginn an planen, wie lange man mit den eigenen finanziellen Reserven auskommt. Dazu zählt auch, sich genug Startkapital zu besorgen.

Tipp 5: Flexibilität

Jeder plant seine Existenzgründung am Reißbrett. Und je besser man plant, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg . Wenn es dann losgeht, darf man aber nicht zum völligen Sturrkopf mutieren. „Man sollte einen gesunden Autismus in sich tragen und zugleich offen sein“, sagt Jungunternehmer Thomas Warnke in unserem E-Book zur Existenzgründung. Er meint damit: Schützen Sie sich vor „Kaputt-Redern“ in Ihrem Umfeld. Nur weil etwas nicht sofort funktioniert, ist es noch lange nicht schlecht gewesen, sich selbstständig zu machen. Aber hören Sie auf der anderen Seite genau hin, was Ihre Kunden Ihnen sagen. Wo können Sie Ihr Angebot, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung noch verbessern?

Tipp 6: Organisation

Auf jedem Schreibtisch liegen zahlreiche Aufgaben. Schnell stapeln sich die unbezahlten Rechnungen, Termine müssen vorbereitet werden, Telefonate geführt werden. Festangestellte können es sich leisten, planlos und ineffektiv ihre Arbeitszeit zu verbringen. Als Selbstständiger sind Sie für sich selbst verantwortlich. Fangen Sie an, sich richtig gut zu organisieren. Machen Sie sich einen Jahresplan, einen Monatsplan und einen Wochenplan. Was sind die wichtigsten Dinge, die Sie erledigen müssen? Womit verdienen Sie Geld, was ist bloß Verwaltungsarbeit?

Tipp 7: Absichern

Viele Existenzgründer starten mit Vollgas in die Selbstständigkeit – und vergessen dabei sich abzusichern. Natürlich kann man nicht von Anfang an unzählige Versicherungen abschließen, denn dafür ist das Geld selten da. Aber man sollte systematisch schauen, welche Versicherungen man als Existenzgründer braucht. Es kann jederzeit etwas passieren. Und als Selbstständiger trägt man die Verantwortung dafür, und zwar immer.

Tipp 8: Finanzplanung

Um das Thema Steuern anzupacken, braucht man eine vernünftige Übersicht von seinen Einnahmen und Ausgaben. Trotzdem leben viele einzig vom privaten Girokonto. Sie trennen nicht zwischen betrieblichen und privaten Kosten. Das Ergebnis ist ein heilloses durcheinander. Unser Tipp: Geschäftskonto einrichten, in einer Excel-Tabelle Einnahmen und Ausgaben pro Monat erfassen (inklusive Sonderausgaben für Urlaub etc.), regelmäßig für die Steuer Geld zur Seite legen. So können Sie vorausschauend planen.

Tipp 9: Kosten

Ob man es glaubt oder nicht: Das eigene Leben wimmelt nur so von unnötigen Kosten. Damit meinen wir noch nicht einmal den täglichen Coffee to Go, sondern den zu teuren Mobilfunkvertrag, die Büromiete, ungelesene Zeitschriften-Abos und so weiter. Gehen Sie einmal pro Jahr durch Ihre Ausgaben – und sortieren Sie gnadenlos aus. Das eingesparte Geld schieben Sie auf ein Sparkonto und fahren davon in den Urlaub. So macht Sparen Spaß.

Tipp 10: Zeit

Fast niemand ist aus dem Stand erfolgreich. „Viele vergleichen erfolgreiches Unternehmertum mit einem Lottogewinn: Irgendwer hat eine gute Idee – und zack! – fällt das schnelle Geld vom Himmel. Aber es ist das Gegenteil von einem Lottogewinn: Man muss hartnäckig und konsequent an seiner Idee arbeiten“, sagt Jungunternehmer Daniel Straub in unserem E-Book. Auch wenn Ungeduld eine gute Unternehmer-Eigenschaft ist: Geben Sie sich Zeit. Zeit zu lernen, Zeit Ihr Geschäft zu entwickeln. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Zum Abschluss: Natürlich sind diese Tipps nicht branchenspezifisch. Je nach Branche (hier unser Branchen-Überblick) ergeben sich noch ganz andere Möglichkeiten. Sie haben ein Tipp für uns? Dann schreiben Sie uns eine Mail. Wir nehmen Ihren Tipp gerne auf! Noch mehr Tipps gibts natürlich in unserem kostenlosen Newsletter:



4. Juli 2013    Fabian Jaeckert    Gründung Weiterbildung.



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