Existenzgründung in Heilbronn

Sie planen eine Existenzgründung in Heilbronn? Dann lesen Sie hier, welche drei Phasen jeder Gründer durchläuft! So bereiten Sie sich auf Ihren Sprung in die Selbstständigkeit vor. Die drei Phasen werden weiter unten im Interview von einer erfahrenen Gründungsberaterin genauer beschrieben.

Phase 1: Wie gut ist Ihre Geschäftsidee?

In dieser ersten Phase sollten Sie Ihre Geschäftsidee genau unter die Lupe nehmen. Experten sprechen hier von der „Tragfähigkeit“ – also ob Ihre Idee genug Geld abwirft, damit Sie davon gut leben können. Hier hilft es, mit einem erfahrenen Gründungscoach zu sprechen, der bereits viele Erfahrungen mit Existenzgründungen gemacht hat und Ihnen eine professionelle Einschätzung geben kann.

 

Phase 2: Wie erstellen Sie Ihren Businessplan?

Ein Businessplan ist ein schriftliches Konzept, in dem alle wichtigen Themen festgehalten sind. Hierzu zählt vor allem eine Aufstellung der Kosten, der Investitionen, aber auch der Produkte und Leistungen und die Preise, die man dafür verlangt. Der Businessplan ist die Basis für Bankgespräche und Fördermittel.

 

Phase 3: Wie behaupten Sie sich auf dem Markt?

Im echten Leben kommt es häufig anders als man denkt. Ein neuer Konkurrent macht um die Ecke auf; Kunden wollen eine bestimmte Leistung nicht kaufen; eine Marketingidee funktioniert nicht. So etwas passiert jeden Tag. Jetzt ist es entscheidend, wie Sie damit umgehen und reagieren.

Gründerin in Heilbronn
Die Gründungsphasen

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Existenzgründer Beratung

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Die drei Phasen der Existenzgründung

Bettina Schwarz ist Beraterin und Coach für kleine und mittelständische Unternehmen in Stuttgart und unterstützt seit über 18 Jahren Existenzgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.

Sie beschreibt drei Phasen auf dem Weg in die Selbständigkeit

 

 „Viele Gründer unterschätzen den Aufwand in fachlicher und zeitlicher Hinsicht. Wer sich langfristig und nachhaltig am Markt positionieren möchte mit seinem Unternehmen muss sehr viel Zeit und Arbeit in die Planung investieren“,

 

sagt die erfahrene Beraterin.

 

Bettina Schwarz für die Region Heilbronn
Bettina Schwarz

Frau Schwarz, welche drei Phasen durchlaufe ich als Gründer?

Bettina Schwarz: In der ersten Phase hat der Gründer eine Geschäftsidee und möchte diese auf Erfolgschancen und Tragfähigkeit geprüft haben. Auch die fachliche Eignung sollte beurteilt werden.

Die zweite Phase umfasst dann die Erstellung des Businessplanes und die entsprechenden Planungsrechnungen zu Investition, Finanzierung, Rentabilität und Liquidität. Hierzu gehören auch die Verhandlungen mit Banken und Fördermittelgebern.

Die dritte Phase beginnt mit der aktiven Selbstständigkeit. Jetzt muss sich der Gründer auf dem Markt behaupten. Dazu gehört unter anderem systematisch neue Kunden zu gewinnen, seine Liquidität und Rentabilität im Auge zu haben und eine kontinuierliche Vor- und Nachkalkulation der Aufträge durchzuführen. 

In allen drei Phasen passieren sehr viele Fehler. Das ist auch kein Wunder: Niemand wird als Unternehmer geboren. Viele Gründer sind ausgezeichnete Fachkräfte. Aber ihnen fehlt der kaufmännische Hintergrund. Hier helfe ich als Beraterin.

 

Aus Ihren Erfahrungen: Wie lange dauert es, wenn man sich professionell auf seinen Sprung in die Selbstständigkeit vorbereitet?

Schwarz: Es kommt immer darauf an, wie weit der Gründer oder die Gründerin bereits sind.  Drei Monate sind das absolute Minimum. In der Regel sind es sechs bis acht Monate.

Dazu gehören dann unter anderem die Marktrecherchen, die Standortwahl, die Erstellung eines tragfähigen Businessplanes, Bankgespräche um nur einige Themen zu nennen.

Bei einer Unternehmensnachfolge – zum Beispiel einer externen Betriebsübernahme oder einer Nachfolge im Familienunternehmen – sollte man mehr Zeit einplanen.

12 bis 18 Monate sind hier der optimale Zeitrahmen.

Viele Gründer unterschätzen deutlich die Zeit, die sie investieren sollten.

Sehr bitter ist es dann, wenn Fehler passieren – und die Gründer später merken, dass sie in der Sackgasse feststecken. Dann muss oft sehr schnell gehandelt werden.

 

Können Sie hierfür einige Beispiele nennen?

Schwarz: Ich hatte kürzlich einen Gründer aus dem Handwerksbereich, der bereits bei vier Banken vorstellig geworden ist – und überall ist er abgelehnt worden, weil sein Businessplan nicht bankentauglich war. Dadurch entsteht Frust und es geht auch viel Zeit verloren.

Ein weiterer Fall: Eine Gründerin im Bereich Dienstleistungen plante eine Übernahme hat einen Businessplan erstellt nach einer im Internet erhältlichen Vorlage, diesen sollte ich optimieren und auf Tragfähigkeit für das Bankgespräch prüfen.

Sie hat jedoch im Vorfeld ihren Businessplan bei ortsansässigen Banken vorgelegt.

Eine Finanzierung kam nicht zustande. Nach Prüfung und Gesprächen habe ich dann der Gründerin auch mitteilen müssen, dass es hier hinsichtlich der fehlenden Berufserfahrung und unzureichender Erträge des bisherigen Inhabers derzeitig nicht darstellbar ist.

Ein weiterer Fehler, der häufig passiert: Viele Gründer kalkulieren ihre Leistungen nicht korrekt durch. Ihnen ist nicht klar, wie hoch ein Mindestumsatz sein muss, um kostendeckend zu arbeiten und auch die Lebenshaltungskosten decken zu können. Da ist eine Unternehmenskrise oft vorprogrammiert

 

Sie beraten Gründer in Stuttgart, Esslingen, Tübingen, Heilbronn und Umgebung. Nach welchen Kriterien bewerten die Banken vor Ort denn, ob sie einen Gründerkredit vergeben?

Schwarz: Die Banken müssen ja das Risiko bewerten, in die Geschäftsidee des Gründers Geld zu investieren. Das ist in allen Regionen so. Schließlich will jede Bank ihr Geld in der vereinbarten Laufzeit zurückgeführt haben.  Die Entscheidung beruht zum einen darauf, wie schlüssig der Businessplan ist, wie eingangs schon beschrieben und die Zukunftsaussichten des Marktes mit allen Chancen und Risiken.  Ein zweites wichtiges Kriterium ist die Persönlichkeit des Gründers verbunden mit seiner fachlichen Eignung und praktischen Erfahrungen in der Branche.

 

Was meinen Sie mit der Persönlichkeit des Gründers?

Schwarz: Manche Gründer haben die Vorstellung, dass eine gute Arbeit ausreichend ist und dann das Geld sprudelt. Sie unterschätzen oft, dass fehlende kaufmännische Grundkenntnisse und Fähig- und Fertigkeiten in der Branche notwendig sind, um sich am Markt zu etablieren. Aber so einfach ist es nicht. Jedem muss bewusst sein, dass eine Existenzgründung mit vielen Chancen und Risken verbunden ist und in den ersten Jahren einen hohen zeitlichen und persönlichen Einsatz erforderlich machen.

Das Leben als Angestellter - 30 Tage bezahlter Urlaub, bezahlte Krankheitstage – ist vorbei. Man muss sich auf 10- bis 12-Stunden-Tage einstellen. Viele Selbstständige arbeiten auch samstags. Man muss richtig die Ärmel hochkrempeln. Urlaub ist da oft nicht drin, wenn dann nur für ein paar Tage und auch die Familie muss es mit Tragen können.

Oft führe ich mit den Gründern ein kurzes Coaching in der Vorgründungsphase durch, wo im Rahmen einer Potentialanalyse die Persönlichkeit betrachtet wird.

Es geht hier um die Herausarbeitung von Wegen zu optimaler persönlicher Leistung, bessere Selbsterkenntnis für ein stabileres Selbstvertrauen. Dazu erhält der Gründer dann eine ausführliche Auswertung mit den Beurteilungskriterien.

Es ist wichtig, dass man selbst weiß, warum man sich selbstständig macht. Sie brauchen eine Motivation, die sie jeden Tag antreibt, Ihr eigenes Unternehmen weiter zu entwickeln.

 

Wie wichtig ist der fachliche Hintergrund? Muss ich zum Beispiel Meister sein, wenn ich mich im Handwerk selbstständig mache?

Schwarz: Es ist ein großer Vorteil, wenn man bereits praktische Erfahrung in seiner Branche gesammelt hat und entsprechend qualifiziert ist. Man hat Kontakte, kennt die Preise, kennt den Markt. Eine Weiterbildung oder ein Zertifikat alleine reicht der Bank in der Regel nicht aus, um einem Gründer zu vertrauen.

Der Meistertitel ist im Handwerksberuf eine Bedingung, es gibt nur wenige Ausnahmeregelungen bei handwerksähnlichen Berufen. Dieser ist bei Finanzierung mit öffentlichen Fördermitteln ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Beurteilung der fachlichen Voraussetzungen.

Es geht aber bei allen Unternehmen auch darum, die kaufmännischen Themen immer im Blick zu haben. Wie ist meine Liquidität? Wie ist meine Rentabilität? Wie gewinne ich Kunden? Die Antworten auf solche Fragen sind überlebenswichtig.

 

Sie haben zu Beginn von drei Phasen gesprochen. Die dritte Phase ist praktisch das erste Jahr in der Selbständigkeit. Was läuft da oft schief?

Schwarz: Die Gründer/ Jungunternehmer müssen sich nun am Markt beweisen und stehen oft zu Beginn vor großen Herausforderungen wie z.B. das passende Personal zu finden, bei guter Auftragslage auch kurze Reaktionszeiten zu haben, um den Kunden zu binden, eine gute Nachkalkulation durchzuführen um nur einige zu nennen.

Viele Jungunternehmen haben längere Anlaufzeiten und die Auftragslage ist nicht gleich so wie geplant, dann muss hier der Hebel angesetzt werden bei der Neukundengewinnung. Das Controlling funktioniert oft nicht so gut, kein Überblick über die anstehenden Ausgaben und Einnahmen.

Dann kommen oft Liquiditätsprobleme zum Tragen, weil die Betriebsmittelfinanzierung zu knapp geplant worden ist. Hier ist ein guter Kontakt zur Hausbank wichtig, um rechtzeitig einzulenken. 

Auch hier stehe ich als Berater und Coach zur Seite und empfehle immer eine begleitende Beratung in den ersten 12 Monaten.

 

Wenn Sie als Beraterin helfen, heißt das: Sie schreiben dann den Businessplan für den Gründer und organisieren alles?

Schwarz (lacht): Nein, so läuft es nicht. Ich unterstütze natürlich bei der Erstellung des Businessplanes und beurteile diesen sehr kritisch auf Markt- und Tragfähigkeit.

Ich hinterfrage kritisch und gebe ihnen Aufgaben mit auf den Weg.

Ein Gründer, den ich gerade coache, analysiert das Kundeninteresse seiner Geschäftsidee durch konkrete Anfragen und Vorstellung seiner Idee. Er führt systematisch Gespräche mit potenziellen Kunden durch und das vor seinem Markteintritt, um ein besseres Gefühl für den Markt zu bekommen und seine Angebote  kundenorientierter zu erstellen und besser durchzukalkulieren.

Es ist viel Arbeit in der Vorbereitungsphase und auch dann in den ersten Jahren. Aber im Nachhinein ist jeder froh, wenn er durch qualitativ gute Beratung und Begleitung im Gründungsprozess  keine großen Fehler machen, die gerade in der Startphase Geld kosten und zum Verlust von Kunden führen können.

Ich sage oft zu meinen Kunden, TUN Sie das Richtige und nicht unnötig trödeln.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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Existenzgründung in Heilbronn am Neckar

Mit rund 120.000 Einwohnern ist Heilbronn die siebtgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Im Vergleich mit Gesamtdeutschland ist die Region sehr wohlhabend. Sehr viele Fachkräfte haben in der Region stabile Arbeitsplätze. Trotzdem gibt es immer wieder zahlreiche Menschen, die ihr eigener Chef sein möchten und sich selbstständig machen. 30 Prozent der Jobs sind im produzierenden Gewerbe, 24 Prozent im Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Entsprechend viele Fachkräfte machen sich aus diesen Branchen selbstständig. In der Stadt Heilbronn gibt es aber auch rund 1.500 Handwerksbetriebe, in denen zahlreiche Unternehmensnachfolgen anstehen. Rund um Heilbronn gibt es viele boomende Städte. Westlich von Heilbronn liegen Heidelberg und Mannheim. Südlich liegen Ludwigsburg und Stuttgart. Weiter im Norden liegen Würzburg und Frankfurt. Und im Osten Nürnberg. Die Gründer haben es also auch mit Existenzgründern aus Bayern oder Gründern aus Hessen zu tun, wenn sie über die Region hinaus Kunden ansprechen. 

Zuständige IHK für Heilbronn (Neckar)
Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Ferdinand-Braun-Straße 20
74074 Heilbronn
Tel: 0 71 31/96 77-0
Homepage: www.heilbronn.ihk.de
Orte in der Nähe von Heilbronn (Neckar)
Ludwigsburg (Württemberg) (27 km), Stuttgart (41 km), Pforzheim (48 km), Heidelberg (Neckar) (49 km), Schwäbisch Gmünd (56 km), Speyer (61 km), Karlsruhe (62 km), Ludwigshafen (67 km), Mannheim, Universitätsstadt (67 km), Tübingen (69 km), Reutlingen (71 km), Aalen (Württemberg) (73 km), Frankenthal (Pfalz) (77 km)

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